Über uns

Kirchdorf an der Krems, Oberösterreich, Austria
¡Hola chic@s! Wir haben am 13.06.2009 geheiratet! Unsere Hochzeitsseite findet ihr unter www.hochzeit.plienegger.net (Dies war ursprünglich das Tagebuch unseres Erasmus-Aufenthaltes. Jetzt sind wir wieder zuhause und posten immer wieder Neuigkeiten aus unserer Umgebung.)

Mittwoch, Jänner 31, 2007

neue Bilder

Das "Philharmonic Orchestra of Helsinki"


In der Pause ist Zeit, sich zu unterhalten...


...zu fotografieren...


...und das Programmheft zu studieren.


Schnappschuss eines intellektuellen Konzertbesuchers

Wir leben noch ('Tschuldigung für die lange bloglose Zeit!)

Empieza la ultima semana de practicas (Die letzte Praktikumswoche beginnt)
Der Montag war nicht besonders aufregend. Hans begann die letzte Praktikumswoche, diesmal auf der Station. Das hieß für ihn vor allem, hinter irgendeinem Doktor bei der Visite hinterherdackeln. Leider ziemlich verlorene Zeit also, die er viel besser zum lernen gebrauchen könnte. Abends ging er zum HAPKIDO und danach noch zu Inga, um mit ihr für die Prüfung am nächsten Tag den Stoff noch einmal kurz durchzugehen. Maria hat den Tag über wieder einmal diverse Dinge wie z.B. Exkursionsbericht schreiben, erledigt, obwohl sie leider nach über einer Woche die Exkursion nicht mehr im Detail nachvollziehen kann. :-)

Examen de Reanimación Cardiopulmonar Pediátrica (Kinderreanimation-Prüfung)

Am Dienstag watschelte auch Maria wieder auf die Uni (daran kann sie sich erinnern :-)). Am Nachmittag hatte Hans Prüfung in Reanimación Cardiopulmonar Pediátrica (Kinderreanimation). Es war ein Multiple-Choice Test, der Gott sei Dank nicht allzu schwer war. Am Abend trafen wir uns mit Rachel und Fab im „Natural Burger“, da die beiden offensichtlich doch wieder einmal Sehnsucht nach uns hatten. Vor Weihnachten hatten sie ja so irrsinnig viel Arbeit, dass sie schon ganz fertig waren. Jetzt haben sie zwar auch Prüfungen, aber keine Vorlesungen mehr und somit etwas mehr Zeit. Mareike und Jeanne waren auch dabei und es war wieder einmal eine recht nette Runde. Danach kam Jeanne noch mit zu uns, um hier ihr frisch abgeholtes Lehrbuch liegen zu lassen. So musste sie leider am nächsten Tag wieder zu uns kommen :-).

Decepción grande (Bittere Enttäuschung)
Maria ging wieder zur Uni um ein letzte Mal KEINE Vorlesung zu haben (aber man gewöhnt sich dran). Am Mittwoch fuhr Hans, in der Erwartung in den nächsten Tagen eine mündliche Praktikumsprüfung ablegen zu müssen, wieder zum Praktikum. Seine Erwartungen wurden aber leider bitter enttäuscht. Die Professorin sagte zu ihm: Dich kenn‘ ich eh schon von der Vorlesung und vom Praktikum, dich brauch ich nicht mehr prüfen. Tja, leider. Und dann erfuhr er noch, dass er Donnerstag und Freitag vom Praktikum befreit war, da er am Samstag die Prüfung ablegen wollte. Noch einmal total Pech gehabt. :-) Wenn’s kommt, dann kommt’s dick, aber da muss man durch. Am Abend versuchte Maria Hans zu trösten, aber er wurde erst in der Oper, für die wir wieder Freikarten von Arnos Gastvater erhalten hatten, abgelenkt. Gemeinsam mit Jeanne, Mareike, Emma und David, Rachel und Fabien, Inga und ihren beiden Mitbewohnern, Jelca, Elisabeth und Domingo (ein spanischer Freund von Jelca) fuhren wir zum Auditorio von Santa Cruz.
Kurzer Exkurs zu Jelca: Sie hat, nachdem es in der Familie immer unerträglicher geworden ist, beschlossen, bereits Ende Jänner wieder nachhause zurückzukehren. Daraufhin wurde die Familie noch unfreundlicher, hat sie über nichts mehr informiert. Daher beschloss Jelca, die letzten Tage nicht mehr bei der Familie zu verbringen. Untergekommen ist sie dann bei Elisabeth. Das ist das Aupair-Mädchen, dass in der Familie von Arnos Gastvater arbeitet. Sie wohnt aber nicht bei der Familie, sondern in einer Wohnung, die der Familie gehört.
Diesmal spielte das Helsinki Philharmonic Orchestra. Das erste Stück war 2005 für dieses Musik-Festival von Pilar Jurado (Sopranistin und Komponistin, geb.1968) geschrieben worden. Es war ein modernes Stück, dass Überraschend war vor allem, dass sie im Laufe des Stückes dann als Sopranistin dazugekommen ist und (wieder einmal für unsere Begriffe) traumhaft gesungen hat. Danach kam ein Cello-Konzert von Edward Elgar, gespielt von Johannes Moser (Münchner Cellist) – einfach traumhaft. Nach der Pause ging‘s weiter mit einer Tschaikovsky – Symphonie, natürlich auch sehr schön. Zenaido, unserem Gönner, haben wir Kernöl, Knabberkerne und Mozartkugeln mitgebracht, die er natürlich erst nicht annehmen wollte. Dann hat er sich aber doch sehr gefreut (vor allem über das Kernöl).

Otra vez May (Wieder einmal May)
Am Donnerstag konnte sich Hans endlich einmal ein bisschen ausschlafen. Nach der Vorlesung ging er zum Chef der HNO, um ihn zu fragen, ob er die Prüfung mündlich machen kann. Die Prüfung ist nämlich normalerweise schriftlich Typ „Kurzantwort“, was als Nicht-Spanisch-Muttersprachler natürlich schwierig ist. Und abgesehen davon, sind die HNO-Professoren ziemlich pedantisch und wollen z.T. genau das eine Wort hören, dass sie im Kopf haben, und jede Umschreibung ist falsch. Jedenfalls erfuhr Hans, nachdem er eine halbe Stunde gewartet hatte, dass der Professor heute doch nicht mehr kommen würde und er es morgen um acht wieder versuchen sollte.
Maria stellte ihren Exkursionsbericht fertig und am frühen Nachmittag kam Jelca zu uns, um Musik und Fotos mit uns auszutauschen. Danach hatten wir das erste Mal seit Ewigkeiten wieder Sprachunterricht bei May. Jeanne zog es vor, auf der Uni zu sitzen, und so mussten wir ganz allein zu May. Wir haben recht viel getratscht, was über die Weihnachtsferien so passiert ist,... Wir wollen auf jeden Fall noch einen Versuch starten, gemeinsam mit Doro, (vielleicht nehmen wir auch Jeanne mit, aber das müssen wir uns noch überlegen, nachdem sie uns so schändlich hängen gelassen hat) :-) Essen zu gehen. Mit einem Berg an Hausübungen wurden wir dann nachhause geschickt.

Última excursión (Letzte Exkursion)
Hans fuhr schon um halb acht auf die Uni, um den HNO-Chef zu erwischen. Diesmal traf er ihn zwar an, aber der Professor lehnte eine mündliche Prüfung mit der Begründung ab, dass alle Prüfungen der HNO schriftlich seien. Ganz logisch, nicht? Maria hatte Exkursion nach Los Silos am Rand des Teno-Massiv. Die Exkursion ging ein paar hundert Höhenmeter am Hang hinauf, und von oben hatte man einen wunderbaren Blick auf die Küste. Begleitet wurde die Exkursionsgruppe dabei von einem weißen Hund, der irrsinnig liebesbedürftig war. Sobald man ihn berührte, fiel er über einen her. Etwas weiter oben gesellten sich noch zwei Hunde dazu. Maria dachte sich, dass sie beim Essen sehr lästig sein werden würden, aber nichts dergleichen. Sie wollten nur mit dem „Rudel“ mitgehen. Sie begleiteten die Gruppe bis hinunter und waren dann plötzlich verschwunden. Danach teilte die Professorin in einem Café die benoteten Exkursionsberichte aus. Sie meinte, es sei schade, dass Maria nicht matrikuliert sei, weil die Berichte sehr gut seien und man würde merken, dass sich das Spanisch verbessert hat,... (Maria’s Bescheidenheit verhindert hier eine genauere Wiedergabe des Gesprächs mit der Professorin.) Irgendwie kamen wir dann darauf zu sprechen, dass Maria ja eigentlich auch mit Erasmus hierher kommen wollte, es aber nicht möglich war und dass es dann komischerweise sehr wohl für die beiden anderen Grazer Geographiestudenten möglich war. Einer davon war einmal bei den Exkursionen dabei, der andere zweimal, ist auch blöd, dass die Exkursionen immer Freitags in der Früh beginne, wenn doch der Donnerstag DER „Fortgeh-Tag“ ist. Das tat der Professorin dann noch mehr leid, und sie bot Maria von sich aus an, ihr eine inoffizielle Bestätigung zu schreiben, war Maria natürlich freudig annahm. Abgesehen davon, war dieser letzte Exkursionstag auch sonst recht entspannend, es wurden Adressen ausgetauscht, so dass vielleicht doch noch der eine oder andere Kontakt erhalten werden kann. Gegen Abend begann es zu regnen und als Maria in La Laguna ankam, stieg sie vom Bus aus direkt in einen Wildbach. Wenn man 5 Minuten auf der Strasse verbrachte, wohl gemerkt mit Regenjacke, Schirm und Bergschuhen, war man danach trotzdem völlig durchnässt. Hans war noch bei Hapkido, Maria musste sich dort den Schlüssel holen. Danach ging sie in die Wohnung, packte trockenes Gewand in den Rucksack, holte Hans vom Hapkido ab, und gemeinsam gings dann zu Jeanne, um dort den Film „Barfuss“ anzuschauen. Dort legten wir uns dann trocken und verbrachten einen sehr gemütlichen Abend gemeinsam mit Jelca, Elisabeth und Emma. Der Film ist von und mit Til Schweiger (wobei er sich auf das „von“ beschränken hätte sollen!), handelt von einem Versager (Til Schweiger) und einem Mädchen aus der Psychiatrie, die von ihrer Mutter rund 18 Jahre eingesperrt worden war. Gemeinsam reißen sie sich aus ihrer Misere heraus. Sehr netter Film. Die weibliche Hauptrolle überdeckt auch sehr gut die mangelhaften Schauspielkünste von Til Schweiger.

Examen de Ginecología (Gyn-Prüfung)
Samstag um 10.00 Uhr musste Hans sich zur Gyn-Prüfung melden. Danach wurden sie auf Prüfer aufgeteilt, wobei sie jeweils vor zwei Professoren ein „Kreuzverhör“ zu bestehen hatten. Hans kam zu relativ schweren Prüfern (von 5 angetretenen sind 3 geflogen), aber nachdem er gut vorbereitet, das Thema interessant und es Vormittag (da fließt das Spanisch noch :-)) war, ging alles gut. Für interessierte (also Mama und Jan): Die Fragen waren:
- Frühdiagnose des Gebärmutterhalskrebs;
- diagnostisches und therapeutisches Vorgehen bei einer 25jährigen Patientin, die sich einen Knoten in der Brust getastet hat;
- akute Gefährdung der fetalen Gesundheit während der Geburt
- Blutungsursachen in der zweiten Hälfte der Schwangerschaft
Nach etwas Wartezeit erfuhr er auch seine Note: eine 9 (das spanische System kennt Noten von 0 bis 10, 0 ist ganz schlecht, ab 5 hat man bestanden). Nach Prüfung ging er noch trotz Sauwetters zum Decathlon um wieder einmal Klebstoff für unser Bett zu holen. Als er schließlich daheim ankam ging er wie üblich nach Prüfungen – nein, nicht feiern, sondern: schlafen. Maria schriftelte tagsüber an ihrem letzten Exkursionsbericht, der bis Montag fertig sein sollte und den sie eigentlich gar nicht mehr machen wollte, aber nachdem die Professorin ihr die Bestätigung mit detaillierter Auflistung der einzelnen Exkursionen und (fiktiven) Benotungen zugesichert hatte, wäre es blöd, nicht auch noch den letzten Bericht zu schreiben. Am Abend besuchte uns noch Jeanne. Wir unterhielten uns lange mit Janshen und danach mit Maria’s Bruder Walter und erfuhren einige interessante Dinge aus der Heimat, die uns ja schon bald wiedersieht (Unglaublich, wie schnell die Zeit vergeht – wollten wir nur einmal gesagt haben).

Tiempo miserable (miserables Wetter)
Sonntags wollten wir ursprünglich, nachdem es Jelcas letztes Wochenende war, mit Emilio zu einer Höhle am Strand, die nur bei Ebbe zugänglich ist. Das Wetter war aber auch am Sonntag noch derartig mies, dass Emilio das Vorhaben abgeblasen hat, weil es zu gefährlich gewesen wäre. Alternativ dazu wollten wir uns abends in einem Café treffen. Tagsüber schrieb Maria wieder am Bericht, bis ihre Augen zu schielen begannen, der Bericht aber immer noch nicht fertig war. Abgesehen davon galt es auch noch die Hausaufgaben von May zu erledigen, da wir am Montag um 12.00 Uhr schon wieder Unterricht hatten. Maria beschloss, den Bericht erst Dienstag abzugeben, und doch mit ins Café zu gehen, um den Augen eine Pause zu gönnen. So klang der Sonntag recht gemütlich aus.

Clases de Español (Spanisch-Unterricht)

Am Montag Vormittag machten wir unsere Spanisch-Hausübungen (es war wirklich viel) und gingen dann zum Unterricht. Da saß eine Neue, wobei als erste Reaktion „weg da, hier gehören Jeanne und Doro her“ vom unseren Reptiliengehirnen gesendet wurde. Im Laufe der Stunde erfuhren wir, dass sie Informationswissenschaften studiert und aus der Nähe von Köln kommt. Anfangs diskutierten wir die Unterschiede und Gemeinsamkeiten der spanischen, deutschen und österreichischen Mentalitäten. Danach haben wir uns mit Grammatik und Vokabeln beschäftigt und wieder einen Haufen Aufgabe abgesahnt. Am Abend ging Hans zum Hapkido und danach noch mit Maria mit Jeanne laufen, weil ihm eine harte Hapkido-Stunde zuwenig war.

Resuelto mucho (Viel erledigt)

Am Dienstag ging Maria in der Früh auf die Uni, um zu sehen, ob vielleicht doch noch eine Vorlesung ist (War natürlich keine). Während sie sich auf eine Bank ihrer Spanisch-HÜ widmete kam ein Mitstudent an, von dem sie die Mitschriften von „Geomorfología Volcánica“ abjammerte. Sie war zwar praktisch immer dort, aber eine echt spanische Mitschrift ist halt doch etwas anderes. Danach wollte sie ihren Bericht abgeben, die Professorin war jedoch nicht da. Dafür war aber die andere Professorin da, die sie gleich fragte, ob sie von ihr eine Bestätigung haben könnte. Zuerst meinte sie „Nein“ (geschockter Blick), um weiter zu sagen, dass Maria die Bestätigung selbst schreiben solle und sie unterschreibt es dann. Sie meinte auch noch zu Maria, dass es schade sei, dass sie keine Prüfung macht, weil sie bestimmt eine gute Note bekommen würde. Als Maria ihr Büro verließ, kam gerade die andere Professorin an und sie konnte auch noch ihren Bericht abgeben. So war innerhalb von einer halben Stunde das erledigt, wofür man (vor allem auf Teneriffa) normal eine Woche braucht. Perfekt. Um das zu genießen, ging Maria in die Cafeteria und feierte ihren Erfolg mit einem Frühstück. Wenig später kam Jeanne dazu, die am Campus war um Bücher zurückzugeben. Hans war währenddessen zur letzten Vorlesung auf die Uni gefahren. Wir trafen uns dann schließlich alle beim Alcampo. Jeanne musste etwas früher heim (um „Friends“ zu schauen!). Hans und Maria labten sich an einem halben Meter Wurst, was hier in einigen Lokalen angeboten wird: Auf einem langen Brett wird eine ca. 50cm lange Wurst serviert. Darüber sind Pommes, Käse, Schinken verteilt garniert mit Salat und Saucen. Sehr lecker. Am Abend wollten wir uns bei Jeanne treffen, um gemeinsam den neuesten Bond-Film anzuschauen. Nachmittags meldete sich dann Jelca, dass sie uns zum Abschied in der Teebar „La Folie“ treffen wolle. So sind wir vor dem Film noch ins La Folie. Der neue Bond hat uns nicht vom Hocker gerissen, im Gegenteil. Wir meinen, es ist mittlerweile irgendein Action-Film und nicht einmal ein guter. (Kommentar von Hans: Der beste James Bond war Roger Moore und der letzte war Sean Connery)

Dienstag, Jänner 23, 2007

Die Prüfungszeit beginnt


Un día fuerte (Ein anstrengender Tag)
Am Donnerstag hatte Hans Vormittags wie üblich Gyn-Praktikum, jedoch nach den Vorlesungen noch „Guardia“, so dass er erst sehr spät von der Uni heim kam. Maria erledigte an diesem Tag diverse Dinge (Wäsche, Uni-Bericht, emails, Tagebucheintrag,...) , die halt so anfallen. Am Abend holte sie dann Reli-Mama und Grete von der Busstation ab, um mit ihnen La Laguna zu erkunden. Zuerst spazierten wir zum Antiguo Convento Santo Domingo, wo eine Ausstellung von Oscar Dominguez stattfand. Allein das Gebäude ist schon sehenswert (sehr schöner Innenhof, neu renoviert) aber auch die Ausstellung war nicht schlecht. Hier gesellte sich auch Hans, direkt von der Uni kommend, zu den anderen. Gemeinsam gings dann weiter zum Instituto Cabrero Pinto, wo gerade eine Ausstellung über die Banane von 30 verschiedenen Künstlern läuft. Wir hatten zwar nur eine viertel Stunde Zeit, aber einige Bilder und Ausstellungsstücke waren echt sehenswert. Danach sind wir noch durch die Stadt geschlendert, an der Kathedrale vorbei, durch die Fußgängerzonen und haben etwas das Flair La Lagunas auf uns wirken lassen. Nach einem Kaffee und einem abschließenden „Tratsch“ brachten wir die beiden zum Busbahnhof, wobei der Bus gerade ankam und so den Abschied etwas leichter machte. Nach diesem anstrengenden Tag fiel vor allem Hans ziemlich k.o. ins Bett.

Por fin volver a Hapkido (Endlich wieder Hapkido)
Am Freitag Vormittag begab sich Hans das letzte Mal für diese Woche zum Gyn-Praktikum und am Nachmittag zu den Vorlesungen. Nachmittags trafen sich Maria, Jeanne und Hans beim Alcampo um gemeinsam für Emilio ein Geburtstagsgeschenk zu suchen. Hans wäre auf dem Heimweg fast eingeschlafen. Trotzdem ging er im Anschluss noch zum Hapkido, nachdem uns der Trainer Miguel ein derartig rührendes email geschrieben hatte. Maria und Jeanne beschlossen ein paar Runden an der frischen Luft zu laufen und nicht mit Hans kämpfen zu gehen. Hans kam danach glücklich grinsend, entspannt und fertig vom Sport und wieder einmal fielen wir müde in unser Bett.

Cumpleaños de Emilio (Emilios Geburtstag)
Am Samstag Vormittag konnte Hans endlich einmal ausschlafen, wobei er trotzdem bereits vormittags wieder lernte. Wenn man jeden Tag um 6.00 Uhr aufsteht, kann man dann halt kaum auf Anhieb bis 10.00 oder so schlafen. Maria machte sich am Vormittag an die Vorbereitung eines Erdäpfel-Salates (=Kartoffel-Salat), als Mitbringsel für die Chuletada (Kurzübersetzung: Grillparty im Wald an dafür vorgesehenen Plätzen). Dann ging sie mit Jeanne in die Stadt um dort noch das letzte Teil des Geschenks für Emilio zu besorgen. Im Endeffekt bekam er von uns ein „Asien-Paket“ (Kalender mit asiatisch anmutenden Bildern, ein Set bestehend aus Schüsselchen, Stäbchen, Stäbchenhalter und Bambus-Platzsets, 2 asiatische Nudel-Fertiggerichte). Nach den letzten Erdäpfel-Salat-Abschmeck-Tätigkeiten gingen wir gemeinsam zur Busstation wo wir auch Emma, Jelca und Mareike trafen. Nach einer ewigen Busfahrt nach Icod wurden wir dort von Gema (sprich: Chema; Emilios Freundin) und Oliver, einem Freund von Emilio mit Autos nach San José de los Llanos verfrachtet, wo die Chuletada stattfand. Der Platz ist sehr schön, schon recht hoch gelegen, so dass es im Schatten durchaus frisch wurde. Der Erdäpfel-Salat kam, mit echtem steirischen Kernöl verfeinert, vor allem bei Jeanne gut an. Wir futterten den ganzen Nachmittag, tratschten, gingen etwas spazieren. Alles in allem war es recht gemütlich. Abends wurden wir wieder mit den Autos zur Busstation in Icod gebracht, wobei die Bremsen wohl etwas von der starken Beladung überlastet waren und erst fürchterlich zu stinken und dann auch noch zu rauchen begannen. Trotzdem sind wir schließlich wieder gut in La Laguna gelandet.


Día de descanso (Tag der Erholung)

Am Sonntag war traumhaftes Wetter, das wir bei einem ausgedehnten Spaziergang genossen. Sonst machten wir nichts besonderes: Lesen, Wäsche, Lernen, Faulenzen,... Mittags gingen wir in die Kirche, wo gerade eine Messe für Erstkommunikanten war. Das war schön, wieder einmal zu sehen, dass in einer Kirche auch Leben sein kann. Am Abend trafen wir uns mit Jeanne um gemeinsam Laufen zu gehen. Dabei haben wir am anderen Ende der Stadt einen völlig neuen Winkel entdeckt, den alle anderen schon lange kannten, nur wir nicht. Es ist eine Palmenallee, offenbar in einem recht wohlhabenden Viertel, da sich drumherum ziemlich große Villen befinden. In der Nähe gibt es noch eine andere Allee und einen Park, und wenn die Leute von „der Laufstrecken-Allee“ erzählten, dachten wir immer, es sei diese. Man lernt nie aus. Danach mussten wir die verbrannten Kalorien wieder auffüllen und genossen wir die Köstlichkeiten, die uns von daheim mitgegeben worden waren („Gsölchts“ (Geselchtes; geselcht=geräuchert), Wurst, Kren (=Meerrettich) Brot).

Donnerstag, Jänner 18, 2007

Mutter und Tante von Hans sind angekommen

Café 7 (Café 7)

Am Mittwoch verbrachte Hans den Vormittag wieder beim Gyn-Praktikum im OP. Am Abend hatte er noch zusätzlich „Guardia“, sodass er ziemlich spät von der Uni heimkam. Maria ging Nachmittags wieder zur Vorlesung, danach zum Alcampo, wo sie aber nicht bei den Rebajas zugeschlagen hat. Rebajas (entspricht bei uns dem Winterschlussverkauf) wird hier wie ein Volkssport betrieben und man muss mindestens ein „Trum“ (Stück) ergattern. Dafür hat sie einen Kleber für ihre löchrigen Schuhe und das kaputte Uhrband,... gefunden. Drei paar Schuhe sind nämlich bereits dem Straßenpflaster und der übermäßigen Beanspruchung hier zum Opfer gefallen. Jetzt sind sie notdürftig geflickt und überleben vielleicht bis Ende Februar. Abends hatten wir beschlossen ins Cafe 7 zu gehen, um die ganzen Leute wiederzutreffen, die über Weihnachten daheim gewesen waren. Wir trafen auch tatsächlich einige, obwohl es erst schien, als seien wir die einzigen. Wir gingen, nachdem Hans am nächsten Tag wieder um 06.00 Uhr aus den Federn musste, relativ früh heim.

Los Suecos volvieron (Die Schweden sind zurückgekommen)

Vormittags war Hans wieder beim Praktikum. Abends hatte er das verschobene Praktikum von Reanimacion Cardiopulmonar, so wurde es wieder 19.30, bis er heimkam. Maria ging mit Jeanne zum Sprachzentrum um dort ihr Geld endgültig zurückzufordern, was auch kein Problem war, nachdem ein netter, sehr geduldiger Mann am Schalter war. Danach begleitete Maria Jeanne zu ihrer Vorlesung, die jedoch aufgrund von „Erkrankung“ oder Erkrankung ohne Anführungszeichen des Vortragenden ausgefallen war. Nachdem es noch recht früh war, beschlossen wir nochmals zum Alcampo zu gehen, wobei wir wieder fast ausschließlich Lebensmittel erjagt haben. Das positive am Alcampo-Besuch war aber, dass wir dort Emma getroffen haben und uns mit ihr am Abend verabredet haben. Jeanne und Maria fabrizierten dann eine Spinat-Käse-Lasagne, tratschten noch ein wenig, bevor sie sich brav ans Arbeiten für die Uni machten. Abends kam dann Emma mit der Kiwi-Pflanze, die wir ihnen geborgt hatten (siehe Blog-Eintrag „En Busca de Sol (Auf der Suche nach Sonne)“). Etwas später gesellten sich auch David und Jeanne dazu und wir tratschten recht angenehm über Weihnachten in Schweden, Deutschland, Österreich, auf den Kanaren,... und Gott und die Welt.

Llegada de las chichas Zenz (Ankunft der Zenz-Mendscha, für unsere internationale Leserschaft: Ankunft der Zenz-Mädchen, d.h. Mutter und Tante von Hans)

Freitags Vormittags begab sich Hans wie üblich auf die Uni, diesmal um im OP Schwerarbeit zu leisten, so dass ihm Nachmittags vor Anstrengung die Hände zitterten. Einer ziemlich dicken Frau sollte Uterus, Eierstöcke und Lymphknoten entfernt werden. Da die Frau jedoch so dick war, dass die Lymphknoten auf der einen Seite praktisch nicht zugänglich waren und es zu gefährlich gewesen wäre, dass dabei große Blutgefäße und Nerven beschädigt werden, mussten diese Lymphknoten dringelassen werden. Und am Ende wäre der Bauch fast nicht wieder zugegangen. Echt schlimm. Am Vormittag beschäftigte sich Maria vor allem mit Hausarbeiten und Vorbereitungen für die nahende Ankunft von Reli-Mama und Tante Grete. Nachdem Hans erst um 12.30 aus dem OP kam, und der Bus unendlich langsam fuhr (so scheint es einem zumindest, wenn man es eilig hat) erreichte Maria nur mit knapper Not den Bus zum Flughafen. Dort nahmen wir die beiden in Empfang, Grete mietete ein Auto und nachdem wir genug Zeit hatten fuhren wir über die Cañadas nach Santa Ursula zum Hotel. Wir legten dabei Stops bei der Riesenkiefer bei Vilaflor, in den Canadas mit Blick auf einen leicht verschneiten Teide und bei der Steinrosette hinab ins Orotavatal ein. Dann packten die beiden im Eilzugstempo ihre Sachen im Hotel aus, übergaben uns viele gute Sachen von daheim und wir machten uns gemeinsam auf den Weg nach La Laguna. Dort gingen wir nach einer kurzen Wohnungsbesichtigung in unsere Stamm-Tasca, wo wir wieder ausgezeichnete Tapas bekamen. Danach brachten wir Reli-Mama und Tante Grete zu ihrem Hotel und fuhren mit dem Auto zurück nach La Laguna.

Una vuelta grande (Eine große Runde)

Am Samstag machten wir uns mit Jeanne auf den Weg nach Santa Úrsula um Grete und Reli-Mama abzuholen. Am Vortag hatte Jeanne gemeinsam mit David, Emma und Jelca in ihrer Wohnung einen Film angeschaut. Ihre Mitbewohnerin wollte zur gleichen Zeit jedoch Musik hören, was ja weiter nicht schlimm wäre, wenn die Musik jedoch den Film übertönt, ist das weniger witzig. Auch nachdem Jeanne sie darauf ansprach, war sie nicht sofort bereit leiser zu drehen, sondern meinte erst, man könne doch den Film lauter drehen. Naja, jedenfalls war die Mitbewohnerin dann wohl in der Nacht weggegangen und mit einem Mann heimgekommen. Jeanne beschloss kurzfristig ihre Hose zu wechseln. Alles für sich wieder nicht schlimm, aber wenn in der anderen Hose Schlüssel und Geld, im Zimmer der Mitbewohnerin ein Mann und die Stimmung nicht gerade am Hochpunkt ist, läutet man nicht so gerne wieder an, um zu seinen Sachen zu kommen. Jeanne zog es also vor, ihr im Laufe des Tages eine SMS zu schreiben und es war dann tatsächlich abends kein großes Problem, nachdem ihre Mitbewohnerin gerade daheim war um sie in die Wohnung zu lassen. Jedenfalls fuhren wir dann alle gemeinsam zum Playa Bollullu. Es war wieder traumhaft, kaum Leute, weil das Wetter nicht so toll war. Es hatte in der Nacht stark zu stürmen begonnen, gleichzeitig war es sehr warm und es vielen immer wieder einige Tropfen aus den gewittrig ausschauenden Wolken. Komisches Wetter jedenfalls. Am Strand riefen dann Marias Eltern an, und unterrichteten sie, dass in ihrem Haus eingebrochen worden war. Hijos de puta madre, coño, joder,....  biiiiiiiiiieeeeeep ZENSUR. Gottseidank ist den Eltern nix passiert, es ist halt ein ausgesprochen unangenehmes Gefühl, wenn jemand in deine Privatsphäre eindringt und einem das Gefühl der Sicherheit raubt. Wir fuhren dann weiter nach Las Aguas und spazierten wieder einmal nach El Rosario, diesmal bei drückender Schwüle und gleichzeitiger Trockenheit ?!?. Fragt nicht, wie das geht, aber es hat sich so angefühlt. Wir aßen wieder einige Tapas am Strandrestaurant und fuhren dann über Santiago del Teide Richtung Süden. Wir machten einen Fotostopp beim Mirador über Santiago und blickten Richtung Masca, sogar Gomera war trotz stark diesigem Wetters zu erkennen. Nach einem kleinen Spaziergang in Los Gigantes ging es weiter nach Playa de San Juan. Nachdem es bereits dunkel wurde, beschlossen wir zurückzufahren um in Garachico das Gasthaus aufzusuchen, das wir in so guter Erinnerung hatten. Wir wurden auch diesmal nicht enttäuscht und der Wirt lachte und schüttelte den Kopf als er beim abservieren sah, dass wir seine Mojo bis auf den letzten Tropfen weggeputzt hatten. Vollgefressen brachten wir die „Zenz-Mendscha“ zum Hotel und fuhren zurück nach La Laguna.

Playa y las Montañas de Anaga (Strand und die Berge von Anaga)

Am Sonntag holten Reli-Mama und Grete wieder vom Hotel ab und fuhren zum Playa de Las Teresitas. Das Wetter war warm, der Sturm hatte die Wolken weggeblasen und es waren (noch) nicht viele Leute am Strand. Mama, Hans und schließlich auch Grete warfen sich in die Fluten und wir alle genossen die Wärme und die Sonne. Nach rund 2 Stunden brachen wir auf um nach Igueste zu fahren, wo wir auch zu Mittag aßen. Meerblick, Papas arrugadas mit Mojo, Gofio und Calamares – Herz bzw. Magen, was willst du mehr? Nach dem Essen fuhren wir mit Stops bei El Bailadero und Pico del Inglés zurück nach La Laguna. Wir wollten noch am Flughafen vorbeifahren um Grete als zweiten Fahrer eintragen zu lassen, da Hans ja am Montag wieder Praktikum hatte und das Auto aber erst am Montag um 14.00 Uhr zurückgegeben werden musste. Danach gingen wir in die Abendmesse in der Kirche Santa Domingo. Die Messe war zwar recht „schmucklos“, sprich ohne Musik, aber der Pfarrer hielt eine sehr gute Predigt, die auch Maria und Hans verstanden haben, und die keine hoch philosophische Weltanschauungen vermittelte. Den Tag beschlossen wir in der Zumeria, wo auch noch Jeanne und Sophie zu uns stießen. Reli-Mama und Grete feierten den Sonntag danach noch an ihrer Hotelbar mit Sangría.

Día del examen (Prüfungstag)

Am Montag fuhren Grete und Reli-Mama, während Maria einige dringende Dinge daheim erledigte und Hans beim Praktikum war, nach La Orotava. Dort schauten sie sich die Casa de los Balcones und ein wenig die Stadt an. Die botanischen Gärten waren leider gesperrt, weil die Sturmschäden wieder in Ordnung gebracht werden mussten. Hans war beim Gyn-Praktikum bei der letzten Kontrolle vor der Geburt eingeteilt, was ganz in der Nähe vom Kreissaal von statten geht und weshalb er auch immer wieder in den Kreissaal zu Geburten und Kaiserschnitten dazukommt. Maria hatte sich um 14.00 Uhr mit Grete und Reli-Mama am Flughafen verabredet, wo sie gemeinsam einen Kaffee „schlürften“. Danach ging‘s mit dem Bus nach Santa Cruz, zuerst einmal um den wunderschönen Park anzuschauen, da ohnehin gerade Siesta-Zeit war und die Geschäfte erst um 17.00 Uhr wieder öffneten. Um 17.00 Uhr hatte auch Hans seine erste Prüfung (Sexualidad Humana - Sexualmedizin) hier. Er war als einziger zum mündlichen Termin angetreten, der schriftliche ist einen Tag später. Der Professor hatte sich offenbar über ihn erkundigt, denn er wußte, dass er aus Österreich kommt und hat ihm erzählt, dass er selbst schon einmal bei einem Kongress in Wien gewesen ist. Nach diesem oberflächlichen Smalltalk ging’s an die Fragen. Und nachdem Hans die letzten paar Tage keineswegs zuviel geschlafen hatte und er ja normal ein Morgenmensch ist, wollte die spanische Sprache zu dieser Uhrzeit einfach nicht mehr so fließend aus ihm herauskommen, wie sie das sonst zu tun pflegt. Trotz „Stotterei“ ist alles gut gelaufen, und nach rund 20 Minuten wurde ihm mitgeteilt, dass er, je nachdem wie die anderen vorbereitet sind, ein sehr gut oder ein gut bekommen wird. Nachdem er das überstanden hatte, gesellte er sich zu den anderen in die Innenstadt von Santa Cruz, wo wir nach etwas Einkaufs-Bummel und dem Abendessen mit dem Bus jeweils nach Santa Ursula bzw. La Laguna heimfuhren.

Puta juego pedagógico (pädagogisches biiiiiiiiiieeeeeep ZENSUR-Spiel)

Am Dienstag hatten Grete und Reli-Mama beschlossen, den Tag im Hotel zu verbringen, um dort auch einmal alle Annehmlichkeiten auszunutzen. Hans war wie üblich beim Praktikum, Maria hatte ebenfalls vormittags Uni. Nachmittags erhielten wir einen Hilfeschrei von Jeanne, die ein pädagogisches Spiel für eine Lehrveranstaltung vorzubereiten hatte und dazu noch unseren ausgesprochen wertvollen Rat benötigte :-). Nachdem Hans also gegen 16.00 Uhr von der Uni heimgekommen war, kam sie kurz vorbei, um uns zu erklären, wie sie das Spiel aufziehen möchte und ob das so verständlich sei. An dieser Stelle sei gesagt, dass Jeanne sehr viel fachliches Wissen hat und gut spanisch kann, nur muss ihr das hie und da auch jemand sagen, sonst neigt sie dazu, das zu vergessen. Danach machten wir uns noch auf den Weg nach Santa Úrsula, wo wir gemeinsam mit Grete und Reli-Mama ganz vorzüglich speisten.

Inscripción para las prácticas en Austria (Praktikumsanmeldung in Österreich)

Mittwoch Vormittag verbrachte Maria damit, zu versuchen für Hans die Praktikums-Anmeldung in Österreich für das kommende Semester zu machen, was leider nicht wirklich funktionierte. Jeanne teilte ihr per SMS mit, das die Professorin, für die sie das „puta juego pedagógico“ vorbereiten musste, krank sei, dass also zumindest ein Teil der Aufregung umsonst gewesen war. Mittags latschte Maria wie immer auf die Uni, um wieder einmal niemanden anzutreffen. Nach einiger Zeit kamen jedoch sowohl Studenten als auch Professorin und die Vorlesung war wie meistens ausgesprochen interessant. Am Nachmittag machten sich Hans und Maria, nachdem Hans wieder gegen 16.00 Uhr von der Uni kam, auf nach Puerto de la Cruz, weil wir uns mit Grete und Reli-Mama treffen wollten, die den Tag im Loro-Parque verbracht hatten. Wir schlenderten gemeinsam durch Puerto, Maria erstand ihre Swatch-Uhr, die sie sich zu Weihnachten gewünscht und von Reli-Mama bekommen hatte, aßen gemeinsam zu Abend und machten uns mit der Guagua wieder auf den Heimweg.

Mittwoch, Jänner 10, 2007

Bilder!!!


Zu Beginn ein recht spektakulär aussehendes Foto vom "Teide-Ausbruch"


Ein Eindruck davon, wie grün es auf La Palma zum Teil ist (Los Tilos)


Eine Ziegenherde mit Hirte - idyllisch, nicht?

Am Nordende der Insel, so könnte Los Gigantes früher einmal ausgeschaut haben


Das Observatorium mit Spiegeln und Teleskopen am Roque de los Muchachos

Zwei Eindrücke von der Caldera de Taburiente

Der Vollmond inspirierte zu künstlerischen Fotos


Teneriffa, einmal von einer anderen Insel aus gesehen


Der Vulkan Teneguía, 1971 entstanden


Ja, wir waren wirklich dort, das ist das Beweisfoto!

Zurück zur Uni

El Último Día de Vacaciones (Der letzte Ferientag)
Unser letzter Ferientag, der Sonntag, verlief anfangs ähnlich ereignisreich wie der Samstag (Lernen, Computern, ...). Aber abends passierte dann das, worauf wir schon den ganzen Tag (eigentlich während der ganzen Ferien) gewartet hatten: Jeanne kam von ihrem Deutschland-Urlaub zurück :-). Wir hatten uns natürlich eine Menge zu erzählen und verbrachten den Abend quatschend und uns freuend in unserer Wohnung.

Trabajo, Reyes, Película (Arbeit, Könige [die hl. Drei nämlich], Film)

Am Montag begann wieder endgültig der Ernst des Lebens: Hans setzte sein Gyn-Praktikum fort und hatte auch gleich Spätdienst im Kreissaal. Am Vormittag war er im OP eingeteilt. Leider durfte er bis jetzt im OP und im Kreissaal nur zuschauen und nichts selbst machen, aber das ändert sich vielleicht noch. Eine der Hauptaufgaben von Famulanten und Praktikanten in Österreich, Blutabnehmen und venöse Zugänge legen, machen hier die Schwestern, und so steht man sehr oft nur blöd herum und wartet, dass die Zeit vergeht. Aber immerhin konnte Hans bei einigen interessanten OP‘s und Untersuchungen und einer erfolgreichen Geburt zuschauen. Maria widmete sich wieder einmal dem Computer, ging einkaufen und machte einen Apfelstrudel (mit selbergemachtem Teig! Mmmmmmh!), weil wir abends Jeanne und Bea erwarteten. Bea, die aus La Palma kommt, bekam von uns noch ihr Reyes-Geschenk (Kürbiskernöl, Knabberkerne, Mozartkugeln) und brachte Hans eine Beispiel-Prüfung des Seminars Sexualidad Humana und ebenfalls ein Geschenk (Eine Schoko-Bonboniere) mit. Wir wollten uns eigentlich mit ihr schon in La Palma treffen, sie fuhr allerdings an dem Tag wieder nach Teneriffa zurück, an dem wir ankamen, und so wäre es zu stressig geworden. Sie blieb auf ein Tratscherl und einen Apfelstrudel, der ihr sehr geschmeckt hat, und dann sahen wir mit Jeanne unseren Weihnachtsgeschenk-Film „Harold and Maude“. Der Film handelt, kurz zusammengefasst, von einem Jugendlichen, der gegen die sozialen Zwänge rebelliert, die ihm seine sehr auf Etikette, Manieren und Standestum bedachte Mutter auferlegen will. Er spielt wieder und wieder auf verschiedenste Arten seinen Selbstmord vor und geht, um sich zu amüsieren, auf Begräbnisse. Dort trifft er die fast 80jährige Maude, die ebenfalls gerne an fremden Beerdigungen teilnimmt. Die skurrile alte Dame wehrt sich auch gegen gesellschaftliche Zwänge aller Art und schafft es, in verschiedenen verrückten Unternehmungen Harold seine Lebensfreude wiederzugeben. Im Laufe der Zeit verlieben sie sich schließlich ineinander. Wie`s ausgeht, wird natürlich nicht verraten, falls irgendjemand den Film noch gerne selbst anschauen möchte. Er ist sehr empfehlenswert!
Nachher quälten wir Jeanne noch mit unseren La Palma-Fotos, was sie sich aber recht gut gefallen ließ. Das lag wohl ebenfalls am Apfelstrudel oder an der Avocado-Tomaten-Käse-Platte, die es vorher gab. Die Avocados dafür stammen übrigens von einem Raubzug, dem auf dem Weg zum Playa Bollullu beim abholen unseres Mietautos auch einige Bananen zum Opfer gefallen waren. Damals waren die Bananen noch ziemlich grün und die Avocados steinhart, aber alles ist wunderbar nachgereift.

Relajación con los Ojos Cerrados – ¡Nada de Sueño! (Entspannung mit geschlossenen Augen – keine Rede von Schlaf!)

Der zweite Arbeitstag im Jänner, der Dienstag, brachte für Hans wieder einen Tag Gyn-Praktikum im OP und auch Maria hatte Vorlesung. Am Nachmittag arbeitete Maria wieder am Computer und Hans meditierte mit geschlossenen Augen über die Ereignisse des Vormittags...

Dienstag, Jänner 09, 2007

Inselhüpfen

En Barco a la Isla de La Palma (Mit dem Schiff auf die Insel La Palma)

Der Dienstag begann für uns mit den Vorbereitungen für unsere Kurzreise nach La Palma. Ja, ja, wir waren ein wenig spät dran, aber es ist sich alles super ausgegangen. Einzig für das Mietauto hatten wir wegen der Feiertage noch keine Bestätigung erhalten, aber dazu später mehr.
Am Nachmittag fuhren wir mit dem Bus nach Los Cristianos, weil unsere Fähre von dort startete. Wir hatten uns für die langsamere, aber billigere Linie entschieden, erstens, na klar, weil sie billiger ist, und zweitens, weil man auch nicht jeden Tag auf einem Schiff auf dem Atlantik verbringt und wir diese Erfahrung auskosten wollten.
Nachdem wir unser Online-Ticket nach Santa Cruz de La Palma am Schalter am Hafen eingelöst hatten, blieb uns noch einige Zeit, um ein wenig durch Los Cristianos zu spazieren und ein Eis zu essen.
Unser Schiff fuhr überpünktlich (5 min. zu früh!) ab und wir machten eine erste Erkundungstour über die geräumige Fähre, als wir über die Lautsprecher eine Ansage hörten: „... Bienvenidos a nuestro barco, ... , que reune los puertos de Los Cristianos de Tenerife y San Sebastian de La Gomera....“ (Willkommen auf unserem Schiff, das den Hafen von Los Cristianos auf Teneriffa mit dem Hafen von San Sebastian auf La Gomera verbindet.) La Gomera, nicht La Palma!!! Auf einen Schlag war es mit unserer Entspannung vorbei und wir versuchten herauszufinden, was passiert war. Wir hatten am Hafen kein anderes Schiff der selben Linie gesehen, unsere Tickets waren ordnungsgemäß beim Einsteigen überprüft worden, und auch sonst sahen wir keinen Grund, wieso wir uns getäuscht haben sollten. Die Lösung verbarg sich schließlich in einem Schiffsfahrplan, den wir glücklicherweise am Hafen mitgenommen hatten: Sowohl nach La Gomera als auch nach La Palma fuhr die Fähre um 18.30 Uhr in Los Cristianos ab, nur kam sie in La Gomera früher an. Daraus folgerten wir messerscharf, dass die Fähre über La Gomera nach La Palma fährt. Dennoch waren wir erst wieder beruhigt, als wir das Personal gefragt und die gewünschte Antwort gehört hatten. Nirgends stand etwas von einem Zwischenstopp in La Gomera!!!
Diese Begebenheit und die unruhige See hatten uns ein wenig seekrank gemacht und wir entspannten uns erst, als wir einige Zeit auf einem der bequemen Sofas am Bug des Schiffes Platz genommen hatten. So hatten wir schließlich doch noch etwas von unserer Schiffsreise.
In La Palma angekommen, machten wir uns auf den Weg zum Hotel Marítimo, das direkt an der Küstenstraße in der Hauptstadt von La Palma, Santa Cruz, gelegen war. Wir wurden freundlich begrüßt und waren überhaupt sehr positiv von unserer Unterkunft überrascht. Das Zimmer war groß, sauber und ruhig, und die Lage des Hotels ideal für Spaziergänge durch die Innenstadt von Santa Cruz.

La Isla Bonita (Die schöne Insel – der Beiname, den die Kanaren La Palma gegeben haben)

Am Mittwoch ging Hans noch vor dem Frühstück zur Hotelrezeption, um zu klären, wieso wir keine Antwort bezüglich unseres Mietautos erhalten hatten, das wir über das selbe Reisebüro wie das Hotel gebucht hatten. Die Rezeptionistin telefonierte anfangs selbst mit der Mietautofirma, gab das Telefon dann aber an Hans weiter, der sehr überrascht und begeistert war, wie schnell und unbürokratisch die Sache schließlich gelöst wurde. Offenbar hatte es sich um irgendeine Verwechslung gehandelt, aufgrund derer das Reisebüro Oasis La Palma (ein bißchen Werbung darf ruhig sein, oder?!) unsere Reservierung nicht an die hauseigene Mietautofirma weitergeleitet hatte. Die Dame von Oasis-Rent-a-Car bot Hans an, in einer halben Stunde (!!) mit dem Auto beim Hotel zu sein. Hans machte einen Termin etwas später aus, damit wir vorher noch gemütlich am reichhaltigen Hotelbuffet frühstücken und einen kleinen Spaziergang durch die Innenstadt unternehmen konnten.
Santa Cruz ist eine recht kleine, gemütliche Stadt mit viel ursprünglichem kanarischen Flair, den typischen detailreich verzierten Holzbalkonen und vielen kleinen Geschäften in freundlichen, bunten Häusern. Wir genossen das schöne Wetter, das uns während unseres gesamten Aufenthaltes auf der Insel begleiten sollte, und waren froh über unsere gute Hotelwahl und das gelöste Mietwagen-Problem. Das Auto, ein nicht mehr ganz neuer, aber einwandfrei funktionierender Citroën Saxo, wurde uns wenig später von derselben freundlichen Dame übergeben, mit der Hans vorher telefoniert hatte.
So konnten wir unsere zugegebenermaßen sehr kompakte Inselbesichtigung beginnen. Wir fuhren im Osten der Insel Richtung Norden, wo wir unseren ersten Stopp in La Fajana bei natürlichen Meerwasser-Schwimmbecken einlegten. Weiter ging die Fahrt in ein wunderschönes Naturschutzgebiet etwas weiter im Inselinneren, wo wir einen kurzen Spaziergang durch den kühlen Wald unternahmen. Es ist unglaublich, wie grün und naturbelassen diese Insel ist! Weiter ging unsere Fahrt zum verschlafenen Städtchen Garafía im Nordwesten der Insel. Glücklicherweise hatten wir eine Kreuzung übersehen, sodass wir nicht über die Hauptstraße, sondern über eine kleinere Nebenstraße fuhren, die uns durch ein wildromantisches Waldgebiet und durch roh aus dem Stein gehauene Tunnels führte, durch deren Decken Wasser tropfte. In Garafía angekommen tranken wir zunächst in einem Café am sonnigen Hauptplatz einen Barraquito und dann zu Marias Entsetzen und Hans’ Autofahrerfreude über eine steile, holprige Schotterpiste Richtung Meer hinunterfuhren. Nachdem wir das Auto an einer Stelle geparkt hatten, wo man auch wieder umdrehen konnte, gingen wir zu Fuß noch ein Stück weiter hinunter. Es bot sich uns ein wunderbaren Blick über die Steilküste an der sich eindrucksvoll die Wellen brachen und einige kleine Buchten mit versteckten Strändchen. An dieser Stelle beschlossen wir, irgendwann wieder mit mehr Zeit hierher zurückzukehren.
Jetzt mussten wir uns aber wieder von diesem schönen Ort losreißen, da wir an diesem Tag noch einiges vorhatten. Wir hatten nämlich beschlossen, in Richtung Südosten über die Caldera de Taburiente, einen riesigen alten Vulkankrater zurück zu fahren. Die steile, kurvige, aber perfekt gepflegte Bergstraße führte uns schnell nach oben in ein Gebiet, das fast ausschließlich von riesigen, grotesk geformten Kiefern bewachsen war. Bald entdeckten wir, dass die eigenartige Form der Bäume, die aus der ferne an Riesen erinnerte, auf vorangegangene Brände zurückzuführen war. Jedenfalls gaben sie der Landschaft ein gespenstisches Aussehen und waren gute Wegbereiter für das, was uns hoch oben in den Bergen erwartete. Wir kannten schon die Cañadas del Teide, die weite, mehr oder weniger flache Landschaft, die in Teneriffa den vulkanischen Ursprung der Insel offenbart. La Palma’s vulkanische Wiege bietet aber einen völlig anderen Anblick, der nichts Flaches oder Ebenes an sich hat. Schroffe Felsen wechseln sich mit steilen Schotterfeldern ab, auf denen sich die Gebäude des Observatoriums befinden. Dieses profitiert hier von der sauberen, staubarmen Luft und dem geringen Lichteinfluss der Umgebung. Die Aussicht auf die Insel von dort oben ist einfach atemberaubend. Man steht auf einem Kraterrand, von dem aus es einige hundert Meter fast senkrecht in die Tiefe geht. Zusätzlich tauchte die einsetzende Dämmerung die Vulkanlandschaft in ein eigenartiges Licht. Auf unserer Weiterfahrt konnten wir dann den Vollmond beobachten, der nun über der Insel aufgegangen war. Wir beendeten unseren ersten Tag mit einem Spaziergang in Los Cancajos, dem einzigen vorwiegend touristisch geprägten Ort der Insel, ein paar Kilometer südlich von St. Cruz de la Palma.

Volveremos algún día. (Eines Tages werden wir wiederkommen.)

Am zweiten Tag unseres Inselhüpf-Ausflugs fuhren wir zuerst in den Westen und dann in den Süden der Insel. In der Stadt Los Llanos de Aridane fanden wir das erste Mal auf der Insel viele Menschen auf einem Haufen vor. Die Innenstadt war voll von Besuchern und es war schwierig, in der Nähe überhaupt einen Parkplatz zu finden. Nach einem ausgedehnten Rundgang durch die Innenstadt fuhren wir weiter durch die satt grüne Waldlandschaft dorthin, wo sich das Grün erst sehr langsam seinen Weg bahnt, in den jüngsten Teil der Insel, der sozusagen gerade erst entstanden ist. 1971 hat der Vulkan Teneguía den Süden der Insel in eine echte Mondlandschaft verwandelt. Wir besichtigten die Krater des letzten und vorletzten Vulkanausbruchs und fanden am Teneguía sogar einige Löcher (Maria verzeihe mir diese profane Ausdrucksweise!), deren Inneres noch warm ist und denen ein schwefeliger Geruch entströmt! Nach der Rückfahrt über den Südosten und einen kurzen Stopp in Mazo, einem weiteren verschlafenen Städtchen kamen wir wieder in der Hauptstadt an. Wir gingen in die Stadt um ein passendes Restaurant fürs Abendessen zu finden. Wir entschieden uns für eine kleine Tasca, in der wir wieder einmal ausgezeichnete, und außerdem recht preiswerte Tapas serviert bekamen. Danach hieß es Zeit totschlagen, weil wir um 4 Uhr morgens des Freitags schon wieder mit der Fähre nach Teneriffa zurückfuhren und wir beschlossen hatten, keine weitere Nacht das Hotel zu bezahlen. Also spazierten wir noch einmal ausgiebig durch die inzwischen stark bevölkerte Stadt und setzten uns auf einen Zumo und eine Nachspeise (Zwetschkenkuchen – mmmh!) in den Gastgarten eines anderen Restaurants. Danach schliefen wir einige Stunden im Auto, bevor wir zum Hafen zurückkehrten und um Viertel vor Vier das Schiff bestiegen.

La Vuelta (Die Rückkehr)

Die Fähre fuhr wieder einige Minuten vor Fahrplanzeit ab, machte sich erneut auf den Weg nach La Gomera, was uns jetzt aber nicht mehr besonders beunruhigen konnte. Wir schliefen sehr gut auf dem fast leeren Schiff in unseren bequemen Sofas und kamen schließlich bei Sonnenaufgang in Los Cristianos de Tenerife an. Nach der Rückfahrt mit dem Gratis-Shuttlebus nach Santa Cruz und der Guagua 015 nach La Laguna schliefen wir dann noch einmal ein, zwei (oder doch drei, vier?) Stündchen.
Dann fuhren wir zum Ikea, wo wir billigen Ersatz für ein Glas-Regalbrett fanden, das im Bad stümperhaft mit Plastikhalterung an den Spiegel geschraubt gewesen und heruntergebrochen war. Das Abendessen nahmen wir in La Laguna ein, wo sich am Vorabend der „Reyes Magos“ (der Hl. Drei Könige) eine Menschenmenge tummelte. Am Tag der Reyes, dem 6. Jänner bekommen traditionellerweise die kanarischen Kinder ihre Weihnachtsgeschenke und am Abend davor finden in allen Städten Umzüge mit den Königen statt, wo die Kinder noch einmal Gelegenheit haben, den drei Weisen aus dem Morgenland ihre Wünsche mitzuteilen und die Eltern, die letzten Geschenke einzukaufen. (Nicht wenige kamen uns mit Geschenkspapierrollen entgegen.)

Día de los Reyes Magos (Hl.-Drei-Königs-Tag)

Dieser Tag begann mit ausschlafen. Danach haben wir etwas gelernt, Christbaum „abgeputzt“, gelernt, aufgeräumt, gekocht, gegessen, gelernt, aufgeräumt,... Für Euch also ein ausgesprochen interessanter Tag!
Die Heiligen Drei Könige haben uns übrigens auch Geschenke (ein Wander- und ein Kochbuch) gebracht. Wir haben aber den berechtigten Verdacht, dass sie unsere Adresse von unserem Mitbewohner Dani haben.

Dienstag, Jänner 02, 2007

Jahreswechsel

No pasó mucho. (Es ist nicht viel passiert.)
Der Samstag gibt leider für den Blog nicht viel her: Hans hat gelernt, Maria für die Diss gearbeitet. Außerdem waren wir einkaufen. Punkt.

Nochevieja (Silvester, wörtlich: alte Nacht)

Am Sonntag haben wir tagsüber alles für unsere kleine Silvesterparty vorbereitet. Wir waren für Nudelsalat, Linsensalat, Dip-Saucen und Nachspeise verantwortlich. Nachdem wir von Danis Eltern einen Sack voll Guaven bekommen hatten, wollten wir diese natürlich verarbeiten und machten daraus eine selbsterfundene Creme für einen Blechkuchen.
Wir feierten dann übrigens doch nicht bei Johanna, sondern bei Miriam, deren Wohnung einen Balkon mit schönem Blick über Santa Cruz hat. Außer uns, Miriam, Johanna und Roman waren noch drei Freunde von Miriam dabei, die zum Silvesterfeiern und auf Urlaub hierher gekommen sind.

Zunächst wurde ordentlich gefuttert, dann zählte Miriam die Weintrauben für Mitternacht aus. Hier gibt es nämlich den Brauch, dass man um Mitternacht bei jedem Glockenschlag eine Weintraube in den Mund steckt. Wir haben uns diesem Brauch natürlich angeschlossen, obwohl wir nicht genau wissen, was uns jetzt tolles widerfahren wird (Glück, langes Leben, Reichtum etc.). Danach konnten wir das Silvesterfeuerwerk der Stadt Santa Cruz und die diversen Privatfeuerwerke vom Balkon aus bewundern.

¡Feliz Año Nuevo! (Ein frohes neues Jahr!)
Am Neujahrstag haben wir erst einmal laaaange geschlafen, und dann gerade noch den Schluss vom Neujahrskonzert der Wiener Philharmoniker im Fernsehen mitbekommen. Später gingen wir in die Stadt um ein Internetcafé zu finden, dass auch am Feiertag geöffnet hat. Wir fanden auch eines in der Innenstadt (für Insider: Das in einer Querstraße zur Avda. Trinidad gelegene) und suchten Informationen über die Insel La Palma, die wir von 2. bis 5. Jänner, für unsere Deutschen LeserInnen: Januar ;-), besuchen werden. Nach einem gemütlichen Kaffee in der fast ausgestorbenen City von La Laguna gingen wir nachhause und bildeten uns im Bereich Fremdsprachen fort. (Wir schauten spanisches Fernsehen.)