Über uns

Kirchdorf an der Krems, Oberösterreich, Austria
¡Hola chic@s! Wir haben am 13.06.2009 geheiratet! Unsere Hochzeitsseite findet ihr unter www.hochzeit.plienegger.net (Dies war ursprünglich das Tagebuch unseres Erasmus-Aufenthaltes. Jetzt sind wir wieder zuhause und posten immer wieder Neuigkeiten aus unserer Umgebung.)

Freitag, Dezember 21, 2007

Feliz Navidad!!!!

Frohe Weihnachten und einen guten Rutsch allen unseren fleißigen Blog-Lesern!!

In den letzten Tagen ging es heiß her bei uns in Graz: Maria war einerseits mit einiger lästiger Bürokratie wegen ihrer Diss und andererseits mit Weihnachtsvorbereitungen und -einkäufen beschäftigt, Hans mit der letzten Woche seiner Anästhesie-Famulatur und der musikalischen Gestaltung einiger Weihnachtsfeieren. Irgendwie war das alles heuer stressiger als sonst. Das liegt wohl an Maria's Berfugstätigkeit und Hans' vorweihnachtlicher Famulatur.
Naja, jetzt haben wir trotzdem (fast) alle Weihnachtsgeschenke, die Reise in den hohen Norden (haben wir schon erwähnt, dass wir über Silvester auf der Insel Föhr sein werden?) ist (fast) fertig vorbereitet, und die Wohnung ist (fast) aufgeräumt. Alles also in bester Ordnung (fast)!

Außerdem haben wir jetzt auch in Graz endlich ein bißchen Schnee. Bis Weihnachten soll er angeblich zwar wieder wegtauen, aber bei der momentanen Kälte sind wir zuversichtlich, dass wir doch auch am 24. noch Schnee sehen werden.


Die Aussicht von unserem Küchenfenster:

Dienstag, Dezember 04, 2007

1. Arbeitspaket fertiggestellt!

Maria hat's geschafft!! Das erste Diss-Arbeitspaket ist fertig und abgegeben, ihre Augen nähern sich langsam wieder ihrer ursprünglichen runden Form und verlieren die gespenstische Röte vom Computer-Marathon. Jetzt geht es zwar gleich weiter mit dem nächsten Schritt, aber es bleibt etwas Zeit zum Durchatmen. Im Büro gibt's nichts Aufregendes Neues, außer vielleicht, dass Maria ab Januar dort weiterarbeiten kann, 12 Stunden die Woche. Das ist auch für den Diss-Fortgang ideal!!
Hans hat inzwischen das Krankenhaus und das Fachgebiet gewechselt und famuliert nun auf der Anästhesie eines kleineren Grazer Krankenhauses. Dort gibt es vor allem viele praktische Handgriffe zu lernen. Er kann dabei den theoretischen Hintergrund aus dem Interne-Intensiv-Praktikum gut brauchen und ist begeistert, wie interessiert die Schwestern/Pfleger und AnästhesistInnen daran sind, ihm etwas beizubringen. Das ist KEINE Selbstverständlichkeit und Hans versucht jetzt natürlich, das Maximum aus diesen vier Wochen herauszuholen. Nebenbei lernt er, langsam aber doch, für die Innere-Medizin-Prüfung.
Die musikalischen Auftritte der letzten Zeit sind alle gut über die Bühne gegangen und jetzt kommen nur noch die üblichen Weihnachtsfeier-Untermalungen und kleinere Advent-Spielereien, alles eher entspannend und mit weniger Probenaufwand verbunden.

Und ganz nebenbei ist Hans wieder ein Jahr älter geworden. Ein paar Tage kann er sich noch über seine junge Freundin freuen, dann zieht sie unweigerlich nach, ohne jedoch jemals die 10 Tage Lebenserfahrung aufholen zu können, die Hans ihr voraus hat. (Wer hat wohl diesen Eintrag verfasst?!) ;-)

Freitag, November 16, 2007

Seguimos viviendo

Ja, ja! Es gibt uns noch!! Dieser Eintrag soll aber nur ein kurzes Lebenszeichen werden, ausführlichere Infos gibt's irgendwann später. Maria kämpft sich gerade durch die Endphase des ersten Arbeitspaketes für ihre Diss und hat schon ganz viereckige Augen, während Hans im üblichen voradventlichen Probenchaos versinkt (z.B.: Morgen 2 Proben, Sonntag 2 Konzerte). Wenn er nicht singt oder musiziert, absolviert er sein Interne-Praktikum auf der Intensivstation des LKH Graz. Dort gibt es zwar für Studenten nicht besonders viel praktische Arbeit, dafür aber umso mehr zu sehen und zu lernen.
Maria sitzt am Computer, wenn sie nicht gerade am Computer sitzt. Sonst sitzt sie am Computer.

Sonntag, Oktober 21, 2007

Die versprochenen Bilder und ein bißchen mehr

Herbststimmung gestern in der Oststeiermark (Morgen oder übermorgen erwarten wir den ersten Schnee!!)



Wir haben schon lange kein Essen mehr gebloggt. Unlängst gesehen im Hause Kaufmann-Plienegger: Shrimps-Cocktail an Kartoffelpuffer mit Rucola und gegrillten Cocktail-Tomaten.




AAAAAVEEEEEE MARIIIIIIAAAAAA! Hans' Beitrag zur Jubiläums-Messe


Die versammelte Kaufmann-Family plus Anhang, satt und zufrieden vor dem Restaurant



Maria im Schaustollen Arzberg - Gestern hatte der Übelbacher Musikverein seinen Ausflug dorthin. Der Schaustollen ist ein aufbereitetes ehemaliges Silberbergwerk. Die Führung war sehr interessant und Hans trug dank des Helms keine ernsthaften Schädelverletzungen davon. (Diese Bergleute waren WIRKLICH klein!!)



Mittwoch, Oktober 17, 2007

40 Jahre verheiratet!

Wir widmen diesen Blog-Eintrag Maria's Eltern, die am vergangenen Sonntag ihren 40. Hochzeitstag gefeiert haben - und sie vertragen sich immer noch! ;-)
Zuerst gingen wir gemeinsam in die Kirche, dann waren wir in Frohnleiten zum Mittagessen eingeladen und ließen anschließend bei Kaffee und Torte im Hause Kaufmann den Nachmittag ausklingen. Bilder folgen, sobald das technische Problem von Blogspot behoben ist.

In der Zwischenzeit eine Text-Rose für die Jubilare:

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Sonntag, September 30, 2007

DOROOOOOOOOOO! und das Benefizkonzert


Die beiden wichtigsten Ereignisse der letzten Woche: Doro's Besuch und unser Benefizkonzert. Aber schön der Reihe nach:
Am Freitag vor einer Woche holten wir um 7.30 eine etwas verknautschte Doro vom Grazer Hauptbahnhof ab. Die erste Station war unsere Wohnung, wo wir erst einmal ausgiebig frühstückten. Den Rest des Tages verbrachten wir in der Grazer Innenstadt. Wir schleppten Doro in verschiedene Kirchen und auf den Schlossberg, danach über die Murinsel und ins Kunsthaus. Am Abend gab's zur Belohnung in Übelbach Knödel mit Schwammerl-Sauce, dann ließ sich Doro leider nicht davon abhalten, zur Probe des Musikvereins mitzugehen. Naja, was soll ich sagen?! Ich glaube, sie hat sich gut unterhalten...
Danach ging es noch zu Tante Grete, die gerade ein neues kleines Kätzchen adoptiert hat. Die beiden älteren haben zwar noch keine rechte Freude an der neuen, was diese aber nicht besonders zu stören scheint.
Am Samstag (natürlich nach einem ausgiebigen Frühstück!) besichtigten wir erst Downtown Übelbach, dann fuhren wir nach Frohnleiten und gingen auf den Hoater-Berg, um dessen Gipfelkreuz Kühe lagen, die sich aber von uns nicht sonderlich stören ließen. Danach spazierten wir durch Frohnleiten und besuchten Maria's Eltern, die Doro auf der Stelle adoptieren würden.
Am Sonntag fuhren wir noch einmal zu Hans' Tante Grete, um deren Schwimmteich bei Tageslicht zu bewundern (zum Baden war es leider zu kalt!! 16°C - brrrrr!!).
Danach unternahmen wir einen Rundgang durch Österreich. Im Freilichtmuseum Stübing befinden sich nämlich alte Gebäude (Bauernhöfe, Mühlen und Sägewerke mit Wasserrädern, Kaufmannsläden...), die an ihren ursprünglichen Orten Stein für Stein und Holzblock für Holzblock abgetragen und im Museum wieder aufgebaut wurden. Die Gebäude sind innen meist vollständig eingerichtet und die meisten Wasserräder sind in Aktion. Außerdem zeigen immer wieder Kunsthandwerker ihr Können und erzeugen verschiedene Produkte mit traditionellen Herstellungstechniken. Das Wetter war das ganze Wochenende über perfekt und die Zeit verging wie im Flug, sodass wir Doro viel zu früh wieder zum Flughafen bringen mussten. Sie ließ sich auch diesmal nicht zu einem Umzug nach Österreich bewegen. Es war aber suuuuuuper, sie wieder einmal bei uns zu haben!!!
Wir nehmen von detailreicheren Schilderungen (besonders des Essens inkl. Kartoffelsalat) Abstand aus Rücksicht auf Jeanne, die sich zur gleichen Zeit irgendwo in Deutschland aus einem Flugzeug stürzte. Wir hoffen, dass sie beim nächsten Treffen wieder mit dabei ist!!!!!!!! Andernfalls müssen wir sie halt in Marburg heimsuchen.

Das zweite Großereignis der letzten Zeit fand gestern statt: Das Benefizkonzert "Musik wird Medizin" in Frohnleiten. Die letzten Vorbereitungen waren zwar seeehr stressig (Es ist wirklich anstrengend, wenn man zugleich organisieren und mitwirken soll!!), aber alles hat wunderbar funktioniert und das Konzert ist weitgehend reibungslos über die Bühne gegangen. Das abwechlungsreiche Programm hat den Zuhörern sehr gut gefallen und auch den Mitwirkenden hat es viel Spaß gemacht. Und last but not least konnte sich auch das finanzielle Ergebnis sehen lassen, besonders, nachdem es die Gemeinde Frohnleiten noch einmal großzügig aufgerundet hat.

Der Grazer Uhrturm

Am Hoaterberg


Unser Gipfelbuch-Eintrag - Hommage an Jeanne


Im Freilichtmuseum
Schau genau! Doro beim Einsteigen ins Flugzeug - VIEL ZU FRÜH!!!

Dienstag, September 18, 2007

Prüfung geschafft!

Die neuesten Neuigkeiten: Hans hatte heute seine Kinderheilkunde-Prüfung. War nicht ganz einfach, aber ER HAT ES GESCHAFFT!!!
Den Sonntag (vorgestern) verbrachte Maria in Graz, wie immer am Computer, mit ihren Diss-Berechnungen beschäftigt. Der neue Computer läuft eigentlich fantastisch, aber er hat doch ein entscheidendes Handicap: Windows Vista. Das ist nur mit viel Kreativität bereit, verschiedene alte Programme überhaupt zu öffnen, geschweige denn stabil zu laufen. Lieber Gates-Billy! Gib Gas mit einem ordentlichen Service-Pack!!!! Sonst sind wir schneller mit einem vollständigen Umstieg auf Linux :-).
Hans hatte am Sonntag Rettungsdienst und abends holten wir Bianca ab. Das ist die rumänische Erasmus-Medizinerin für die sich Hans als Mentor gemeldet hat (Fotos und weitere Details folgen!!). Wir brachten sie und ihre Mutter ins Studentenheim und deren Freundin ins Hotel.
Am Montag erledigten dann Bianca und Hans die wichtigsten ersten Papierkram-Aufgaben. Die Bürokratie ist unglaublich!! Und leider sind die zugehörigen Ausführenden oft genauso träge und kalt wie das Papier, das sie den ganzen Tag in irgendwelchen Ordnern abheften. Silvia und Martina vom Zentrum für internationale Beziehungen waren aber sehr nett und behandelten Bianca so, wie es sich für einen schönen Empfang gehört.
Heute in der Früh für unsere Deutschen Leser: heute morgen ;-), (Was jetzt, heute oder morgen??) war noch einmal ein wenig Erasmus-Papierkram angesagt, eine willkommene Ablenkung für Hans, der wegen der Prüfung ziemlich fertig war. Dann um 14.00 Uhr hatte er die Prüfung und den Rest wisst ihr ja schon.
In den nächsten Tagen machen wir die Wohnung Doro- (und vielleicht doch noch Yem-) -proof, sprich, wir räumen ein wenig auf. ;-) Außerdem gönnen wir uns übermorgen einen entspannenden Thermentag in Loipersdorf.

Donnerstag, September 06, 2007

FERIEN!!??!!??

Ja, ich weiß! Den Titel hatten wir gerade erst. Aber es hat sich auch nicht viel geändert. Momentan sind wir beide zwar zuhause aber mit der Organisation eines Benefizkonzertes beschäftigt. Am 29. September veranstalten wir in Frohnleiten nämlich ein Konzert für ein Krankenhaus in Nigeria. Das Projekt, in dessen Rahmen das Konzert stattfindet, wird unter Anderem von Hans' Dissertationsbetreuerin betrieben. Als "Initiative 1:1 Ausgleich" soll Hilfe zur Selbsthilfe geleistet werden und außerdem erbringt das geförderte Missions-Krankenhaus auch eine Gegenleistung: Europäische ÄrztInnen und Studierende können einen Teil ihrer Ausbildung dort absolvieren.



Bei insgesamt 60-70 Konzert-Mitwirkenden ist natürlich eine ganze Menge zu organisieren. Außerdem wollen wir natürlich am 29. ein volles Haus und machen entsprechend viel Werbung.




Ja, ja. Manchmal sind Katzen schon zu beneiden. "Lümmel" Kaufmann bei seiner Hauptbeschäftigung "An ungewöhnlichen Orten in ausgefallenen Yoga-Positionen liegen und über den Sinn des Lebens meditieren":

Mittwoch, August 22, 2007

Endspurt

So, jetzt ist es bald so weit: Der August geht zu Ende und damit Maria's Arbeit (sie beginnt aber im Oktober wieder) und Hans' Famulatur. Dann werden wir wohl einmal kurz irgendwohin campen fahren, ganz kurzfristig und spontan. Bis 14. September müssen wir jedenfalls wieder zurück sein, da bekommen wir hohen Besuch aus Deutschland und der Schweiz. Naja, Jeanne ziert sich noch etwas, sie sagt, sie müsse auch am Wochenende arbeiten, aber bei Doro scheint's ziemlich fix zu sein. Wir freuen uns schon seeeeeeehhhr!!
Maria's Arbeit läuft wie immer, sie kann sich jedenfalls eine Menge kaufmännisches Wissen aneignen, zu dem man sonst als Absolvent der Umweltsystemwissenschaften nicht so leicht kommt. Hans hat seine Ziele für die Famulatur ebenfalls erreicht: Er wollte nach den vier Wochen einigermaßen ein EKG befunden können und ein wenig über den Herz- und Oberbauch-Ultraschall lernen und hat das dank sehr bemühter Ärzte im Krankenhaus Hörgas gut hinbekommen.
Ganz in die Ferien können wir uns dennoch nicht verabschieden, da Maria weiter an ihrer Diss arbeiten muss und Hans noch gerne in den Ferien seine Pädiatrie-Prüfung machen würde.

Sonntag, August 12, 2007

Lazy Sunday

Hallo! Wir nutzen dieses freie Wochenende (ja, genau: keine einzige Probe, kein Auftritt, nada!!!), um ein paar Bilder von Franziskas Taufe zu bloggen:







Mittwoch, August 01, 2007

Ferien?!

Hola, chic@s! Es ist wieder einmal Zeit für ein paar Neuigkeiten aus dem schönen Österreich. So wahnsinnig viel ist ja nicht passiert seit dem letzten Mal, aber egal...
Maria arbeitet wie gehabt und konnte sich vor kurzem über ihre erste Gehaltsüberweisung freuen. Richtiges Geld! Selbstverdient! Ein tolles Gefühl!
Hans darf im kleinen, aber feinen Krankenhaus Hörgas Vampir spielen (GEBT MIR EUER BLUUUUUT!!!) und lernt etwas über EKG, Ultraschall und Co.
Lustigerweise wohnen gleich zwei Ärzte in unserem Haus, die im selben Krankenhaus arbeiten.
Letztes Wochenende war Marktfest in Übelbach. Wir haben uns hauptsächlich musikalisch beteiligt und uns gefreut, dass das Wetter so gut mitgespielt hat. Ein steirisches Marktfest braucht sich übrigens in keiner Weise vor einer spanischen Fiesta zu verstecken! :-)
Inzwischen hat auch der Schlepptop mal wieder versucht, seinen Geist aufzugeben, mit einigen weiteren Linux-Experimenten und dem Ausbauen des halben Arbeitsspeichers konnten wir sein vorzeitiges Ableben aber verhindern (hinauszögern?!)
Bilder gibt's dann beim nächsten Mal wieder, bin heute zu faul!!! (So wie ihr beim Kommentare schreiben!!)

Freitag, Juli 13, 2007

Besuch aus Frankreich, Anrechnung

Hans hat es geschafft! Alle Prüfungen aus Teneriffa wurden endlich angerechnet, die bürokratischen Hürden genommen und der Gerechtigkeit genüge getan. Das klingt zwar hochtrabend, es wäre aber wirklich unfair gewesen, die Prüfung Augenheilkunde nicht anzuerkennen, die schließlich in Teneriffa viel aufwändiger und schwieriger war als in Graz. Aber nun genug der Zettelwirtschaft.

Wir hatten vor kurzem Besuch von Hans' Schwester Andrea und deren Freund Stephane. Praktischerweise spricht Stephane französisch und spanisch und so konnten wir unsere Spanischkenntnisse wiederbeleben. Wir unternahmen zwei sehr schöne Wanderungen in unserer Umgebung und konnten auch selbst wieder einmal bewußt genießen, dass es doch bei uns auch sehr schön ist!

Was sonst noch erwähnenswert ist:
Tante Grete feierte ihren 49 1/2. Geburtstag. Sie hat diese ungewöhnliche Zahl gewählt, um einmal ihrem tasächlichen winterlichen Geburtsdatum zu entgehen und eine schöne Sommerparty organisieren zu können. Hans trat als Roy-Black-Imitator mit eigens umgedichtetem Schlager und seiner Mutter und Maria als Showgirls auf und sorgte für tosenden Applaus und einige feuchte Augen unter den Gästen, deren Musikgeschmack damit voll getroffen wurde :-) Nochmals alles Gute zum 49,5.


Bilder von einer der Wanderungen:





Gretes Neunundvierzigeinhalbter:

Montag, Juli 02, 2007

Wir mal wieder

Hallo ihr Lieben!

Jetzt ist wohl für die meisten die Zeit auf Teneriffa zu Ende gegangen. Die Gedanken schweifen aber nicht nur bei denen, die gerade eben erst Teneriffa verlassen haben immer wieder zu den Glücklichen Inseln ab. Letzte Woche präsentierte Maria den Stand ihrer Dissertation im Rahmen des Dissertanten-Seminars und musste dabei natürlich von dem Teneriffa-Teil Bilder zeigen. Seufz. Interessanterweise fehlt uns hier in Graz nicht so sehr das Meer (das gibt es ja relativ nahe bei uns auch) sondern die vulkanische Landschaft und natürlich die Leute.
Die Anrechnung der Erasmus-Stunden von Hans ist noch immer nicht erledigt, aber es besteht jetzt die reale Hoffnung, dass das demnächst erledigt werden könnte.

Tja, was gibt es neues bei uns zu berichten. So auf die schnelle, eigentlich gar nichts besonders. Maria arbeitet tagsüber in der Firma, abends an der Dissertation wenn irgendwie Zeit bleibt. Letzten Samstag war ein Jubiläumsfest anlässlich 200 Jahre Volksschule in Übelbach, bei dem wir in der Kirche singen, beim Festzug spielen und anschließend um 12.00 ein Konzert spielen sollten. Um 14.00 mussten wir in Frohnleiten bei einer Hochzeit singen und danach bei einer Hochzeit einer Musikerkollegin spielen. Und dann war noch die Hochzeitsfeier einer Freundin, zu der wir nachkommen sollten.

Die Marktmusikkapelle Übelbach beim Fronleichnams-Umzug, wo wir auch mitgespielt haben (Die Erasmusler unter euch können sich das wohl kaum vorstellen :-))

Hans hat das alles ganz einfach erledigt: er war krank. Fieber, Halsschmerzen und praktisch keine Stimme - da blieb ihm einiger Streß erspart. Maria machte es sich auch einfacher und ging nur zu den notwendigsten Terminen. Tja, aber so ähnlich sehen momentan die meisten Wochenenden und teils auch die Abende unter der Woche aus. Es besteht aber die Hoffnung, dass es besser wird. Die Sommerpause naht. Mittlerweile ist Hans auch praktisch wieder gesund, die Stimme ist noch ein wenig angekratzt.

Franziska wächst und gedeiht. Zwischendurch hat sie ihren Eltern einen kleinen Schrecken eingejagt, nachdem sie erfahren haben, das eine Hüfte nicht richtig entwickelt ist und der Knochen an der falschen Stelle sitzt. Jetzt trägt Franziska ein Gurtsystem, wodurch die Hüfte in Position gehalten wird. Am 4.August wird die Taufe sein. Dafür muss auch noch einiges vorbereitet werden.


Franziska am Schoß ihres Patenonkels (Ist sie nicht schon groß?!)

Diese Woche kommen Hans' Schwester Andrea und ihr Freund Stephane aus Paris zu Besuch. Da können wir unser Spanisch vielleicht wieder etwas auffrischen. Hans ist hier in Graz jetzt Erasmus-Mentor für 4 StudentInnen, 2 aus Rumänien, 2 aus Spanien. Wir sind schon gespannt, es wird sicher lustig, wieder ein bißchen in die "Erasmus-Welt" einzutauchen.
Das war wohl das wichtigste was so passiert ist und in naher Zukunft passieren wird. Bis zum nächsten Mal.

Mittwoch, Juni 06, 2007

Ein paar Bilder

Noch ein paar Bilder von Saldorf 07

Erstes Nach-Erasmus-Treffen in Saldorf/Bayern


Da wird Zähneputzen zum sozialen Ereignis!


Yem von oben



Unser erster Besuch bei unserer Nichte

Tante Maria


Onkel Hans



Wieder einmal kanarisches Essen, diesmal am Muttertag bei Tante Grete



Hallo? Ist da noch jemand?

Keine Ahnung, ob da noch irgendjemand reinschaut, aber es gehört trotzdem wieder einmal was geschrieben.
Seit April ist natürlich eine Menge passiert. Sinnlos, das jetzt alles aufzuschreiben. Daher nur ein paar Erinnerungsfetzen und Aktuelles:
Vor allem musikalisch waren wir seit dem letzten Eintrag seeeeehr aktiv. Wieder einmal jagt eine Probe die andere, ein Auftritt den anderen. Der lustigste Auftritt war übrigens ein Ärztekongress für Entwicklungsneurologie, den Hans' Diss-Betreuerin organisiert hat. Wir begleiteten einen Ausflug in die Oststeiermark musikalisch: Maria mit Horn und Jagdhorn, Hans mit Trompete, Jagdhorn und Dudelsack und zwei Mädels vom Übelbacher Musikverein mit Querflöten. Wir spielten in wechselnden Besetzungen an verschiedenen Stationen des Ausflugs. Trotz des unglaublichen Regens war die Stimmung super und es war wieder eine schöne Erfahrung, dem internationalen Publikum (Belgien, Frankreich, Brasilien, Iran, USA, Schweiz, Deutschland, Kroatien, ...) echte österreichische Musik zu präsentieren.
Das Essen danach auf Schloss Gutenberg war auch nicht von schlechten Eltern: Als Vorspeise gab es Spargel mit Rohschinken und Olivenöl, danach eine Wachtelsuppe mit Wachtelei und Wachtelfleisch, dann Wels mit Speck und Grilltomate, dann Ente in Weinsauce mit Linsen und Pommes duchesse und als Nachspeise Zitronenmousse mit Erdbeeren und einem Blätterteigstangerl. Mmmmmmmmhh!
Was das Studieren betrifft, ist eigentlich auch recht viel weitergegangen. Maria rechnet fleißig an ihrer Diss und Hans hat einige Prüfungen abgelegt. Die Anrechnung der Erasmus-Prüfungen ist immer noch nicht durch, aber das wird hoffentlich auch bald erledigt sein. Maria hat jetzt zumindest für 3 Monate, wahrscheinlich aber für den Rest des Jahres einen Job in einem Energiewirtschaftsunternehmen. Hans wird im Sommer wieder am Maisfeld seines Vaters schwitzen und danach einen Monat in einem Krankenhaus (Innere Medizin) famulieren.
OK, das reicht jetzt erst einmal, obwohl es noch viel zu schreiben gäbe. Aber lesen soll es schließlich auch jemand! :-)

Mittwoch, April 18, 2007

Franziska Maria Kaufmann

Es ist so weit - wir sind Tante geworden (am 18.04 um 00.54 Uhr)!!!Wir wünschen den frischgebackenen Eltern und der kleinen Franziska Maria
¡ALLES GUTE! - ¡Felicidades!

Mittwoch, April 04, 2007

Familientreffen

Und schon kommt der nächste Blog-Eintrag. Wir sind fleißig, nicht!? Ok, ok, so oft wie auf Teneriffa schreiben wir vielleicht nicht, aber das ist doch besser als nix.
Also, an der Uni ist in der Zwischenzeit nichts aufregendes passiert. Maria kämpft ein wenig mit einem Programmier-, einem Statistik,- und einem AutoCad-Kurs herum und Hans hat gerade sein Kinderheilkunde-"Praktikum" beendet. Praktikum bedeutetein diesem Zusammenhang einen dreimal wöchentlichen einenhalbstündigen Aufenthalt auf der Station, sonst fade Vorlesungen über längst bekannte Inhalte zusammen mit den Studenten vom neuen Plan.
Außerhalb der Uni tut sich auch nichts besonderes. Beim Chor und beim Musikverein ist alles beim alten.
Hans hat übrigens immer noch nicht sein Transcript of Records von seinem Erasmus-Koordinator erhalten (das ist das Formular mit allen Prüfungsergebnissen aus Teneriffa). Arno, der erst einen Monat später nachhause kam, hat seine Papiere bereits eingereicht!!! Hans hat, als er das erfahren hat, sofort ein böses email an Justo geschrieben, der, für seine Verhältnisse durchaus prompt, nach einigen Tagen tatsächlich geantwortet hat. Jetzt hat er wohl ein wenig Feuer unterm Hintern, jedenfalls will er nächste Woche das Transcript schicken und eine Kopie vorab an die Uni faxen.
Das eigentliche Highlight der vergangenen Woche war aber das Wochenende:
Wir haben es tatsächlich geschafft!!! Wir haben uns mit Doro uns Jeanne getroffen und gemeinsam das Wochenende im deutsch-österreichischen Grenzgebiet nahe Salzburg verbracht. Doro's Eltern haben nämlich ein Haus in Saaldorf, einem kleinen Bauerndorf in der Nähe von Freilassing, das wir benutzen durften.
Wir waren überglücklich, als wir die beiden am Freitagabend um 23.45 Uhr in Salzburg vom Bahnhof abholten. Es war sofort wieder alles wie in Teneriffa. Bis auf die Palmen. Und das Meer. Und... Aber lassen wir das. Jedenfalls hatten wir uns viel zu erzählen und verbrachten die halbe Nacht tratschend im Haus in Saaldorf. Am Samstag unternahmen wir einen ausführlichen Rundgang durch Salzburg, nachdem wir beide für das ausgiebige Frühstück noch schnell im ortseigenen Greißler (österr. für Tante-Emma-Laden) alles mögliche eingekauft hatten.
Nach ein bißchen Shopping, viel Hatsching und Siteseeing und danach Dining fuhren wir wieder zurück nach Saaldorf, wo wir den Abend mit einer DVD ausklingen ließen.
Am Sonntag gingen wir gemütlich durch Saaldorf spazieren, suchten und fanden das Haus, in dem Doro's Oma aufgewachsen ist, und setzten uns dann auf ein Getränk, Topfenknödel und Kaiserschmarren ins Dorfgasthaus. Danach wurde noch die Wohnung wieder auf Vordermann gebracht und schon fuhren wir wieder nach Freilassing zum Bahnhof, wo wir uns nach viel zu kurzer Zeit schon wieder verabschieden mussten. Aber es war wirklich wunderschön und wir haben den nächsten Termin für ein Treffen schon (fast) fixiert.
Bis dahin heißt es wieder skypen, was aber auch ganz nett ist. Wir haben nämlich über Skype auch regelmäßigen Kontakt zu den restlichen Erasmus auf Teneriffa und zu David, der inzwischen zuhause in Schweden Reisevorbereitungen für sein Studium in Heidelberg trifft, und Emma, die nach wie vor mit bester Laune in Murcia/Festlandspanien studiert.


Einige Bilder aus Saaldorf/Salzburg:

Es war sehr gemütlich!!

Auf dem Weg zur Festung Hohensalzburg: In die Festung selbst gingen wir dann nicht hinein, weil uns der Eintritt zu teuer war, wir machten aber am Festungsberg einen ausgiebigen Spaziergang.




Der Blick aus unserem Fenster auf das idyllische Dörfchen Saaldorf




Ein wunderschöner Sonntagnachmittag

Montag, März 19, 2007

Anfang

Anfang
Damit man sieht, dass das Leben weitergeht, und es doch noch nicht das Ende war, hier ein kurzer Bericht, was sich inzwischen alles in Österreich getan hat.
Wir wurden in Wien von Maria's Bruder (Christian) und dessen schwangerer Frau (Karin) abgeholt. Gemeinsam gabs dann beim anderen Bruder (Walter) ein grandioses Frühstück mit Semmeln und Extrawurst (!). Walter brachte uns dann in die Steiermark, wo wir erst bei Maria's Eltern und dann bei Hans' Mutter weitergefüttert wurden. Am nächsten Tag inspizierten wir unsere Wohnung, die wir in perfektem Zustand vorfanden – que guay!. Auch das Auto ist noch fahrtüchtig, also allgemeine Erleichterung. In die diversen Vereine wurden wir recht schnell wieder eingegliedert, bereits am Tag nach der Ankunft war die Jahreshauptversammlung des Musikvereins. Unsere alten „Amterln“ behielten wir auch nach der Neuwahl (Maria darf weiter schreiben, Hans sich mit den Jugendlichen herumschlagen). Die Woche drauf gings schon voll auf der Uni los und seither sind wir in erster Linie dort anzutreffen. Hans hat bereits die Praktika von Neurologie und Sozialmedizin hinter sich heute beginnt das Kinderheilkunde-Praktikum. Maria schlägt sich mit dem Computer herum, versuch CAD und C-Programmieren zu lernen. Und hofft bei ihrer Diss weiterzukommen – schaut aber nicht so schlecht aus. Einige Skype-Treffen wurden ja bereits absolviert, und wir hoffen, dass noch viele folgen werden. Ebenso wie wir hoffen, dass uns viele „Ausländer“ in Graz heimsuchen. Übrigens: Hier schneit es gerade. Nachdem es gestern 20°C gehabt hat (es blühen schon überall die Narzissen, Primeln und Krokusse), ist heute der Winter zurückgekehrt. Wir belassen es bei diesem unspektakulären Bericht und melden uns demnächst wieder. Wahrscheinlich auch mit Bildern...

Ende

Fin (Ende)

So, liebe fleißige, sporadische und zufällige Blogleser: Dieser Eintrag ist der letzte in unserem Erasmus-Tagebuch. Entschuldigt bitte, dass wir so lange nichts von uns hören haben lassen. Im folgenden kommen unsere mehr oder weniger glaubhaften Ausreden:

Ausrede Nr. 1: Abreise vorbereiten.
Zugegeben, diese Ausrede ist eigentlich nicht gut haltbar, zumal wir uns erst vor einigen Tagen an den Gedanken unserer Abreise gewöhnt haben, und erst heute, am letzten Tag unseres Aufenthaltes, die Koffer endgültig gepackt haben. Aber trotzdem: Viele Sachen wollten erledigt werden. So mussten wir zum Beispiel organisieren, was mit unseren Habseligkeiten passieren sollte, die wir in Teneriffa lassen wollten. Schnell stellte sich heraus, dass wir einige gute Abnehmer für unser Zeugs gefunden hatten. Wir verteilten unsere Essensreste, Blumen und Küchenutensilien an Erasmus-Studenten, deren Identität wir hier nicht preisgeben wollen. Unser „Bett“ haben wir schlussendlich im Restmüll entsorgt, denn nichts anderes war es inzwischen geworden: Restmüll. (Hart an der Sperrmüll-Grenze)

Ausrede Nr. 2: Diverse Abschiedsaktivitäten:
Diese Ausrede finden sicher alle toll, die mit uns an den verschiedenen Fressgelagen teilgenommen haben. Die Leser aus Österreich und Deutschland werden sie wohl dennoch als faul bezeichnen. Aber egal, wir hatten unseren Spaß! :-)Es begann mit Sofía's Geburtstagsfeier (Ihr erinnert Euch: Sofía ist die peruanische Medizinstudentin). Wir trafen uns bei einem sehr guten Chinesen und feierten in einer internationalen Runde. Schließlich wurde „Happy Birthday To You“ auf spanisch, englisch, deutsch, französisch und am Ende von einer sichtlich verlegenen, aber entschlossenen Kellnerin auch noch auf chinesisch angestimmt!Danach begannen unsere eigenen Abschiedszeremonien. Mit einem Haufen Leute trafen wir uns in einer super Pizzeria, um unseren und Yem's (Jeanne auf kanarisch, für alle, die es noch nicht mitbekommen haben) Abschied zu feiern. Das Essen war wunderbar und die Portionen, vor allem die Salate, unglaublich groß. Nach dem Essen und ausführlichem Quatschen gingen wir noch mit einigen Leuten ins „Farándula“. Das ist eine kleine, gemütliche Bar mit Sitzkissen statt Stühlen. Sehr gemütlich!Am Sonntag machten wir uns ein letztes Mal auf, das Meer zu sehen. (Fast wagnerhaft pathetisch, oder? Triiiiiiiiiistan!!!) Wir fuhren mit Jeanne nach Bajamar und wanderten dann am Strand entlang nach Punta de Hidalgo, wo endlich die Sonne so stark geworden war, dass wir auch noch ein wenig planschen konnten. Dann besuchten wir noch Theresa (Ihr wisst schon: Die mit dem spanischen Freund) und abends waren wir noch bei Inga eingeladen. Und was glaubt Ihr, was wir dort getan haben??? Richtig: Ausgezeichnet gefuttert! Inga und ihr Freund Michel hatten Fisch und ein Gemüsegratin gemacht, und Inga's Mousse au Chocolat ist nach zweimaligem Genuss schon legendär! Das Essen war wirklich Wahnsinn und wir konnten noch einmal so richtig schön gemeinsam Zeit verbringen. Dann folgte eine sehr traurige Angelegenheit: Wir mussten uns von Yem verabschieden. Wir trösteten uns mit einem baldigen Wiedersehen (es steht schon fast ein Termin), aber so richtig geholfen hat das auch nicht. Als Jeanne im Bus Richtung Südflughafen saß, wurde uns bewusst, dass es jetzt auch für uns bald so weit sein würde. Yem, wir vermissen dich!!!! Am Abend ging Hans noch ein letztes Mal zum Hapkido. Maria kam ihn abholen, und Miguel, unser Trainer, lud uns für den nächsten Tag auf ein Getränk und ein Tratscherl in die Innenstadt ein. Danach gab es in unserer Wohnung ein kanarisch-österreichisches Abschiedsessen. Es gab Arepas, die guuuuuute Mojo-Sauce von Dani's Mama, Gofio, Crema de Gofio, Wienerschnitzel und Petersilienkartoffeln, dazu kanarischen Rotwein und als Nachspeise selbstgemachten Apfelstrudel. Am Dienstag verabschiedeten wir uns dann sehr herzlich von Miguel, der gerade dabei ist, ein neues Haus zu bauen und uns bei dieser Gelegenheit auch gleich dorthin eingeladen hat. (Wenn es fertig ist! Nicht zum Arbeiten!) Danach ging Hans in ein Handy-Geschäft, um unsere spanischen Telefone für alle Netze freizuschalten. Außerdem bekamen wir noch Besuch von Mareike und wir verbrachten gemeinsam einen ruhigen letzten Abend in La Laguna. Heute, nein, inzwischen gestern kamen Johanna und Mareike zum Mittagessen zu uns. Es gab eine typische Hans-Spezialität: Reste-Laibchen, in diesem Fall aus Soja-Granulat, Ei, Karotte, Lauch, Petersilie und Knoblauch. Dazu machten wir Papas Arrugadas. Später trafen wir uns noch mit Emilio in der Zumería, die direkt in unserem Gebäude ist. Die ist wirklich sehr, sehr gut! Der Mangosaft ist fast ein Mangomousse! Emilio hat ernsthafte Absichten geäußert, uns besuchen kommen zu wollen. Außerdem scheint ihm Jeanne auch ziemlich zu fehlen. Er hatte am Sonntag extra die Katze aus Icod mitgebracht, damit Jeanne sie noch einmal sehen konnte! Sie hat ganz schön zugenommen und ein schönes, glänzendes Fell bekommen (Die Katze!) Ja, und dann kamen auch schon Inga und Michel, die uns liebenswürdigerweise mit dem Auto zum Flughafen brachten. Dort gab es dann ein böses Erwachen: Anfangs wollten wir unsere Tickets am Spanair-Schalter updaten lassen, da es eine Flugplanänderung gegeben hatte. Nach langem Anstehen in der Schlange erfuhren wir, dass eine Änderung gar nicht notwendig sei. Also ab zum Check-In: Und jetzt kommt's: Wir hatten jeweils 6kg zuviel Gepäck, und sollten also für 12kg Übergepäck 120€ zahlen!!! Inzwischen gilt das 30kg-Limit für SpanairPlus-Mitglieder nicht mehr! Wir hatten also jeweils statt den 20 erlaubten jeweils 26 Kilo. Die sehr freundliche Dame, die uns am Spanair-Schalter abkassieren sollte, rief dann aber noch einmal beim Check-In an und handelte unsere Schuld auf 5kg herunter. Menos mal (Gott sei Dank!). Bei der Sicherheitskontrolle wurde Hans' Rucksack dann noch einmal kritisch beäugt: Das Stethoskop, das Otoskop und das Trompetenmundstück in Kombination waren den Sicherheitsbeamten dann doch zu viel. Aber es liess sich ja alles aufklären, und so konnten wir endlich in den Flieger einsteigen, der diesmal viel bequemer war als bei unserer Anreise. Aber ich schweife ab: Wir waren immer noch bei unseren Ausreden.

Am Ende kommt, dramaturgisch perfekt, die beste: Ausrede Nr. 3: Bürokratie
Hans' engagierter Erasmus-Koordinator hatte beschlossen, wieder einmal genau zu dem Zeitpunkt zu verreisen, zu dem die Erasmus-Studenten kommen und gehen. Er hatte Hans zwar versprochen, das wichtige Anrechnungsformular sofort nach seiner Rückkehr vorzubereiten und nachzuschicken, aber Hans wollte nicht ohne irgendeine Bestätigung seiner Noten abreisen. Also ging er zunächst zum Fakultätssekretariat, um so etwas wie einen Studienerfolgsnachweis zu bekommen. Die Sekretärin wollte ihm aber nichts geben (Das macht schließlich Justo!!!) und verwies ihn an die verantwortlichen Professoren. Von diesen bekam er nur von der HNO-Professorin tatsächlich eine Bestätigung. Alle anderen schickten ihn zu den Institutssekretariaten. Dort erklärten die Sekretärinnen, er solle sich direkt an die Professoren wenden...Eine Sekretärin wollte ihm anfäglich helfen, entschied sich aber anders, nachdem sie mit ihrer Kollegin gesprochen hatte. Also ging Hans noch einmal zum Fakultätssekretariat, weil er inzwischen von einem Zertifikat gehört hatte, dass man bezahlen muss. Er erklärte also am Montag, dass er am Mittwoch abreise und dringend diesen Zettel brauche. Dann zahlte er 22€ ein und ging am Dienstag in der Hoffnung hin, die Bestätigung in Empfang nehmen zu können. Die Sekretärin nahm dann aber nur den Zahlungsbeleg entgegen und sagte, Hans könne die Bestätigung am Freitag abholen! Hans glaubte, seinen Ohren nicht trauen zu können und erklärte noch einmal, dass er am Mittwoch abfliegen würde. Daraufhin sagte ihm die Sekretärin, er solle es halt am nächsten Tag noch einmal versuchen. Auch am Mittwoch hatte Hans dann, wie erwartet, keinen Erfolg. Es waren erst zwei (von 6!) Lehrveranstaltungen von den Professoren gemeldet worden! Die Sekretärin, die sich gleich zu Beginn des Parteienverkehrs in die Cafetería verziehen wollte (Hans konnte sie vorher abfangen), hatte aber wohl doch ein schlechtes Gewissen und sagte, sie würde Hans die Bestätigung nachschicken. Jetzt hat er Zwar keine Bestätigung in der Hand, aber immerhin einen Plan B, wenn sich Justo zu viel Zeit lässt.Jetzt sitzen wir in Madrid Barajas am Flughafen und warten mit gemischten Gefühlen auf unser Flugzeug nach Wien. Einerseits freuen wir uns schon auf die Leute zuhause und nicht zuletzt auch auf unsere eigene Wohnung, andererseits fehlen uns jetzt schon unsere Erasmus-Freunde und „unsere“ Insel. Aber jetzt fliegt ja auch Ryan-Air nach Teneriffa, da können wir ja bald wieder auf Besuch kommen!

Am Ende möchten wir uns bei Euch bedanken, dass ihr so treu unseren Blog verfolgt und manchmal auch kommentiert habt. Bitte schaut von Zeit zu Zeit wieder einmal auf diese Seite, weil uns der Gedanke im Kopf herumspukt, auch zuhause in etwas größeren Abständen das Tagebuch weiterzuführen.

¡Hasta luego! H&M

Vorletzter Eintrag

Día de la Doro (Dorotag)
Am Montag war hier ein hoher Feiertag: El Día de la Doro. Sie kam an diesem Tag an, um mit uns eine Woche zu verbringen. Hans holte sie vom Südflughafen ab, Maria und Jeanne mussten erst auf die Uni und warteten deshalb in Santa Cruz. (Maria schrieb freiwillig (!) eine Prüfung über „Geomorfología volcanica“.) Es war sofort wieder wie „früher“ und es fühlte sich gar nicht an wie ein Besuch, sondern einfach so, wie es hier eben sein sollte. Wir waren wieder komplett.
Zu allererst wurde ausiebig getratscht und abends kam dann Emma zum Abendessen zu uns. Emma flog am nächsten Tag nach Murcia, wo sie jetzt weiterstudieren wird.

Despedida de Emma (Abschied von Emma)
Am Dienstag hieß es für Emma Abschied nehmen. Wir begleiteten sie noch zum Flughafen und sahen auf dem Heimweg ihren Flieger über uns Richtung Festland-Spanien verschwinden. David blieb aufgrund von einigen Uni-Aktivitäten noch ein paar Tage länger und blieb also als Strohwitwer zurück. Maria schrieb dann ein letztes Mal eine Arbeit auf spanisch, diesmal eine Abschlußarbeit für die Exkursionsreihe. Da sie am Donnerstag abgegeben werden musste wurde es ziemlich früh...äh spät. Hans ging mit den Mädels laufen, wobei Jeanne von Doros Pulsuhr überrascht wurde, die ständig sagte: „Ihr müsst schneller laufen.“, wo sie doch mit Maria ein ganz anderes Tempo gewohnt gewesen war (Hans erlaubte sich die Frechheit daneben her zu gehen!).

Playa Bollullu y Cenita (Bollullu-Strand und Abendess“chen“)
Am Mittwoch wollten wir mit Doro an den Strand. Und einer der schönsten Strände ist nun einmal Bollullu. Wieder einmal machten wir uns mit der Guagua auf den Weg dorthin. Nach einer kleinen Wanderung genossen wir den Strand. In die Fluten warf sich nur Hans, die „pibas“ (Mädels) wagten sich nur bis zu den Knien in die eisigen Fluten. Wir mussten uns relativ früh auf den Heimweg machen, weil wir noch einmal Sprachkurs bei May hatten. Wir spazierten aber diesmal nach Puerto de la Cruz und suchten nicht wieder irgendeine komische Bushaltestelle. Dieser Weg ist sehr schön und bestimmt nicht länger als der andere. Nach dem Sprachkurs gingen wir gemeinsam mit May in „unsere“ Tasca (Majamon), um die „cenita“ (Abendess“chen“) mit der gesamten Truppe nachzuholen, die ja zuerst leider ohne Doro stattfinden hatte müssen.

Ultimas cosas en la universidad (Letzte Dinge auf der Universität)
Am Donnerstag stoben wieder einmal alle in alle Richtungen auf ihre Unis um alles mögliche zu erledigen. Jeannes letzte Lehrveranstaltung hätte ursprünglich am Dienstag abgeschlossen sein sollen. Hätte. Aber der Professor wollte dann noch ein paar „locuras“ (Dummheiten), wie zum Beispiel, dass sie alle Zeitungen, die sie analysiert haben, als Kopie in den Anhang geben sollten. Der Anhang wurde dann ungefähr 5x so dick wie die eigentliche Arbeit. Und am Freitag sollte dann noch jedes Gruppenmitglied ein Referat über seinen Teil halten. Uäh! Maria wanderte auf die Uni um dort ihre Arbeit abzugeben, was sie auch erfolgreich erledigen konnte. Am frühen Nachmittag trafen sich dann Maria, Doro, Jeanne, Mareike und ihr Freund im Pan Paris, da die beiden letzteren wieder aus La Palma zurückgekehrt waren und jetzt ihren Wanderführer zurückhaben wollten, der durch ganz blöde Umstände immer noch bei Maria und Hans weilte. Hans nutzte die Zeit um zu lernen, da er doch am Samstag Augen-Prüfung hatte. Am Abend kam noch Inga vorbei, um sich mit Hans' Hilfe auf die Gyn-Prüfung vorzubereiten. Maria, Jeanne und Doro gingen zu einer Filmvorführung in der Aula de Educación wo ein ganz berühmter Regisseur anwesend war, dessen Name wir leider schon wieder vergessen haben, und dessen Fragestunde uns zu wunderbaren Fotos inspiriert hat.
David hatte seine Sachen bei uns untergebracht, nachdem er aus seiner Wohnung ausgezogen war weil die Situation dort unerträglich geworden war. Er wollte dann eigentlich weiter zu Rachel und Fab um dort zu übernachten. Nachdem er sich um Mitternacht noch immer nicht gemeldet hatte, riefen wir ihn an. Er wollte auf der Uni übernachten! Wir quartierten ihn dann schließlich in unserem Wohnzimmer auf einer Matratze ein.

Coso de Carnaval (Karnevals-Umzug)
David hatte am Freitag seine letzte Prüfung. Wir begaben uns wieder auf die Unis um organisatorische Dinge zu erledigen. Doro und Maria kochten gemeinsam „Green Curry“-Gerichte (typisch Thailändisch) und versorgten mit dem Essen nachmittags Hans, und vor allem Jeanne und Sophie, die davor ihren Vortrag gehabt hatten und ziemlich k.o. waren. Abends machten wir uns gemeisam auf nach Santa Cruz um dort den Carnaval-Umzug zu bestaunen. Die Fotos sprechen dabei wahrscheinlich für sich. Wir sind aber bereits wieder heim gefahren, als die Party so richtig los ging, nachdem Hans ja am Samstag Vormittag seine Augen-Prüfung hatte.

Coche de alquiler, examen y excursión (Mietauto, Prüfung und Ausflug)
Am Samstag fuhren Maria und Doro mit dem Bus zum Flughafen um dort ein Mietauto abzuholen, dass wir am Abend zuvor bestellt hatten. Doro hatte die Bestätigung erhalten, dass das email angekommen war, nicht aber die Bestätigung, dass die Bestellung wirklich funktioniert hat. Der Mann am Schalter konnte unsere Reservierung nicht finden und fragte uns, ob wir eine Bestätigung erhalten hatten, worauf wir natürlich mit „ja“ antworteten. Ausserdem hatten wir irgendwie Probleme gehabt, den korrekten Preis anzuzeigen. Manchmal erschien 42 €, manchmal 32 €. Der Mann am Schalter meinte dann, er könne uns schon ein Auto geben, aber er findet halt unsere Reservierung nicht, d.h. auch den Preis nicht und fragte uns darum. Da sagten wir natürlich 32 €. (Kleine Anmerkung am Rande: Einige Zeit später erhielt Doro eine email mit der Ablehnung der Buchung :-)). Jeanne war in der Zwischenzeit damit beschäftigt für uns Brote zu richten, wie es sich für eine richtige Hausfrau gehört und Hans saß bei der Augen-Prüfung. Nachdem David auch nichts mehr zu tun hatte, packten wir ihn auch gleich mit ein und als Hans wieder daheim war fuhren wir in die Cañadas, wo wir die Wanderung um die Roques de García machten. Und alle lernten brav, was Maria ihnen über saure und basische Lavaströme und Diques vortrug. Wir machten noch einen kleinen Abstecher in den Krater von Montana Samara (wieder mit Vortrag von Maria :-)) um danach zum eigentlichen Ziel zu gelangen: Zum Restaurant in Garachico. Dort trafen wir uns mit Mareike und Stefan und speisten wieder einmal vorzüglich. Alles in allem ein ziemlich erfüllter Tag.

Tacoronte, Puerto y Tortilla (Tacoronte, Puerto und Tortilla)
Sonntag Mittag mussten wir das Mietauto zurückgeben. Wir wollten das Auto noch ein wenig nutzen und fuhren so mit Doro nach Tacoronte. Der erste Eindruck war nicht besonders erhebend, aber als wir die Altstadt schließlich doch gefunden hatten, entdeckten wir wieder einmal ein sehenswertes Stück von Teneriffa. Doro wollte noch einmal gerne zum Meer, da das Wetter aber alles andere als warm war, beschlossen wir nach Puerto zu fahren, wo man sowohl im Meer waten als auch spazieren gehen kann. Dort schleppten wir Doro noch einmal in den Jardin Botanico, den Botanischen Garten, den wir noch nicht kannten. Von dort spazierten wir zur Playa Martianez, am Meer entlang bis zur Playa Jardin und wieder zurück zum Busbahnhof. Das Baden haben wir dann doch gelassen, es war einfach zu kühl. Abends kam Johanna zum gemeinsamen Tortilla-Kochen und -Essen. Jeanne und Inga kamen noch später dazu. Inga bedankte sich mit einem traumhaften Schoko-Mousse bei Hans für die Lern-Unterstützung. Und der Rest profitierte mit...mmmhhhh!!!

Otra vez despedida (Wieder einmal Abschied)
Am Montag brachten wir wieder einmal Doro zum Bus zum Flughafen „Abschied, die zweite“. Diesmal war es nicht ganz so schlimm, weil auch unsere Tage ja bereits gezählt waren. Trotzdem wollten wir unsere Doro nur ungern hergeben. Anschließend machten wir einen ausgedehnten Einkaufsbummel in Santa Cruz. Am Abend kamen noch Mareike und Jeanne vorbei, wir beschlossen jedoch einstimmig, dass wir zu müde für „Fiesta“ sind (Rosenmontag ist ein „día fuerte“ für Fortgeher).

Montag, Februar 12, 2007

Sonntag

Dorada (Goldbrasse)
Auch am Sonntag hatten wir kein aussergewöhnliches Programm geplant. Maria musste für ihre Prüfung am Montag lernen, Hans für Oftalmología am nächsten Samstag.
Zu Mittag ging Hans zum Markt an der Plaza del Adelantado, um Fisch für das Mittagessen einzukaufen. Er entschied sich für eine schöne, große Goldbrasse, zu der es papas arrugadas geben sollte. Den Fisch marinierte er mit Olivenöl, Weinessig, Salz, Kräutern, Pfeffer und etwas Honig. Dann wurde die "Dorada" in Folie gewickelt und kam in den Backofen.
Zum Essen kam dann auch Jeanne und befand Hans' erstes Experiment (ohne Rezept) mit so einem großen, frischen Fisch für gut.
Am Nachmittag gönnten wir uns dann eine kleine Lernpause und gingen spazieren. Anfangs scheinte noch die Sonne, und man konnte Gran Canaria so deutlich sehen wie selten zuvor. Eine halbe Stunde später war aber schon dichtester Nebel aufgezogen, und wir sahen maximal 50 Meter weit. Eigenartiges Wetter! Maria wird diesem Phänomen noch auf den Grund gehen.

Sonntag, Februar 11, 2007

Lernen, Computer

Prefacio (Vorwort)

Endlich lassen wir wieder von uns hören. Unsere lange Blog-Pause hat aber einige gute Gründe:

  1. HNO-Prüfung

  2. Windows-Absturz

  3. Abschlussarbeiten und Berichte für Maria's Lehrveranstaltungen.

Nun aber alles der Reihe nach:


Otra vez al Auditorio (Wieder einmal ins Auditorium)
A
m Mittwoch war die Welt noch in Ordnung. Vormittags wurde brav gelernt und gearbeitet und abends fröhnten wir (Jeanne, Emma, Mareike, wir beide) wieder dem kulturellen Leben Teneriffas. Im Auditorio von Santa Cruz führte das Netherlands Symphony Orchestra Werke von Dvorak, Britten, Ruiz und Stravinski auf. Besonders die Zugabe von Grieg gefiel uns sehr. Insgesamt war das Konzert etwas moderner als die vorhergehenden. Das Orchester war sehr gut, besonders der Dirigent (Gerd Albrecht) gefiel uns, weil er sich nicht in den Vordergrund drängte. Eine Überraschung – besonders für Maria – war, dass Marie Luise Neunecker die Horn-Solistin bei Brittens Serenade für Tenor, Horn und Streichorchester war. Das letzte Mal hatte sie diese Hornistin im Grazer Stephaniensaal vor rund 12 Jahren gehört, und schon damals war sie sehr gut.


Un día negro (Ein schwarzer Tag)
Am Donnerstag Vormittag haben wir Hausaufgaben für May erledigt und gelernt. Am Nachmittag hatten wir dann eben Spanisch-Kurs, wieder gemeinsam mit Anne. Es war viel Grammatik. Jeder musste eine Geschichte erzählen und die andern mussten sie dann ohne viel Denkpause in die Indirekte Rede übersetzen. Wir waren ziemlich k.o. danach. Am Abend wollten wir gemeinsam kochen, darum kauften wir noch alles mögliche Gemüse bei der Frutería ein. Und dann kamen wir nach Hause und schalteten wie üblich den Computer ein. Leider kam er beim Starten nicht sehr weit, sondern zeigte uns nur einen schwarzen Bildschirm mit den Worten: Datei system32/system ist beschädigt oder fehlt. Mist. Wir haben das gemeinsame Kochen dann abgesagt, wir wollten den Rechner so schnell wie möglich wieder zum laufen bringen. Nach einigen Recherchen im Internet stellte sich heraus, dass die Windows – Registrierung wohl kaputt geworden ist. So was kann anscheinend passieren, wenn der Computer beim Herunterfahren irgendeinen Fehler macht. Es war also nicht einmal ein Virus Schuld sondern einfach nur das blöde Windows. Hans hatte sich noch in Österreich einmal mit Linux beschäftigt und eine spanische Linux-Variante auf CD mitgenommen. Damit konnten wir feststellen, dass die Daten noch alle auf dem Computer waren. Wir konnten nur nicht darauf zugreifen. Als wir dann wenigstens den Windows-Startvorgang einleiten konnten, erwartete uns die nächste Überraschung: Plötzlich wurde ein Administrator-Passwort gefordert, dass wir nie gesetzt haben. Hans versuchte das Passwort dann mithilfe von anderen Programmen auszulesen, dabei kam heraus, dass eigentlich eh keines gesetzt war. Wie auch immer, es ging nix. Maria beschränkte sich aufs beten, während Hans wie wild am Lösung-Suchen war. Spät in der Nacht kam ihm noch die Idee eine andere Linux-Variante zu besorgen, die von der CD aus gestartet werden kann, mit deren Hilfe man aber auf die Festplatte zugreifen konnte. Die Ausführung dieses genialen Planes wurde aber auf den nächsten Tag verschoben. (Das Bett hatte natürlich auch wieder ein Loch.)

Ach ja, nicht nur wir hatten Probleme: Die Hauswirtin von Emma und David hatte ihnen das Wasser abgedreht, weil die beiden die Miete nicht bezahlt haben. Wie schon in vorhergehenden Blog-Einträgen erklärt, haben die beiden große Probleme mit ihrer Dueña (Wohnungsbesitzerin). Sie meinte zuletzt, sie behält sich die Kaution ein. Sie hatte zwar keinen triftigen Grund, aber sie behält sie sich einfach, weil was sollen zwei Ausländer schon dagegen ausrichten. Nachdem die Kaution gerade eine Monatsmiete ausmacht, haben Emma und David und auch die beiden anderen Mitbewohner (aus Bulgarien) beschlossen, die letzte Rate nicht mehr zu bezahlen. Dann sind sie sozusagen quitt. Und jetzt dreht ihnen die Vermieterin einfach das Wasser ab (ist übrigens strafbar).


¡Windows está muerto, viva Linux! o Día de la Candelaria (Windows ist tot, lang lebe Linux! oder auch Tag von Maria von Candelaria)
Am Freitag - hier war Feiertag, Día de la Candelaria (Maria von Candelaria) - führte Hans also seinen Plan aus, wobei wir netterweise den Computer von Dani, unserem Mitbewohner zu Hilfe nehmen konnten. Und tatsächlich: wir konnten schließlich alle Daten vom Rechner sichern. Kleines technisches Detail am Rande: Nachdem Knoppix (so heißt die Linux-Variante) von der CD aus lief, konnten wir ja mit unserem CD-Laufwerk die Daten nicht brennen. Da entdeckte Hans die geniale Option, Knoppix in den Arbeitsspeicher zu laden. So konnten wir die Daten direkt auf unserem Rechner brennen. Wir hatten dann nicht mehr genug DVD's um alle Daten zu sichern, aber das wichtigste hatten wir gespeichert. Nebenbei haben wir natürlich gelernt, man konnte sich nur leider nicht besonders gut konzentrieren. Maria wurde von ihren Eltern und ihrem Bruder Christian zum Namenstag gratuliert, wobei sie sich gleich ausweinen konnte. Christian erzählte eine schöne Geschichte: Als sich sein Kind im Bauch seiner Frau zu bewegen begann, legte er seinen Kopf auf ihren Bauch. Dann fühlte er, wie ihm ganz sanft etwas an seiner Wange entlang fuhr. Ist das nicht schöööön???


Ordenador, estudiar y amigos (Computer, Lernen und Freunde)
Am Samstag Vormittag marschierten wir bei wunderbar sonnigem Wetter zum AlCampo um DVDs kaufen. Dort trafen wir uns auch mit Emma, die an diesem Tag durch wundersame Weise wieder Wasser in ihrer Wohnung hatte. Wieder daheim aßen wir zu Mittag (Linsen mit Speck) und es schmeckte uns das Essen auch wieder. Am Nachmittag kam Emma zu uns, um sich Wanderkleidung auszuborgen, da sie am Sonntag den Teide besteigen wollten. Nebenbei sicherten wir weiter die Daten (es war ziemlich viel). Am Abend kamen auch noch David und Jeanne und es war recht gemütlich. Hans las sich Jeannes Arbeit durch (10 Seiten über die Definition, die Rolle und die Funktion eines Bewerters und eines Bewerteten). Irgendwie schien ihn das Thema nicht so besonders interessiert zu haben. Während des Lesens hörte man nur hin und wieder verzweifelte Schnaufer und am Ende einen Seufzer der Erleichterung.


Estudiar (Lernen)
Am Sonntag kämpfte Hans mit den günstigen DVD herum und am Ende funktionierte von 10 Stück genau eine. Sehr nervig! Ansonsten nutzten wir den Tag lernend. Am Abend ging Maria in die Kirche, vor allem um sich zu bedanken. Danach schaute sie bei Jeanne vorbei, die sie erst unter einem Berg von Zetteln, die über ihr Zimmer verteilt waren, ausgraben musste. Gemeinsam mit Sophie wollte sie noch etwas für die Uni tun und danach noch einen Film anschauen. Maria ging kurz heim um Hans etwas aufzumuntern und später gemeinsam mit ihm wieder zu Jeanne zu wandern, wo sich inzwischen Johanna auch noch dazugesellt hatte. Der Film, „Garden State“, hat uns sehr gut gefallen.
Andrew, ein erfolgloser in Hollywood lebender Schauspieler, fährt zur Beerdigung seiner querschnittsgelähmten Mutter in seine Heimatstadt. Dort holt ihn seine Vergangenheit ein, die er noch nicht wirklich aufgearbeitet hat und dort lernt er auch Sam kennen, ein Mädchen, das notorisch lügt. Ein leichter Film mit Tiefgang.


En fin, todo va bien. (Letztendlich wird alles gut.)
Am Montagvormittag fuhr Hans auf die Uni, da Arno von ihm HNO-Prüfungsfragen kopieren wollte. Danach ging's wieder einmal zum Decathlon wegen Klebstoff für's Bett und zum Alcampo wegen der Sicherungs-DVDs. So konnten wir auch endlich die Sicherung abschließen und den Laptop neu aufsetzen. Das gestaltete sich überraschend unproblematisch, obwohl wir uns entschieden hatten, die Festplatte zu partitionieren und zusätzlich zu WinXP auch Linux fix zu installieren.

(Für Interessierte: Hans hat eine relativ kleine reine Windows-Partition [ntfs] und eine ebensolche reine Linux-Partition [reiserfs] erstellt, weiters eine Linux-Auslagerungs-Partition und eine große [fat32] Partition zur gemeinsamen Verwendung. Danach wurde XP installiert und am Ende Linux. Wenn man Linux nämlich zuerst installiert und dann Windows, verhindert Windows, dass man Linux starten kann! Dazu ein kleiner Witz am Rande: Was haben Windows und ein U-Boot gemeinsam? Wenn man ein Fenster öffnet, fangen die Probleme an...)

Abends gingen wir mit Sophie, Johanna und Jeanne ins Konzert des Orquesta Sinfónica de Tenerife, für das wir wieder Freikarten hatten. Gespielt wurde „Música Masónica de Mozart“ (Mozart's Freimaurermusik). Was bei uns noch als unbestätigte Theorie gilt, ist in Spanien ein Faktum: Dass Mozart ein Freimaurer gewesen sei. Dies wurde musikalisch untermauert mit Kammermusik, die teilweise tatsächlich (Freimaurer-Kantate) und teilweise nur vermutlich (Zauberflöte) etwas mit den Freimaurern zu tun hat. In Spanien genießt diese Vereinigung offenbar hohes Ansehen, da sie am Liberalisierungsprozeß des 19. Jahrhunderts beteiligt gewesen zu sein schienen. Das Konzert hat uns jedenfalls gut gefallen, besonders die feinen Holzbläser-Stücke und der fantastische katalanische Chor. Ein Tenor-Solist war leider wegen einer Verkühlung etwas schaumgebremst. Die weiteren Solisten waren aber sehr gut.


Estudiado demasiado (zuviel gelernt)
Am Dienstag passierte eigentlich nichts Aufregegendes oder Erzählenswertes. Wir lernten beide und beschlossen schließlich, als nichts mehr in den Kopf hineingehen wollte, einen Spaziergang durch La Laguna zu unternehmen. Hans fiel ein Stein vom Herzen, als ihn Maria aufklärte, dass noch gar nicht Mittwoch war, wie er gedacht hatte. Ein Tag mehr zum Lernen!


Nada emocionante (Nichts Spannendes)
Auch der Mittwoch war ein reiner Lern- und Berichtschreib-Tag. Abends gingen wir mit Jeanne laufen, was ein guter Ausgleich war.


Examen de Otorrino (HNO-Prüfung)
Am Donnerstag hieß es für Hans früh aufstehen, denn er hatte seine HNO-Prüfung. Wie schon beschrieben, handelte es sich um eine schriftliche Prüfung (Modus Kurzantwort). In der Stunden mussten 50 Fragen beantwortet werden, was sich als ziemliche Herausforderung erwies. Viele Fragen waren sehr weitläufig gestellt oder einfach so ziemlich schwer, weil, wie schon einmal gesagt, die HNO-Professorin immer genau auf das Wort hinaus will, dass sie im Kopf hat. Vamos a ver. (Mal sehen.) Es ist jedes Ergebnis möglich, aber nach dem, was bis jetzt auch in den Erfahrungsberichten der ehemaligen Erasmus-Studenten steht, ist wohl kein allzu großartiger Ausgang zu erwarten. Aber egal, die Prüfung ist bei uns zu Hause sicher nicht so schlimm, und das Praktikum bekommt Hans auf jeden Fall angerechnet.
Zurück in der Wohnung wurde Hans von Maria mit Äpfelnockerln überrascht, und da war die Welt vorerst wieder in Ordnung.
Am Nachmittag hatten wir dann wieder einmal Sprachkurs und abends gingen wir mit Teresa (Freundin von Jeanne), deren Freund Carlos und ihrer Schwester Agnes und mit Emilio ins Restaurant Maquila, in dem wir schon einmal fast die einzigen Kunden waren. Wieder war ausser uns nur eine Familie da. Das Essen war nicht umwerfend, aber in Ordnung. Später gingen wir noch in die Blues-Bar, wo wieder sehr gute Live-Musik geboten wurde.


Nada más. (Nichts weiter. Das war's.)
Der Freitag verlief recht ruhig. Maria schrieb weiter an ihrem Endbericht für „Vulkanische Geomorphologie“ und Hans begann, sich mit den Augenheilkunde-Mitschriften zu beschäftigen. Abends ging Hans zum Hapkido und Jeanne und Maria gingen laufen. Danach schauten wir bei uns den Film „Notting Hill“ - natürlich auf spanisch. Nada más.


Murieron con calma. (Sie ließen sich Zeit zu sterben.)
Vom Samstag lohnt es sich nur, über den Abend zu berichten. Wir hatten wieder Freikarten für's Auditorio, in dem an diesem Tag das WDR-Sinfonieorchester Köln Wagner's Tristan und Isolde zum Besten gab. Das Orchester spielte zwar großartig, der Dirigent gefiel uns ausgesprochen gut und die „Isolde“ hatte eine Wahnsinns-Stimme, aber Wagner-Gesang ist einfach nichts für uns. Der Heldentenor Marke Danny de Vito (der neben der Walküren-Sopranistin ziemlich lächerlich aussah) und auch die anderen Solisten schrien, was das Zeug hielt. Die Musik ist ausser pathetisch nur pathetisch und schildert in tragischster, langatmigster Weise den langsamen (seeeeeehr langsamen!) Untergang der beiden Liebenden (Triiiiiiistaaaaan! Isooooooooooldeeeee!). Es waren zwei Pausen angesetzt und Jeanne verließ den Saal in der ersten Pause, unter anderem, weil sie vorher in der Stadt ihr Lieblings-Schlaf-T-Shirt verloren hatte (Nein, es ist natürlich nicht NUR ein Schlaf-T-Shirt!!), dass sie suchen gehen wollte. Wir (Franka, Miriam und wir beide) gaben in der zweiten Pause auf. Jetzt sind wir wieder für eine Weile geheilt von Wagner. Zu Hause entspannten wir unsere Ohren mit ein wenig spanischer Gitarren-Liedermacher-Musik, die der wahren Natur der Liebe unserer Meinung nach viel besser gerecht wird als ein 70-Mann-Orchester-50-Mann-Chor-Plus-Solisten-Wagner.

Mittwoch, Jänner 31, 2007

neue Bilder

Das "Philharmonic Orchestra of Helsinki"


In der Pause ist Zeit, sich zu unterhalten...


...zu fotografieren...


...und das Programmheft zu studieren.


Schnappschuss eines intellektuellen Konzertbesuchers

Wir leben noch ('Tschuldigung für die lange bloglose Zeit!)

Empieza la ultima semana de practicas (Die letzte Praktikumswoche beginnt)
Der Montag war nicht besonders aufregend. Hans begann die letzte Praktikumswoche, diesmal auf der Station. Das hieß für ihn vor allem, hinter irgendeinem Doktor bei der Visite hinterherdackeln. Leider ziemlich verlorene Zeit also, die er viel besser zum lernen gebrauchen könnte. Abends ging er zum HAPKIDO und danach noch zu Inga, um mit ihr für die Prüfung am nächsten Tag den Stoff noch einmal kurz durchzugehen. Maria hat den Tag über wieder einmal diverse Dinge wie z.B. Exkursionsbericht schreiben, erledigt, obwohl sie leider nach über einer Woche die Exkursion nicht mehr im Detail nachvollziehen kann. :-)

Examen de Reanimación Cardiopulmonar Pediátrica (Kinderreanimation-Prüfung)

Am Dienstag watschelte auch Maria wieder auf die Uni (daran kann sie sich erinnern :-)). Am Nachmittag hatte Hans Prüfung in Reanimación Cardiopulmonar Pediátrica (Kinderreanimation). Es war ein Multiple-Choice Test, der Gott sei Dank nicht allzu schwer war. Am Abend trafen wir uns mit Rachel und Fab im „Natural Burger“, da die beiden offensichtlich doch wieder einmal Sehnsucht nach uns hatten. Vor Weihnachten hatten sie ja so irrsinnig viel Arbeit, dass sie schon ganz fertig waren. Jetzt haben sie zwar auch Prüfungen, aber keine Vorlesungen mehr und somit etwas mehr Zeit. Mareike und Jeanne waren auch dabei und es war wieder einmal eine recht nette Runde. Danach kam Jeanne noch mit zu uns, um hier ihr frisch abgeholtes Lehrbuch liegen zu lassen. So musste sie leider am nächsten Tag wieder zu uns kommen :-).

Decepción grande (Bittere Enttäuschung)
Maria ging wieder zur Uni um ein letzte Mal KEINE Vorlesung zu haben (aber man gewöhnt sich dran). Am Mittwoch fuhr Hans, in der Erwartung in den nächsten Tagen eine mündliche Praktikumsprüfung ablegen zu müssen, wieder zum Praktikum. Seine Erwartungen wurden aber leider bitter enttäuscht. Die Professorin sagte zu ihm: Dich kenn‘ ich eh schon von der Vorlesung und vom Praktikum, dich brauch ich nicht mehr prüfen. Tja, leider. Und dann erfuhr er noch, dass er Donnerstag und Freitag vom Praktikum befreit war, da er am Samstag die Prüfung ablegen wollte. Noch einmal total Pech gehabt. :-) Wenn’s kommt, dann kommt’s dick, aber da muss man durch. Am Abend versuchte Maria Hans zu trösten, aber er wurde erst in der Oper, für die wir wieder Freikarten von Arnos Gastvater erhalten hatten, abgelenkt. Gemeinsam mit Jeanne, Mareike, Emma und David, Rachel und Fabien, Inga und ihren beiden Mitbewohnern, Jelca, Elisabeth und Domingo (ein spanischer Freund von Jelca) fuhren wir zum Auditorio von Santa Cruz.
Kurzer Exkurs zu Jelca: Sie hat, nachdem es in der Familie immer unerträglicher geworden ist, beschlossen, bereits Ende Jänner wieder nachhause zurückzukehren. Daraufhin wurde die Familie noch unfreundlicher, hat sie über nichts mehr informiert. Daher beschloss Jelca, die letzten Tage nicht mehr bei der Familie zu verbringen. Untergekommen ist sie dann bei Elisabeth. Das ist das Aupair-Mädchen, dass in der Familie von Arnos Gastvater arbeitet. Sie wohnt aber nicht bei der Familie, sondern in einer Wohnung, die der Familie gehört.
Diesmal spielte das Helsinki Philharmonic Orchestra. Das erste Stück war 2005 für dieses Musik-Festival von Pilar Jurado (Sopranistin und Komponistin, geb.1968) geschrieben worden. Es war ein modernes Stück, dass Überraschend war vor allem, dass sie im Laufe des Stückes dann als Sopranistin dazugekommen ist und (wieder einmal für unsere Begriffe) traumhaft gesungen hat. Danach kam ein Cello-Konzert von Edward Elgar, gespielt von Johannes Moser (Münchner Cellist) – einfach traumhaft. Nach der Pause ging‘s weiter mit einer Tschaikovsky – Symphonie, natürlich auch sehr schön. Zenaido, unserem Gönner, haben wir Kernöl, Knabberkerne und Mozartkugeln mitgebracht, die er natürlich erst nicht annehmen wollte. Dann hat er sich aber doch sehr gefreut (vor allem über das Kernöl).

Otra vez May (Wieder einmal May)
Am Donnerstag konnte sich Hans endlich einmal ein bisschen ausschlafen. Nach der Vorlesung ging er zum Chef der HNO, um ihn zu fragen, ob er die Prüfung mündlich machen kann. Die Prüfung ist nämlich normalerweise schriftlich Typ „Kurzantwort“, was als Nicht-Spanisch-Muttersprachler natürlich schwierig ist. Und abgesehen davon, sind die HNO-Professoren ziemlich pedantisch und wollen z.T. genau das eine Wort hören, dass sie im Kopf haben, und jede Umschreibung ist falsch. Jedenfalls erfuhr Hans, nachdem er eine halbe Stunde gewartet hatte, dass der Professor heute doch nicht mehr kommen würde und er es morgen um acht wieder versuchen sollte.
Maria stellte ihren Exkursionsbericht fertig und am frühen Nachmittag kam Jelca zu uns, um Musik und Fotos mit uns auszutauschen. Danach hatten wir das erste Mal seit Ewigkeiten wieder Sprachunterricht bei May. Jeanne zog es vor, auf der Uni zu sitzen, und so mussten wir ganz allein zu May. Wir haben recht viel getratscht, was über die Weihnachtsferien so passiert ist,... Wir wollen auf jeden Fall noch einen Versuch starten, gemeinsam mit Doro, (vielleicht nehmen wir auch Jeanne mit, aber das müssen wir uns noch überlegen, nachdem sie uns so schändlich hängen gelassen hat) :-) Essen zu gehen. Mit einem Berg an Hausübungen wurden wir dann nachhause geschickt.

Última excursión (Letzte Exkursion)
Hans fuhr schon um halb acht auf die Uni, um den HNO-Chef zu erwischen. Diesmal traf er ihn zwar an, aber der Professor lehnte eine mündliche Prüfung mit der Begründung ab, dass alle Prüfungen der HNO schriftlich seien. Ganz logisch, nicht? Maria hatte Exkursion nach Los Silos am Rand des Teno-Massiv. Die Exkursion ging ein paar hundert Höhenmeter am Hang hinauf, und von oben hatte man einen wunderbaren Blick auf die Küste. Begleitet wurde die Exkursionsgruppe dabei von einem weißen Hund, der irrsinnig liebesbedürftig war. Sobald man ihn berührte, fiel er über einen her. Etwas weiter oben gesellten sich noch zwei Hunde dazu. Maria dachte sich, dass sie beim Essen sehr lästig sein werden würden, aber nichts dergleichen. Sie wollten nur mit dem „Rudel“ mitgehen. Sie begleiteten die Gruppe bis hinunter und waren dann plötzlich verschwunden. Danach teilte die Professorin in einem Café die benoteten Exkursionsberichte aus. Sie meinte, es sei schade, dass Maria nicht matrikuliert sei, weil die Berichte sehr gut seien und man würde merken, dass sich das Spanisch verbessert hat,... (Maria’s Bescheidenheit verhindert hier eine genauere Wiedergabe des Gesprächs mit der Professorin.) Irgendwie kamen wir dann darauf zu sprechen, dass Maria ja eigentlich auch mit Erasmus hierher kommen wollte, es aber nicht möglich war und dass es dann komischerweise sehr wohl für die beiden anderen Grazer Geographiestudenten möglich war. Einer davon war einmal bei den Exkursionen dabei, der andere zweimal, ist auch blöd, dass die Exkursionen immer Freitags in der Früh beginne, wenn doch der Donnerstag DER „Fortgeh-Tag“ ist. Das tat der Professorin dann noch mehr leid, und sie bot Maria von sich aus an, ihr eine inoffizielle Bestätigung zu schreiben, war Maria natürlich freudig annahm. Abgesehen davon, war dieser letzte Exkursionstag auch sonst recht entspannend, es wurden Adressen ausgetauscht, so dass vielleicht doch noch der eine oder andere Kontakt erhalten werden kann. Gegen Abend begann es zu regnen und als Maria in La Laguna ankam, stieg sie vom Bus aus direkt in einen Wildbach. Wenn man 5 Minuten auf der Strasse verbrachte, wohl gemerkt mit Regenjacke, Schirm und Bergschuhen, war man danach trotzdem völlig durchnässt. Hans war noch bei Hapkido, Maria musste sich dort den Schlüssel holen. Danach ging sie in die Wohnung, packte trockenes Gewand in den Rucksack, holte Hans vom Hapkido ab, und gemeinsam gings dann zu Jeanne, um dort den Film „Barfuss“ anzuschauen. Dort legten wir uns dann trocken und verbrachten einen sehr gemütlichen Abend gemeinsam mit Jelca, Elisabeth und Emma. Der Film ist von und mit Til Schweiger (wobei er sich auf das „von“ beschränken hätte sollen!), handelt von einem Versager (Til Schweiger) und einem Mädchen aus der Psychiatrie, die von ihrer Mutter rund 18 Jahre eingesperrt worden war. Gemeinsam reißen sie sich aus ihrer Misere heraus. Sehr netter Film. Die weibliche Hauptrolle überdeckt auch sehr gut die mangelhaften Schauspielkünste von Til Schweiger.

Examen de Ginecología (Gyn-Prüfung)
Samstag um 10.00 Uhr musste Hans sich zur Gyn-Prüfung melden. Danach wurden sie auf Prüfer aufgeteilt, wobei sie jeweils vor zwei Professoren ein „Kreuzverhör“ zu bestehen hatten. Hans kam zu relativ schweren Prüfern (von 5 angetretenen sind 3 geflogen), aber nachdem er gut vorbereitet, das Thema interessant und es Vormittag (da fließt das Spanisch noch :-)) war, ging alles gut. Für interessierte (also Mama und Jan): Die Fragen waren:
- Frühdiagnose des Gebärmutterhalskrebs;
- diagnostisches und therapeutisches Vorgehen bei einer 25jährigen Patientin, die sich einen Knoten in der Brust getastet hat;
- akute Gefährdung der fetalen Gesundheit während der Geburt
- Blutungsursachen in der zweiten Hälfte der Schwangerschaft
Nach etwas Wartezeit erfuhr er auch seine Note: eine 9 (das spanische System kennt Noten von 0 bis 10, 0 ist ganz schlecht, ab 5 hat man bestanden). Nach Prüfung ging er noch trotz Sauwetters zum Decathlon um wieder einmal Klebstoff für unser Bett zu holen. Als er schließlich daheim ankam ging er wie üblich nach Prüfungen – nein, nicht feiern, sondern: schlafen. Maria schriftelte tagsüber an ihrem letzten Exkursionsbericht, der bis Montag fertig sein sollte und den sie eigentlich gar nicht mehr machen wollte, aber nachdem die Professorin ihr die Bestätigung mit detaillierter Auflistung der einzelnen Exkursionen und (fiktiven) Benotungen zugesichert hatte, wäre es blöd, nicht auch noch den letzten Bericht zu schreiben. Am Abend besuchte uns noch Jeanne. Wir unterhielten uns lange mit Janshen und danach mit Maria’s Bruder Walter und erfuhren einige interessante Dinge aus der Heimat, die uns ja schon bald wiedersieht (Unglaublich, wie schnell die Zeit vergeht – wollten wir nur einmal gesagt haben).

Tiempo miserable (miserables Wetter)
Sonntags wollten wir ursprünglich, nachdem es Jelcas letztes Wochenende war, mit Emilio zu einer Höhle am Strand, die nur bei Ebbe zugänglich ist. Das Wetter war aber auch am Sonntag noch derartig mies, dass Emilio das Vorhaben abgeblasen hat, weil es zu gefährlich gewesen wäre. Alternativ dazu wollten wir uns abends in einem Café treffen. Tagsüber schrieb Maria wieder am Bericht, bis ihre Augen zu schielen begannen, der Bericht aber immer noch nicht fertig war. Abgesehen davon galt es auch noch die Hausaufgaben von May zu erledigen, da wir am Montag um 12.00 Uhr schon wieder Unterricht hatten. Maria beschloss, den Bericht erst Dienstag abzugeben, und doch mit ins Café zu gehen, um den Augen eine Pause zu gönnen. So klang der Sonntag recht gemütlich aus.

Clases de Español (Spanisch-Unterricht)

Am Montag Vormittag machten wir unsere Spanisch-Hausübungen (es war wirklich viel) und gingen dann zum Unterricht. Da saß eine Neue, wobei als erste Reaktion „weg da, hier gehören Jeanne und Doro her“ vom unseren Reptiliengehirnen gesendet wurde. Im Laufe der Stunde erfuhren wir, dass sie Informationswissenschaften studiert und aus der Nähe von Köln kommt. Anfangs diskutierten wir die Unterschiede und Gemeinsamkeiten der spanischen, deutschen und österreichischen Mentalitäten. Danach haben wir uns mit Grammatik und Vokabeln beschäftigt und wieder einen Haufen Aufgabe abgesahnt. Am Abend ging Hans zum Hapkido und danach noch mit Maria mit Jeanne laufen, weil ihm eine harte Hapkido-Stunde zuwenig war.

Resuelto mucho (Viel erledigt)

Am Dienstag ging Maria in der Früh auf die Uni, um zu sehen, ob vielleicht doch noch eine Vorlesung ist (War natürlich keine). Während sie sich auf eine Bank ihrer Spanisch-HÜ widmete kam ein Mitstudent an, von dem sie die Mitschriften von „Geomorfología Volcánica“ abjammerte. Sie war zwar praktisch immer dort, aber eine echt spanische Mitschrift ist halt doch etwas anderes. Danach wollte sie ihren Bericht abgeben, die Professorin war jedoch nicht da. Dafür war aber die andere Professorin da, die sie gleich fragte, ob sie von ihr eine Bestätigung haben könnte. Zuerst meinte sie „Nein“ (geschockter Blick), um weiter zu sagen, dass Maria die Bestätigung selbst schreiben solle und sie unterschreibt es dann. Sie meinte auch noch zu Maria, dass es schade sei, dass sie keine Prüfung macht, weil sie bestimmt eine gute Note bekommen würde. Als Maria ihr Büro verließ, kam gerade die andere Professorin an und sie konnte auch noch ihren Bericht abgeben. So war innerhalb von einer halben Stunde das erledigt, wofür man (vor allem auf Teneriffa) normal eine Woche braucht. Perfekt. Um das zu genießen, ging Maria in die Cafeteria und feierte ihren Erfolg mit einem Frühstück. Wenig später kam Jeanne dazu, die am Campus war um Bücher zurückzugeben. Hans war währenddessen zur letzten Vorlesung auf die Uni gefahren. Wir trafen uns dann schließlich alle beim Alcampo. Jeanne musste etwas früher heim (um „Friends“ zu schauen!). Hans und Maria labten sich an einem halben Meter Wurst, was hier in einigen Lokalen angeboten wird: Auf einem langen Brett wird eine ca. 50cm lange Wurst serviert. Darüber sind Pommes, Käse, Schinken verteilt garniert mit Salat und Saucen. Sehr lecker. Am Abend wollten wir uns bei Jeanne treffen, um gemeinsam den neuesten Bond-Film anzuschauen. Nachmittags meldete sich dann Jelca, dass sie uns zum Abschied in der Teebar „La Folie“ treffen wolle. So sind wir vor dem Film noch ins La Folie. Der neue Bond hat uns nicht vom Hocker gerissen, im Gegenteil. Wir meinen, es ist mittlerweile irgendein Action-Film und nicht einmal ein guter. (Kommentar von Hans: Der beste James Bond war Roger Moore und der letzte war Sean Connery)

Dienstag, Jänner 23, 2007

Die Prüfungszeit beginnt


Un día fuerte (Ein anstrengender Tag)
Am Donnerstag hatte Hans Vormittags wie üblich Gyn-Praktikum, jedoch nach den Vorlesungen noch „Guardia“, so dass er erst sehr spät von der Uni heim kam. Maria erledigte an diesem Tag diverse Dinge (Wäsche, Uni-Bericht, emails, Tagebucheintrag,...) , die halt so anfallen. Am Abend holte sie dann Reli-Mama und Grete von der Busstation ab, um mit ihnen La Laguna zu erkunden. Zuerst spazierten wir zum Antiguo Convento Santo Domingo, wo eine Ausstellung von Oscar Dominguez stattfand. Allein das Gebäude ist schon sehenswert (sehr schöner Innenhof, neu renoviert) aber auch die Ausstellung war nicht schlecht. Hier gesellte sich auch Hans, direkt von der Uni kommend, zu den anderen. Gemeinsam gings dann weiter zum Instituto Cabrero Pinto, wo gerade eine Ausstellung über die Banane von 30 verschiedenen Künstlern läuft. Wir hatten zwar nur eine viertel Stunde Zeit, aber einige Bilder und Ausstellungsstücke waren echt sehenswert. Danach sind wir noch durch die Stadt geschlendert, an der Kathedrale vorbei, durch die Fußgängerzonen und haben etwas das Flair La Lagunas auf uns wirken lassen. Nach einem Kaffee und einem abschließenden „Tratsch“ brachten wir die beiden zum Busbahnhof, wobei der Bus gerade ankam und so den Abschied etwas leichter machte. Nach diesem anstrengenden Tag fiel vor allem Hans ziemlich k.o. ins Bett.

Por fin volver a Hapkido (Endlich wieder Hapkido)
Am Freitag Vormittag begab sich Hans das letzte Mal für diese Woche zum Gyn-Praktikum und am Nachmittag zu den Vorlesungen. Nachmittags trafen sich Maria, Jeanne und Hans beim Alcampo um gemeinsam für Emilio ein Geburtstagsgeschenk zu suchen. Hans wäre auf dem Heimweg fast eingeschlafen. Trotzdem ging er im Anschluss noch zum Hapkido, nachdem uns der Trainer Miguel ein derartig rührendes email geschrieben hatte. Maria und Jeanne beschlossen ein paar Runden an der frischen Luft zu laufen und nicht mit Hans kämpfen zu gehen. Hans kam danach glücklich grinsend, entspannt und fertig vom Sport und wieder einmal fielen wir müde in unser Bett.

Cumpleaños de Emilio (Emilios Geburtstag)
Am Samstag Vormittag konnte Hans endlich einmal ausschlafen, wobei er trotzdem bereits vormittags wieder lernte. Wenn man jeden Tag um 6.00 Uhr aufsteht, kann man dann halt kaum auf Anhieb bis 10.00 oder so schlafen. Maria machte sich am Vormittag an die Vorbereitung eines Erdäpfel-Salates (=Kartoffel-Salat), als Mitbringsel für die Chuletada (Kurzübersetzung: Grillparty im Wald an dafür vorgesehenen Plätzen). Dann ging sie mit Jeanne in die Stadt um dort noch das letzte Teil des Geschenks für Emilio zu besorgen. Im Endeffekt bekam er von uns ein „Asien-Paket“ (Kalender mit asiatisch anmutenden Bildern, ein Set bestehend aus Schüsselchen, Stäbchen, Stäbchenhalter und Bambus-Platzsets, 2 asiatische Nudel-Fertiggerichte). Nach den letzten Erdäpfel-Salat-Abschmeck-Tätigkeiten gingen wir gemeinsam zur Busstation wo wir auch Emma, Jelca und Mareike trafen. Nach einer ewigen Busfahrt nach Icod wurden wir dort von Gema (sprich: Chema; Emilios Freundin) und Oliver, einem Freund von Emilio mit Autos nach San José de los Llanos verfrachtet, wo die Chuletada stattfand. Der Platz ist sehr schön, schon recht hoch gelegen, so dass es im Schatten durchaus frisch wurde. Der Erdäpfel-Salat kam, mit echtem steirischen Kernöl verfeinert, vor allem bei Jeanne gut an. Wir futterten den ganzen Nachmittag, tratschten, gingen etwas spazieren. Alles in allem war es recht gemütlich. Abends wurden wir wieder mit den Autos zur Busstation in Icod gebracht, wobei die Bremsen wohl etwas von der starken Beladung überlastet waren und erst fürchterlich zu stinken und dann auch noch zu rauchen begannen. Trotzdem sind wir schließlich wieder gut in La Laguna gelandet.


Día de descanso (Tag der Erholung)

Am Sonntag war traumhaftes Wetter, das wir bei einem ausgedehnten Spaziergang genossen. Sonst machten wir nichts besonderes: Lesen, Wäsche, Lernen, Faulenzen,... Mittags gingen wir in die Kirche, wo gerade eine Messe für Erstkommunikanten war. Das war schön, wieder einmal zu sehen, dass in einer Kirche auch Leben sein kann. Am Abend trafen wir uns mit Jeanne um gemeinsam Laufen zu gehen. Dabei haben wir am anderen Ende der Stadt einen völlig neuen Winkel entdeckt, den alle anderen schon lange kannten, nur wir nicht. Es ist eine Palmenallee, offenbar in einem recht wohlhabenden Viertel, da sich drumherum ziemlich große Villen befinden. In der Nähe gibt es noch eine andere Allee und einen Park, und wenn die Leute von „der Laufstrecken-Allee“ erzählten, dachten wir immer, es sei diese. Man lernt nie aus. Danach mussten wir die verbrannten Kalorien wieder auffüllen und genossen wir die Köstlichkeiten, die uns von daheim mitgegeben worden waren („Gsölchts“ (Geselchtes; geselcht=geräuchert), Wurst, Kren (=Meerrettich) Brot).