Über uns

Kirchdorf an der Krems, Oberösterreich, Austria
¡Hola chic@s! Wir haben am 13.06.2009 geheiratet! Unsere Hochzeitsseite findet ihr unter www.hochzeit.plienegger.net (Dies war ursprünglich das Tagebuch unseres Erasmus-Aufenthaltes. Jetzt sind wir wieder zuhause und posten immer wieder Neuigkeiten aus unserer Umgebung.)

Montag, Oktober 30, 2006

Organisación Increíble en la Universidad (Unglaubliche Organisation an der Universität)

Der Montag verlief relativ unspektakulär. Wir haben gelernt bzw. etwas für die Uni getan. Am Vormittag sollte eigentlich Hans‘ Lehrveranstaltung “Endocrinología Ginecológica y Anticoncepción” (für Nicht-Spanisch-Sprecher und Nicht-Mediziner: gynäkologische Hormonlehre und Verhütung) beginnen. Die Angaben nach Lehrveranstaltungsverzeichnis lauteten so: Mo 16.- Fr. 20.Okt, 9-10 Praxis, 18-19.15 Theorie in der Aula 6. Tatsächlich begonnen hat es am Mo 23 Okt., wobei sie an der Information sagten, dass das erste Mal keine Praxis sei und es erst am Nachmittag beginne. Im Endeffekt gibt es bei dieser Lehrveranstaltung gar keine Praxis und sie dauert von 16.00 bis 18.15. Außerdem fand die Vorlesung in der Aula 3, nicht 6, statt. Es ist eher wie eine Vortragsreihe, wo pro Tag mindestens 3 Leute zu diversen Aspekten wie z.B. Schwangerschaftsdiabetes sprechen. Im Vorlesungsverzeichnis stimmte also bis auf den Titel der Lehrveranstaltung nichts. Das hatte aber auch sein Gutes: Aufgrund der kleinen Änderungen konnte Hans auch zum Hapkido mitkommen, wo wir wieder ordentlich mit Bauchmuskelübungen und Liegestützen gequält wurden. Etwas später rief Jeanne noch an, ob sie vorbeikommen könne, um ihre Hausübung auf unserem Laptop zu schreiben. Mit einigen Hindernissen (Computerabsturz und alles noch einmal von vorne) und vereinten Kräften bannten wir eine Seite spanischen Textes schlussendlich doch auf dem Computer. Die Nachbesprechungsphase dehnte sich dann noch bis spät in die Nacht aus...

Die schlechte Organisation auf der Uni bekam dann auch Maria am nächsten Tag mit, als sie wieder einmal auf ihre “Geomorfología Volcánica” (Vulkanische Geomorphologie) wartete. Es tauchte schließlich noch eine andere Studentin auf, die sagte, dass heute nix sei. Auf die Frage ob morgen die Vorlesung stattfinde, meinte sie: “Wahrscheinlich schon.” Maria hatte am Campusgelände ein Programmheft mit allem möglichen kulturellen Angebot in der CajaCanarias gefunden, das sie sich während der Wartezeit zu Gemüte führte und schließlich auch mit nach Hause nahm Für Vergessliche oder jene, die erst später Blogleser wurden: Die CajaCanarias ist eigentlich eine Bank, die aber in einer Filiale in Sta. Cruz eine Kultureinrichtung betreibt. Von Montag bis Freitag wird da jeden Abend etwas anderes geboten: Ballett, Kammermusik, Indischen Tanz, Musik aus aller Herren Länder, eben die Filme, die jeden Montag gezeigt werden, Kindertheater,...
Maria verzog sich dann wieder in die Bibliothek (Auch das B ist schon fertig!), ging auf dem Heimweg einkaufen (Paprikaspeck gibt es hier auch – mmmmh!) und werkelte daheim dann noch etwas an dem Exkursionsbericht.
Hans war wieder bis abends auf der Uni und war erstaunt, wie kaltblütig Ärzte über Abtreibung sprechen können. Auf spanisch sprachen sie bei der Vorlesung von “die Schwangerschaft wird entfernt” und nicht “ das Kind oder der Embryo”. Auch wenn bei der Frau aus Unachtsamkeit bei der Kürettage der Uterus durchstochen wird, ist das für manche immer noch ein Grund zu sagen: “Ach ja, sowas ist uns doch schon allen passiert” und dabei zu lachen.
Abends hatten wir uns mit Emma, David, Sophie, Johanna, Doro und Jeanne verabredet, um gemeinsam einen Film anzuschauen. An der Universität wurde nämlich eine Woche lang jeweils um 20.30 Uhr eine Reihe von Filmen gezeigt, die gemeinsam haben, dass “Historias Cruzadas” (sich kreuzende Geschichten) darin vorkamen. “Happiness”, so hieß der Film, handelte vom Bild der perfekten amerkanischen Familie, hinter dessen Fassade sich Dramen abspielten (Vater zweier Kinder vergewaltigt zwei derer Schulkollegen, dessen Schwiegereltern lassen sich scheiden weil der Mann keinerlei Gefühle mehr empfinden kann, ... Immer, wenn man dachte, man wüßte, was sich in der nächsten Szene Schreckliches ereignen würde, kam es noch schlimmer). Keine leichte Kost, aber trotzdem gut.

Auch am Mittwoch war Maria wieder umsonst auf der Uni, diesmal wartete sie aber mit mehreren Studenten. Darunter waren auch zwei Studentinnen, die auch bei den Exkursionen dabei sind. Besonders Ione (spanische Variante von Yvonne) ist sehr nett und informierte mich, dass am Freitag die geplante Exkursion zum Pico Viejo entfalle, weil Schlechtwetter angesagt war und das Unterfangen daher zu gefährlich sei. Sie bot Maria von sich aus an, die Telefonnummern auszutauschen, um sie informieren zu können, wenn Lehrveranstaltungen verschoben werden oder entfallen. Wirklich sehr freundlich!
Hans kam diesmal etwas zu spät zum Hapkido, was den Trainer zur Frage bewog: Was ist mit Hans? Hat er genug von mir? Hier muss angemerkt werden, dass dazu anfangs wirklich Grund gewesen wäre: Er nahm ständig Hans als Demonstrationsobjekt. Der Trainer selbst ist nicht allzu groß und meinte dann immer: Hans kann das gar nicht weh tun, er ist doch so viel größer und schwerer als er. Am besten waren eigentlich die Aussagen “dolor solo es dolor” (Schmerz ist nur Schmerz) und “tu tienes que acostumbrarte al dolor” (du musst dich an den Schmerz gewöhnen). Er erklärte uns die Übungen kaum und wirkte alles andere als freundlich. Mittlerweile hat sich seine Einstellung jedoch gewandelt. Wir meinen, dass liegt daran, dass er gesehen hat, dass wir wirklich konsequent 3x pro Woche kommen und auch daran interessiert sind, etwas zu lernen. Jetzt ist es wirklich lustig mit ihm!
Auf dem Heimweg pfiff uns ein kalter Wind um die Ohren und so luden wir Emma (David musste lernen), Doro und Jeanne bei uns auf eine Heiße Schokolade ein, die wir mit unseren Futtervorräten etwas ausdehnten.

“El Camino” (Der Weg)

Donnerstags vormittag hatten wir beide Sprachkurs bei May, eine recht anstrengende Generalwiederholung mit Texverständnis und einigen saublöden Übungen. Danach machte sich Hans gleich auf den Weg zur Uni während Maria sich schnell noch einen Salat zubereitete, um danach mit Jeanne in Bibliothek zu gehen. Nach einiger Zeit wurde Maria müde (-> Kaffee) und Jeanne hungrig (-> mitgebrachtes Brot) uns so gingen sie in die Cafeteria. Sie kamen von einem Geprächsthema zum anderen und plötzlich war es halb sechs (wer hatte da bloß an der Uhr gedreht???). Vor der Bibliothek stand ein Blutspendebus und Jeanne hatte schon zuvor gemeint, dass sie gerne wieder einmal Blut spenden möchte. Sie rang sich dann tatsächlich auch dazu durch. Auch Hans traf dann auf seinem Nachhauseweg von der Uni zu den beiden und wollte ursprünglich auch Blut spenden. Sein Puls war aber zu hoch (ging natürlich auch nach dem Warten nicht runter, wenn man einmal gesagt bekommt: “ Dein Puls ist zu hoch”, dann beruhigt man sich natürlich nicht) und so wurde schließlich nur Jeanne zu Ader gelassen. Wir fuhren dann gemeinsam mit dem Bus nachhause.
Hans erzählte währenddessen, dass ihm sein Koordinator über Arno ein Buch zukommen gelassen hatte. Es handelte sich um das “Regelwerk” der schon vorher einmal erwähnten religiösen Organisation. Mehr dazu gibt’s in Emails oder am Telefon. Jedenfalls ist es unfassbar, dass der Autor inzwischen ein Heiliger ist!
Am Abend sahen wir uns wieder gemeinsam einen Film aus der Reihe “Historias Cruzadas an. “Caricias”, ein Werk eines spanischen Regisseurs, handelt von den Menschen in einer Großstadt (Barcelona), die unfähig sind, miteinander zu kommunizieren und sich so ständig gegenseitig Schaden zufügen. Maria gefiel der Film nicht so schlecht, Hans meinte, es gäbe bessere, das lag vielleicht aber auch an seiner Stimmung: Besagte Lektüre, sowie ein unreflektiertes Loblied auf die hormonelle Verhütung in der Vorlesung am Nachmittag...


Natilla (Pudding)

Der Freitag verlief sehr angenehm. Hans hatte sich in der Gyn-Vorlesung getraut, eine Frage zu stellen. (Nicht lachen: Das ist gar nicht so einfach! Man muss eine Frage zu einem wissenschaftlichen Thema so formulieren, dass nicht der volle Hörsaal einen Lachkrampf bekommt, und der Professor auch weiß, wovon man redet!) Die Lehrveranstaltung am Nachmittag bestand wieder aus einem Lobpreis auf Pille, Hormonpflaster, Vaginalring und Co., aber sie dauerte diesmal nicht so lang.
Maria hatte eine längerdauernde Schrecksekunde, als am Vormittag das CD-Rom-Laufwerk ihres Laptops nicht mehr funktionierte, aber nach einigen Reinigungsritualen konnte sie es wieder besänftigen. Wir opfern ihm jetzt einfach jeden Tag einen Korb voll Strom und eine halbe CD. Sonntags eine ganze. Hugh!
Nach dem Hapkido trafen setzten wir uns noch mit Jeanne und Doro auf einen selbstgemachten Schoko- und Vanillepudding zusammen. Wir diskutierten noch einige Zeit wichtige wissenschaftliche Fakten und neue Forschungsergebnisse (Ja, sicher! Was glaubt ihr denn?)

Mittwoch, Oktober 25, 2006

Es ist schwierig, immer einen passenden Titel zu finden!

Hablar y charlar (Reden)

Am Mittwoch kochten wir bereits recht früh und aßen schon um 11.30 zu Mittag, um danach zur Uni aufbrechen zu können. Schon alle Sachen in der Hand, erinnerte sich Hans im letzten Moment daran, dass er diesen Mittwoch ja frei hatte, da “Día de la Facultad” (Tag der Fakultät) war. So nutzte er den Nachmittag um zu lernen. Maria ging wieder zu ihrer Vorlesung, vorsichtshalber bereits eine halbe Stunde früher. Plötzlich tauchten aber völlig fremde Studenten auf und verschwanden in dem Raum, in dem eigentlich die Vorlesung stattfinden sollte. Nach einiger Zeit kam doch noch ein zweiter Geographie-Student, der offensichtlich genauso uninformiert war wie Maria. Jedenfalls begann er mit ihr zu reden wobei Maria rund 15% vom Gespräch verstand. Es war also eher ein Monolog. Inhaltlich war mitzubekommen, dass er sich über die Bedingungen an der geographischen Fakultät beschwerte. Er sprach sehr schnell und mit diesem fiesen kanarischen Akzent – es war recht frustrierend. Maria stellte im Anschluss daran die Theorie auf, dass sich auch Kanaren untereinander bzw. Spanier mit Kanaren zum Teil schlecht verstehen, so undeutlich wie die sprechen. Abgesehen davon, hat auch unser Mitbewohner gesagt, dass er den Ruf hat undeutlich zu sprechen und es soll auch Professoren geben, die selbst Spanier nicht verstehen. Insofern also doch wieder nicht so frustrierend.
Am Nachmittag setzte sich Maria wieder in die Bibliothek wo sie sich diesmal mit Jeanne verabredet hatte. Leider mussten sie dringend über Gott und die Welt sprechen und das arbeiten musste dann um so schneller erledigt werden. Das “A” hat Maria jetzt jedenfalls fertig (fleissige Tagebuchleser wissen, was damit gemeint ist). Um 5 kam Hans noch dazu, weil wir eigentlich noch zum AlCampo gehen wollten. Es war dann aber schon zu spät weil ja bereits um 7 Hapkido begann. So kauften wir nur schnell beim Alteza um die Ecke ein und frönten dann wieder der sportlichen Ertüchtigung.
Im Anschluss hatten wir uns dazu verabredet ins Café7 zum Erasmusler-Treffen zu gehen. Dort war es noch recht nett und Maria stieß schließlich sogar auf eine Erasmus-Geographin, Miriam aus Leipzig. Von ihr erfuhr sie von einer Lehrveranstaltung die ausschließlich aus Exkursionen besteht und am Freitag beginnen sollte. Maria beschloss, am nächsten Tag zur Professorin zu gehen und zu fragen, ob sie daran teilnehmen könne. Nach ausgiebigem interkulturellen Austausch (neben unseren nördlichen Nachbarn war beispielsweise auch Mario, die Finnin wieder dabei) begaben wir uns wieder nach Hause.



La profesora esta llamando (Die Frau Professor telefoniert)

Am Donnerstag musste Hans wieder ganz normal zur Uni. Auch Maria begab sich zur Geographie-Fakultät, um eben Frau Prof. ??? Concepcion zu fragen, ob sie bei den Exkursionen mitfahren darf. An der Tür stand “Sprechstunden: Donnerstag, 11-14.00 Uhr”. Nachdem es genau 11.00 Uhr war, dachte Maria, dass passt genau, klopfte an, fand Frau Prof. am Telefon vor und wartete dann draußen. Jedesmal wenn sie an der Tür vorbeikam, hörte sie Frau Prof. telefonieren. Schließlich fragte sogar die Putzfrau (die dort übrigens sehr freundlich ist): ¿A quién estas esperando mi niña? (Auf wen wartest du, mein Kind?). Nach einer Stunde musste Maria zur Putzfrau sagen: Sie telefoniert immer noch. Um ca. 13.00 Uhr wurde es ruhiger im Büro, und Maria dachte sich: “So, jetzt aber!” und klopfte wiederum, um die Professorin wiederum telefonierend anzutreffen. Diesmal zuckte diese aber ganz schuldbewusst zusammen, sagte: “Sofort!” und in den Telefonhörer “Mama, ich muss jetzt aufhören!”, um dann Maria ausgesprochen freundlich zu empfangen. Es war ihr gewaltig peinlich und sie meinte, nachdem nur einmal angeklopft worden sei, dachte sie, Maria wäre wieder gegangen und dann hatte sie ein zweites Gespräch begonnen. Jedenfalls meinte sie, dass es überhaupt kein Problem sei, wenn Maria an den Exkursionen teilnehmen möchte und erklärte, dass die erste bereits am folgenden Tag stattfinden würde. Bis jetzt hatte Maria also mit den Professoren auf der Uni praktisch ausschließlich gute Erfahrungen.
Danach traf Maria noch Rachel und Fabien an der Bushaltestelle. Die beiden studieren Linguistik (Spanisch-Französisch) und haben wohl auch einen recht großen Arbeitsaufwand. Das System hier gleicht sehr einer Schule, was sich beispielsweise auch an folgender Episode zeigte. Rachel und Fabien kamen zu einer Unterrichtseinheit 5 Min. zu spät (bedingt durch den starken Frühverkehr und den dadurch verspäteten Bus), woraufhin der Prof. meinte, dass das nächste Mal die Tür zu sein werde, wenn sie zu spät kämen, und sie dann wieder heim gehen könnten. Sind sie denn unmündige Teenager oder Studenten, die für sich selbst Verantwortung tragen müssen?
Der Sprachkurs am Nachmittag war recht angenehm und beinahe entspannend, weil wir einige spanische Lieder anhörten und den Text dazu analysierten. Im Anschluss gingen Hans, Dorothea und Jeanne noch laufen, weil ihnen 3 mal pro Woche Sport eindeutig zu wenig ist.



La Excursion (Die Exkursion)

Am Freitag machte sich Maria bereits um halb 9 auf den Weg zum Campus Guajara (keine Ahnung, ob wir das jemals erklärt haben: Es gibt hier verschiedene Campus-Gelände, die zum Teil recht weit voneinander entfernt sind: Campus Anchieta mit Bio, Physik, Chemie,...; Campus Central mit Pädagogik, Sprachen,...; Campus Guajara mit Rechtswissenschaften, Sozialwissenschaften, Psychologie, Philologie, Geographie und Geschichte,... und dann noch das Spital mit der Medizinischen Fakultät). Dort sollte nämlich der Bus abfahren. Schlussendlich waren wir rund 10 Personen, davon ein Erasmus-Student aus Graz (ja, das ist möglich – und Maria hat sich grün und blau geärgert, dass sie das nicht früher erfahren hat!), Miriam aus Leipzig, 2 Spanier (Idaphe und Ephraim) und ein paar Spanierinnen (Idaira, Maria-José, ???) die in einen riesigen Bus (32 Plätze?) einstiegen. Wir fuhren rund 1 ½ Stunden über den Süden (Santa Cruz – Los Christianos) nach Santiago del Teide. Dort begaben wir uns ins Gelände und wir mussten zuerst einfach nur beschreiben, was wir sehen. Das war gar nicht so einfach, denn Vokabel wie Hang, Mulde,... sind doch nicht unbedingt der Standardwortschatz. Aber die Professorin war sehr bemüht, alle mit einzubinden. Für Maria war es einfach perfekt. Sie konnte gratis mit dem Bus quer über die Insel fahren, bekam die Landschaft erklärt und lernte so nebenbei Fachvokabular. Die Exkursionsgruppe ging nur ein kleines Stück den Hang hinauf um oben an einem wunderschönen Aussichtspunkt anzukommen, der einerseits die Sicht auf das Teno-Massiv mit den Inseln Gomera und La Palma im Hintergrund und andererseits auf den Teide erlaubte.
Nur ganz kurz ein kleiner “geographisch-wissenschaftlicher” Exkurs: Das Ziel der Exkursion lag genau an der Kontaktlinie zwischen altem und neuem Vulkanismus. Das Teno-Massiv entstand ungefähr zur gleichen Zeit wie die Alpen und ist daher auch schon von Wind und Wetter “angenagt”. Es gibt tiefe Einschnitte wie beispielsweise die Schlucht von Masca und man kann an den Anschnitten deutlich die Schichten der einzelnen Eruptionen erkennen. Hingegen ist die Inselmitte von sehr jungem Vulkanismus geprägt, die Ausbrüche gehen bis in historische Zeit (1909 war der letzte auf Teneriffa). Die Landschaft ist noch kaum verwittert, es gibt praktisch keine tiefen Gräben, aber auch noch wenig Vegetation. Dazwischen liegt das Tal von Santiago. Ursprünglich war es wohl auch ein Barranco, ein sehr tiefer und steiler Einschnitt. Dann sperrten Lavaströme das Tal ab und vom Teno-Massiv wurde verwittertes Material eingeschwemmt bzw. stürzte von den Bergen in das Tal. Dadurch konnte sich dort ein recht guter Boden entwickeln, der zumindest früher auch stark landwirtschaftlich genutzt wurde.
Oben bei diesem Aussichtspunkt genossen wir gemeinsam unsere Jause und spazierten wieder gemütlich zurück zum Bus. Auf dem Weg dorthin bemerkte Maria, dass es doch ganz schön anstrengend ist, sich den ganzen Tag zu konzentrieren um der spanischen Sprache folgen zu können und die entspannende Heimfahrt mit dem Bus kam ihr sehr gelegen. Kaum im Norden angekommen begann es zu nieseln, und dieses Nieseln entwickelte sich bis Icod de los Vinos zu einem richtigen Regen, der bis La Laguna anhielt.
Nachdem wir nur einen Schlüssel besitzen, musste Maria direkt zum Hapkido gehen (obwohl es inzwischen eigentlich eh Spaß macht – aber psst, nicht weitersagen). Und nachdem die anderen neugierig waren, wie es Maria auf der Exkursion ergangen war und nachdem wir uns sowieso schon so lange nicht mehr gesehen hatten, beschlossen wir, uns noch kurz in der Zumeria zu treffen.



??? (Erasmus-Eintopf, wos waas i, wia deis auf spanisch hoaßt!?)

Am Samstag trafen wir uns um 9.00 Uhr mit Mareike auf dem Markt an der Plaza del Adelantado, da wir am Tag zuvor beschlossen hatten gemeinsam zu kochen. Es war gar nicht so einfach, die passende WG dafür zu finden. Bei uns ist zwar genug Platz und wir haben auch passendes Kochgeschirr, aber dafür kaum Teller, bei Jeanne ist die Küche relativ klein,... Es stellte sich schließlich heraus, das es wohl am besten bei Doro wäre. Dann gab es noch die Frage zu klären, was wir kochen wollten. Es musste einfach in großer Menge zu machen sein. Wir einigten uns auf Gemüseintopf und darum kauften wir eben gemeinsam mit Mareike am Vormittag am Markt Zucchini-ähnliche Stacheldinger, Karotten, Tomaten, Süßkartoffeln, Kräuter und Paprika. Am Abend schnippelten wir alles klein, andere steuerten noch Kartoffeln, Kürbis, Kichererbsen, Zwiebel und Knoblauch bei. Das ganze kam in einen großen Topf, Suppenwürfel und Gewürze dazu (Cumin, Salz, Pfeffer, Thymian, Mayoran, Rosmarin) und wurde gekocht. Nebenbei fabrizierten wir noch eine kanarische Nachspeise, so etwas ähnliches wie Grieskoch, das mit Rosinen vermischt und kaltgestellt wird. Johanna kam etwas später und steuerte Getränke bei und nach dem Essen schauten auch Rachel und Fabien noch vorbei. Die beiden hatten einen himmlischen Kuchen mit Eis-Fülle und ein paar kleine Nachspeisen-Häppchen aus der Konditorei mitgebracht. Schließlich konnten wir uns kaum noch bewegen und beschränkten uns aufs tratschen und Musik-Hören. Später rief noch Arno an, ob wir nicht noch mit ihm fortgehen wollen. Maria zog es vor, etwas früher ins Bett zu gehen, Hans ließ sich zwar überreden, blieb aber auch nicht ewig. Die beiden wollten in ein Lokal namens “depende” gehen, in das Hans aber nicht hineingelassen wurde, weil er Flip-Flops anhatte! Es gibt hier nämlich bei vielen Bars die eigenartige Sitte, das man (als Mann) weder mit Turnschuhen, noch mit Sandalen das Lokal betreten darf. Warum auch immer. Das haben wir noch nicht herausgefunden.


Playa del Socorro y El Rosario (Playa del Socorro und El Rosario)

Am Sonntag hatten wir uns um viertel vor 11 bei Jeanne verabredet. Emilio, der Mitbewohner von Jeanne kommt aus Icod de los Vinos und hatte sich bereit erklärt, mit uns an den Strand zu gehen und dann eine kleine Wanderung von einem Dorf zum anderen zu unternehmen. So wanderten wir mit Jause und Handtüchern ausgerüstet zur Busstation, wo noch Mareike und Dorothea zu uns stießen. Gemeinsam fuhren wir zum Playa del Socorro (Socorro heißt Notfall). Der Strand ist sehr schön und sauber, die Landschaft rundherum traumhaft, nur für uns Nordlichter war etwas zu wenig Schatten. Der Strand trägt seinen Namen aber nicht von ungefähr, es herrscht nämlich eine ziemlich starke Strömung, die man auch schon zu spüren bekommt, wenn man nur bis zu den Knien im Wasser steht. Trotzdem genossen wir die sehr hohen Wellen und plantschten ausgiebig. Besonders Jeanne und Hans waren fast nicht mehr aus dem Wasser zu bekommen. Danach stiegen wir nochmals in den Bus und fuhren weiter nach El Rosario. Das ist echt ein kleiner Geheimtipp. Dieser Ort ist von oben und von den Seiten nicht einsichtig und es gibt drinnen auch keine Straßen mit Autos sondern nur Wege. Der Ort ist sehr gepflegt mit vielen Blumen und frisch gestrichenen Häusen. Das ganze am Steilabhang zum Meer mit den rauschenden Wellen – wir fühlten uns wie im Urlaub. Jeanne und Doro hätten auf dem Weg fast noch eine junge Katze eingepackt, die sich sehr über Spielkameraden menschlicher Art gefreut hat. Emilio zeigte uns auf dem Weg ein verfallenes, schönes altes Haus, dass sein “Traumhaus” wäre. Ein großer leerstehender Hof, direkt an der Küste ohne Autoverkehr, dort ließe es sich bestimmt aushalten. Wir gelangten schließlich an die nächste Siedlung, wo wir auf Emilios Empfehlung unter anderem Pulpos con Vinagreta (oder so ähnlich) also Tintenfisch mit Essig, Öl, Paprika,... probierten. Mit dem Bus ging es dann wieder zurück nach La Laguna.

Dienstag, Oktober 17, 2006

Alltag stellt sich ein

Misa y acostarse temprano (Messe und früh schlafengehen)

Am Sonntag wollten wir ursprünglich wandern gehen, hatten dann aber dafür zu lange geschlafen. Ausserdem war einiges daheim zu erledigen (Wäsche waschen, aufräumen,...) und wir wollten in die Kirche gehen. Nach dem gemütlichen Mittagessen auf dem Balkon begaben wir uns ins Internet-Café um das Tagebuch zu aktualisieren und "nachhause-zu-telefonieren". Da aber ziemlich viele Leute dort waren und die Verbindung daher recht langsam war, haben wir uns dort nicht ewig aufgehalten. Gleich um die Ecke ist vor kurzem eine Kirche fertiggestellt worden und wir wollten eigentlich dort hingehen. Aber offensichtlich war wieder irgendeine Heilige gefeiert worden (Theresa?), weil an einer Straßenecke ein Blumenaltar aufgebaut war und daher war wohl anscheinend abends keine Messe. Wir gingen also wieder zur Concepción. Nachdem Hans am nächsten Tag schon um 9 auf der Uni sein musste, gingen wir früh zu Bett.

Nada interesante (Nichts Interessantes)

Hans war, wie erwartet, umsonst schon um 9 auf der Uni gewesen. Am Nachmittag waren die üblichen Vorlesungen. Maria lernte und arbeitete inzwischen daheim und verschönerte das Zimmer. Am Abend hatten wir wieder Hapkido. Der Trainer quälte uns mit Millionen von flexiones. "¡Flexiones! ¡Veinte! ¡Vamos!" (Liegestützen! 20! Gemma!). Danach gingen wir noch bei Doro vorbei, weil sich Hans ihr Rad ausborgte. Hans wollte nämlich versuchen mit dem Rad zur Med-Uni und vor allem wieder zurück herauf zu fahren. Gemeinsam mit Sophie und Jeanne unterhielten wir uns noch eine Zeit lang und machten uns dann doch auf den Weg zur dringend nötigen Dusche.









En bici a la Universidad de Medicina (Mit dem Fahrrad zur Med-Uni)

Maria ging vormittags wieder zur Uni. Dort traf sie einen Studenten aus Deutschland, der regulär bereits seit 3 Jahren in La Laguna Geographie studiert. Er kennt recht viele Leute, das könnte möglicherweise noch hilfreich sein. Zu Mittag machte sich Hans dann mit dem Rad auf den Weg um einige Stunden später völlig erschöpft wieder bei der Wohnung anzukommen. Das Experiment "Mit dem Rad zur Med-Uni" darf hiermit als gescheitert betrachtet werden!

Sonntag, Oktober 15, 2006

aktuelle Bilder



La Luna Llena - Der Vollmond

Institut für Geographie und Geschichte am Campus Guajara


Blume mit Bienen, auch am Campus Guajara


Die üblichen Verdächtigen am Strand


Baywatch, die Rettungsschwimmer von Arenal


Großer Hans - noch größere Welle


Doro hat die Welle erwischt


Abendstimmung Richtung Bajamar


May und ihre fleißigen Schülerinnen



Gofio mit Käse und Paprika - Um Mißverständnissen vorzubeugen: Die Bilder vom Essen zeigen natürlich Selbsgekochtes! Auch die alten Bilder!

Uni, die Entdeckung Amerikas und fast Salsatanzen

Los Apuntes (Die Mitschriften)

Hallo, wir sind noch da! Ehrlich! Wir waren nur ein wenig schreibfaul die letzte Woche. Aber jetzt hamma wieder ein bißchen Zeit. Also hier der Bericht der letzten Woche: Am Mittwoch gingen wir auf die Uni. Maria war mit Recherchen in der Bibliothek beschäftigt. Hans war zwar am Med-Campus, hatte aber keine Vorlesung, da die Studenten vom vierten Jahr eine Party für die vom ersten veranstalteten. Deshalb hatten das 1., 2., 3. und 4. Jahr vorlesungsfrei. Spanische Lebensart! Hans war aber trotzdem ziemlich ausgelastet, weil er von einem älteren Studenten die Mitschriften kopieren konnte. Insgesamt sind es über 1000 Blätter. An dieser Stelle erscheint eine kleine Erklärung über das hiesige Skripten-System an der Med-Uni angebracht: Die Studenten schreiben ihre Mitschriften regelmäßig am Computer. Jede Woche sind andere Studenten dafür verantwortlich. Dann stehen die Mitschriften zum Kopieren zur Verfügung. Bis jetzt haben sie aber noch nichts für die Erasmus-Studenten bereitgestellt. Für Hans ist es Riesenvorteil, dass er jetzt auf einmal alle Mitschriften hat, weil er so immer schon im Voraus die Mitschriften für die nächste Vorlesung durchschauen kann. Lustigerweise halten die Professoren jedes Jahr fast wörtlich die gleiche Vorlesung, sogar die Witze sind gleich. Diese stehen nämlich auch in der Mitschrift. Überhaupt sind die Skripten teilweise etwas eigenartig. Die jeweils verantwortlichen Studenten vergleichen das, was der Professor in der Vorlesung gesagt hat, mit Büchern, und wenn sie einen Fehler entdecken wird dieser nicht einfach ausgebessert. Nein! Da steht dann zum Beispiel: "Der Professor hat gesagt, es ist so und so, aber ich habe in zwei Büchern gefunden, dass es anders ist."
Abends war wieder Hapkido und danach trafen wir uns mit den üblichen Verdächtigen an der Plaza del Adelantado und gingen in eine gemütliche Teebar.

Día de la Hispanidad (Tag der Entdeckung Amerikas)

Der Donnerstag war hier ein Feiertag (der Tag der Entdeckung Amerikas). Wir nutzten diesen für einen Ausflug zur Playa del Arenal (Zur Erinnerung: Der Strand liegt nördlich von La Laguna zwischen Bajamar und Punta del Hidalgo). Gemeinsam mit Sophie, Johanna, Jeanne und Doro verbrachten wir einen wunderschönen Tag am Strand. Johanna nutzte die ziemlich hohen Wellen zum Surfen und Doro hatte ihr Bodyboard dabei, das auch Hans ausprobieren durfte. Wirklich sehr lustig! Abends wäre eigentlich wieder Erasmus-Treffen im Café7 gewesen. Wir wollten eigentlich gar nicht mehr hingehen, hatten aber Kristian versprochen, dass wir ihm noch eine CD mit unseren Fotos zukommen lassen würden. Kristian hatte nämlich noch nicht besonders viele Bilder gemacht und wollte aber einige Fotos herzeigen, weil er die nächste Woche mit seiner Freundin und deren Familie in Malta verbringt. Die Eltern seiner Freundin zahlen alles! Jedenfalls rief uns Kristian dann noch abends an, bevor wir zum Café7 aufgebrochen waren. Er war auch zu müde für’s Erasmustreffen und so brachten wir ihm nur noch schnell die CD zuhause vorbei und gingen dann schlafen.

Casi Habrìamos Bailado Salsa (Fast hätten wir Salsa getanzt)

Den Freitagvormittag verbrachten wir mit lernen (Siehe auch letzten Blog-Eintrag!), dann begleitete Maria Hans auf die Medizinische Fakultät. Während Hans in der Vorlesung saß, surfte sie mit dem Laptop für ihre Dissertation im Internet, da auf der Med-Uni wie gesagt der drahtlose Internetzugang funktioniert. Am Nachmittag war wieder Sprachkurs, dann Hapkido. Die Hapkido-Einheit war sehr anstrengend. Es gibt nämlich zwei "Schwarzgürtel", die gemeinsam den Kurs leiten. Einen großen, freundlichen, und einen kleinen, etwas giftigen und aggressiveren, der gerne Hans als Demonstrationsobjekt benutzt. Am Freitag war nur der kleine da, und so machten wir ziemlich lange Kraft- und Ausdauertraining.
Danach wollten wir eigentlich in eine Salsa-Bar gehen, wir entschieden uns dann aber doch für einen Videoabend bei Doro. Gemeinsam mit ihr, Jeanne, Johanna und Roman (Johanna’s Freund, der gerade zu Besuch ist) schauten wir "Dirty Dancing". So hatten wir immerhin den Tanz im Fernsehen.

La Vida Nocturna (Das Nachtleben)

Am Samstagabend war eigentlich das von Freitag verschobene Tanzen geplant. In einer Tanzschule erfuhren wir, dass am Dienstagabend ein Anfängerkurs stattfindet. In der dazugehörigen Salsa-Bar wollten wir dann erst einfach ein wenig durch’s zuschauen lernen, aber es war nicht viel los und dafür wollten wir dann keine 5 € Eintritt berappen. So verbrachten wir den Abend im "Depende", einer netten Bar mit angenehmer Musik und besuchten kurz Emilio, Jeanne’s Mitbewohner, der als Türsteher in der Lesbenbar "Qué más da?!" (Frei übersetzt: Scher‘ di nix!) arbeitet. Dann gingen wir in ein Türkisches Restaurant auf ein Kebap und ließen wieder einmal den Abend gemütlich ausklingen.

Freitag, Oktober 13, 2006

RICHTIGSTELLUNG!!!

Rectificación (Richtigstellung)




Nachdem wir einige Rückmeldungen darüber erhalten haben, ob wir nur feiern und das Leben genießen oder auch zwischendurch einmal etwas sinnvolles machen, folgt an dieser Stelle eine Richtigstellung:
Um sämtlichen Sorgen, Bedenken, Gerüchten,... entgegenzuwirken: Wir sind hier nicht nur zum Spass. Wir lernen natürlich auch, gehen regelmäßig zur Uni, in die Bibliothek, hängen am Computer um zu arbeiten, ... - Aber mal ehrlich: Interessiert euch der Inhalt jeder einzelnen Vorlesung, die Bücherlisten, die wir abarbeiten oder die Computerprogramme, mit denen wir uns beschäftigen???
Eben!!!
Deshalb stehen hier nur die "interessanten" Dinge. Wir werden uns aber redlich bemühen euch in langatmigen Ausführungen über unsere intellektuellen Fortschritte zu berichten. :-)

Mittwoch, Oktober 11, 2006

Ereignisreicher Wochenbeginn

La Empatronización (Die Meldung [am Meldeamt])

Der Sonntag war ein reiner Faultag für uns: Wir standen am frühen Nachmittag auf, gingen ins Internet-Café, und danach spazierten wir noch gemütlich durch die Stadt.

Die neue Woche begann zunächst nicht besonders erfolgreich: Für unsere Anmeldung im Ayuntamiento (Rathaus) brauchten wir außer einem mehr als A3 großen Formular noch eine Bestätigung, dass wir wirklich in unserer Wohnung wohnen. Eine solche ließen wir uns auch von Jesús unterschreiben. Sie war nur leider nicht genug, da Jesús nicht in La Laguna gemeldet ist. Hans hatte außerdem morgens einen Anruf von Justo erhalten, dass er eine wichtige Mitteilung hätte, und dass Hans ihn bitte vor den Vorlesungen noch aufsuchen solle. Leider hatte der Guagua aber so viel Verspätung, dass Hans erst nach dem Beginn der Vorlesung am Campus ankam. Er ging also nicht zur HNO-Vorlesung, sondern fand Justo in der Cafetería, wo dieser ihn für den Dienstag zu einer “charla” (Gesprächsrunde) über die Anthropologie des Glücklichseins bei ihm zuhause einlud.
Später hatten wir wieder Sprachkurs, und May empfahl uns, das mit der Anmeldung überhaupt sein zu lassen, da die Vergünstigungen nicht der Rede wert seien und die Rennerei um die “Discuentos” jedesmal sehr aufwendig sei.
Abends gingen wir dann wieder kämpfen und danach setzten wir uns noch gemütlich mit Jeanne und Doro in einer Zumería zusammen. Eine Zumería ist ein Saftladen – nein, nicht in der abwertenden Bedeutung. :-) Man sucht sich die Früchte aus, die man in seinem Saft haben will, und, ob man ihn als “Zumo” (mit Wasser bzw. pur) oder als “Batido” (Milchshake) möchte. Ein Gesprächsthema waren auch die kulinarischen Eigenheiten unserer Herkunftsländer, was dazu führte, dass wir uns für den Dienstagabend zu “Boansterz” und Zwetschkenkuchen bei uns verabredeten.

La Charla (Die Gesprächsrunde)

Maria hatte am Dienstag wieder ihre Vorlesung über vulkanische Geomorphologie und ging danach zum Alcampo, um Zutaten für den Kuchen einzukaufen. Die Geo-Professorin war ziemlich erkältet und kam mit einiger Verspätung. Diese holte sie dann mit erhöhtem Gesprächstempo wieder auf. Sie fragte anschließend Maria, ob sie diesmal zu schnell geredet hatte. Die Vorlesung selbst war aber sehr interessant, die Professorin zeigte viele gute Bilder.
Hans ging nach der Oftalmología-Vorlesung zu Justo, wo sich wenig später auch Arno und Tim, ein deutscher Medizinstudent, einfanden. Justo nahm uns dann in seinem Auto nach Santa Cruz mit. Wir (in diesem Fall Tim, Arno und Hans; Maria war nicht eingeladen) betraten ein Reíhenhaus und gingen ins Untergeschoß, wo sich eine Gesellschaft von ungefähr zwanzig Männern aufhielt. Hauptsächlich handelte es sich um Mediziner, ein Priester war auch dabei. Wir wurden zunächst ausgezeichnet bewirtet (Gazpacho, Tortilla, Pizza...), danach referierte ein Chirurg über die Anthropologie des Glücklichseins und zitierte dabei vorwiegend den spanischen Philosophen Julian Marías. Der Vortrag selbst war sehr interessant, die Bewirtung, wie gesagt, sehr gut, wir lernten interessante Leute kennen, aber ein etwas eigenartiges Gefühl blieb doch. Wir wußten bis zum Schluss nicht, um was für eine Gesellschaft es sich bei dieser Männerrunde handelte. Wir wissen jetzt nur, dass sie sich jeden zweiten Dienstag im Monat zu einer “charla” treffen. Einiges spricht für einen religiösen Hintergrund. In dem Zimmer befanden sich nämlich auffällig viele Papstbilder und der Student, der uns danach zurückbrachte, betrat vor dem Verlassen des Hauses ein Zimmer, dass sich als Kapelle herausstellte, und machte eine Kniebeuge. Ein wenig Vorsicht erscheint wohl angebracht. Der Student, der uns nachhause fuhr, bot Hans dann an, dass er sich seine Mitschriften kopieren könne. Das ist sehr erfreulich, da es viel leichter ist, auf Spanisch vorhandene Mitschriften zu ergänzen, als alles selbst mitzuschreiben. Insbesondere, wenn man Hans‘ Schriftbild in Betracht zieht... :-) Am Abend bereiteten wir dann den Germteig für den Zwetschkenkuchen vor. Maria legte sich daraufhin ein bißchen hin und Hans ging ins Internet-Café, um den zitierten Philosophen nachzuschlagen. Nach einer nicht besonders erfolgreichen Suche nach Verbindungen dieses Spanischen Gelehrten mit verschiedenen katholischen Gruppen ging Hans noch letzte Zutaten einkaufen. Schließlich kamen Jeanne, Doro und Sophie, und wir begannen, das Essen zuzubereiten. Der Sterz wurde ganz passabel (mit Schmalz wäre er natürlich besser geworden als mit Öl), und der Kuchen gelang auch gut. Später schauten wir dann noch unsere bisher geknipsten Fotos an und tratschten gemütlich. Wir freuen uns schon auf den nächsten geplanten Abend im Sinne der Völkerverständigung zu einem typisch deutschen Essen bei Jeanne, Doro oder Sophie.

Sonntag, Oktober 08, 2006

Geburtstagskinder

La Bruja del Curso de Idiomas (Die Sprachkurshexe)

Am Donnerstag begleiteten wir Jeanne zur "bösen Sprachkurshexe" (siehe Kommentar zum letzten Artikel).
Kurzer Exkurs: Es gibt Sprachkurse an der Universität, einen Gratis-Kurs mit 50 Leuten vormittags, einen Kurs um rund 250 € am späteren Nachmittag mit ca. 20 Leuten (zumindest ist das so im fortgeschritteneren Niveau). Jeanne hatte sich für letzteren angemeldet. Da sich aber jetzt ihre Kurse auf der Uni mit dem Uni-Sprachkurs überschneiden, wollte sie sich vom Uni-Sprachkurs abmelden. Sie hatte das Geld dafür aber schon eingezahlt und musste jetzt das Geld rückfordern.
Wir haben dann gemeint, dass es besser ist, wenn sie dort nicht allein auftaucht und wir haben sie begleitet. Die Sekretärin war nicht begeistert und hat auch gemeint, dass das das erste Mal sei, dass sie eine Stornierung machen müsse. Sie verlangte Jeannes Daten und eine Begründung, warum sie den Kurs nicht machen kann auf einen Zettel geschrieben, den sie dann ihrem Chef vorlegen wird. Hoffentlich geht das in Ordnung.
Hans machte sich dann auf den Weg zu seinen Vorlesungen und Maria beschäftigte sich damit, den Sauhaufen an Zetteln, Formularen,... zu bekämpfen.


Übrigens: Die Aussicht von unserem Balkon

Am Donnerstag gingen wir einmal wirklich früh zu Bett und genossen damit den völlig unspanischen Lebensrhythmus (Wir gingen zu einem Zeitpunkt zu Bett, an dem Spanier normalerweise abendessen).

Por Fin: Wifi (Endlich: WLan)

Am Freitag Vormittag widmete sich Maria ihren Büchern und folgte Hans dann mit Laptop zur Meduni, nachdem das Gerücht umging, dass dort WLan funktionieren würde. Nach anfänglichen Fehlschlägen konnten wir schließlich tatsächlich ins Internet einsteigen - Welch Jubel und Freude!!! Danach hörte sich auch Maria (aus purer Neugier) die Gynäkologie-Vorlesung an. Sie verstand zwar nicht alles und war ziemlich froh, dass sie keine Prüfung über das Fach auf spanisch ablegen muss, aber fand es trotzdem interessant.
Auf dem Heimweg trafen wir Kristian, der ja Praktika im Krankenhaus absolviert und am Tag zuvor zur Urologie gewechselt hatte. Er war jetzt einem offensichtlich recht fleißigen Assistenzarzt zugeteilt, der ohne Pause bis ca. 15.00 Uhr durcharbeitet. Dementsprechend groß war auch der Hunger von Kristian.
Abends raffte sich auch Maria wieder zum Hapkido auf. Es war etwas weniger anstrengend als am Montag zuvor, aber der Muskelkater am nächsten Tag war trotzdem nicht von schlechten Eltern.

¡Cumpleaños Feliz! (Zum Geburtstag viel Glück!)

Am Samstag war geplant, dass wir die Geburtstage von Rachel (20) und Mareike (22) - ach wie jung - feiern. Doro und Jeanne hatten die Idee eine Torte zu backen und so machten wir uns auf den Weg zum Alcampo um Zutaten einzukaufen. Samstags ist es dort aber immer berstend voll und es war richtig anstrengend. Wir waren danach richtiggehend erschöpft. Nachdem wir weder Waage noch Mixer und Kuchenform besitzen, aber einen recht guten Backofen in der Wohnung haben, beschlossen wir, Waage und Kuchenform von Jeannes WG auszuborgen, Mixer durch Schneebesen zu ersetzten und die Torte bei uns zu fabrizieren. Wir trafen uns mit Jeanne um 17.00 Uhr und sie hatte auch nicht viel mehr Energie bzw. weniger Muskelkater als wir und darum ging das Kuchen-Back-Projekt recht langsam voran. Doro hatte Surfkurs und kam etwas später dazu. Schlussendlich hatten wir eine ganz passable Schokoladen-Torte mit einer etwas zu weichen Creme-Füllung. Einige Zeit im Gefrierfach machte sie schließlich transportfähig. David und Emma kamen von einer anderen Geburtstagsparty auch zu uns und gemeinsam machten wir uns auf den Weg zum Café 7, wo wir uns treffen wollten. Für Mareike hatten wir einen Asterix auf Spanisch und eine Zimmerpflanze besorgt, für Rachel, nachdem sie und Fabien gerne schnorcheln, ein Buch über die Unterwasserwelt Teneriffas. Doro hat auf dem Nachhauseweg richtig resümiert: Die Torte machte das Treffen zu einer richtigen Geburtstagsfeier, sonst wäre es eher wie ein "normales" Erasmus-Leute-Treffen gewesen. Nachdem wir uns erst um 23.00 Uhr getroffen hatten wurde es recht spät und gegen halb vier fielen wir müde in unsere Betten.

Donnerstag, Oktober 05, 2006

Bilder vom Museum

Eine Gruppe kulturbegeisterter Studenten :-)

















Nicht nur das Museum ist interessant!




















fotogene Franzosen (Fabien und Rachel)





















Brüder im Geiste




















Der Blick ist doch besser, oder?!




















Aber der ist auch nicht schlecht! (Brechtje)




















Der Innenhof des Museums




















Schnurrrrrr...






















Satt und zufrieden (Kristian, Mareike, Brechtje und Johanna)

















Zu guter Letzt: Jeanne´s Schuh (Sagt das zehn mal hintereinander!)





Semesterbeginn

Relajar (Entspannen)

Der Samstag war wirklich ein reiner Entspannungstag. Abgesehen davon, dass wir einkaufen gingen, taten wir eigentlich nicht viel. Am Nachmittag lief Titanic im Fernsehen. Das war der Samstag. Punkt.

Un Poco de Cultura (Ein wenig Kultur)

Am Sonntag trafen wir uns mit Doro, Jeanne, Brechtje, Mareike, Kristian, Johanna, Rachel und Fabien am Busbahnhof in Santa Cruz. Von dort gingen wir zum Museo de la Naturaleza y del Hombre. Gleich am Eingang konnten wir an einem kleinen Stand Honigspezialitäten verkosten. Es gab unzählige Sorten, darunter Avocado-, Tajinaste-, Teide-Blüten- und Kastanienhonig. Nachdem wir auf so angenehme Weise aufgehalten worden waren, gingen wir weiter ins eigentliche Museum, das sonntags übrigens immer freien Eintritt hat.
Das Museum ist wirklich beeindruckend. Viele Themen (z.B. die Entstehung der Inseln) wurden multimedial aufbereitet, andere kann man mit Hilfe lustiger Spielzeuge selbst erkunden (Türchen öffnen, Knöpfe drücken etc.). Natürlich hatten wir auch alle wieder viel zu bereden, und so war es kein Wunder, dass wir nach mehreren Stunden im Museum ziemlich müde und hungrig waren. Wir machten uns auf den Weg in Richtung Innenstadt von Santa Cruz und suchten ein schönes Lokal, in dem wir auch etwas essen konnten. Leider hatten wir die Rechnung ohne den Sonntag und die hier übliche Siesta gemacht, sodass es einige Zeit dauerte, bis wir endlich etwas passendes gefunden hatten. Mit gutem Essen und weiteren Gesprächen über Gott und die Welt verging der Nachmittag und wir traten schließlich den Heimweg an. Alle waren schon aufgeregt, was am nächsten Tag der Beginn des Semesters Neues bringen würde.

Inicio de las Asignaturas (Beginn der Lehrveranstaltungen)

Am Montagmorgen fuhr Hans um ca. 09.30 zum Medizin-Campus, nachdem wir uns beim Sportinstitut für einen Hapkido-Kurs angemeldet hatten. Maria ging am Vormittag zum Rathaus, wo sie nach einigen Schwierigkeiten das Formular für die Meldung in La Laguna erhielt. Danach ging sie zum Campus Guajara, wo sich die Fakultät für Geographie und Geschichte befindet. Da Maria’s Vorlesungen erst am Dienstag begannen, beschränkten sich ihre Aktivitäten auf das Auskundschaften der Hörsäle und diverser Termine.
Hans wollte eigentlich seinen Koordinator Justo Hernandez, Prof. für Geschichte der Medizin, treffen. Dessen Aufgabe bestand darin, Hans‘ Namen auf insgesamt sechs Zettel zu schreiben. Justo hat zwei Büros, eines im Histo-Bereich und ein Erasmus-Büro. Als Hans ihn im Erasmus-Büro fand, war dieses schon voll mit Studenten. Nachdem Hans sich vorgestellt und den Grund seines Kommens erklärt hatte, streckte ihm Justo die Hand entgegen und sagte: "Danke." Hans fragte, wofür, und Justo sagte: "Dafür, dass du Spanisch sprichst!" Er war nämlich bereits ziemlich genervt, weil er sich mit einer deutschen Studentengruppe nicht so recht einigen konnte, da er nicht gut Deutsch und sie fast nicht Spanisch konnten. Nun hieß es warten. Ab und zu konnte Hans ein wenig vermitteln, aber die Zeit verging und die Studenten in Justo’s Büro wurden nicht weniger. So gingen also um 12.30 Alice (die Erasmus-Studentin aus Graz) und Hans unverrichteter Dinge in Richtung Hörsaal. Dort übten sie wieder für längere Zeit die bereits vorher genannte und hier überaus weit verbreitete Tätigkeit des Wartens. Die HNO-Vorlesung fand nicht statt, ebensowenig die Gyn-Vorlesung. Auch die einheimischen Studenten wussten nichts Näheres und so kehrte Hans nach Hause zurück. Ein überflüssiger Ausflug zur Med-Uni.
Um 19.00 Uhr begann unsere erste Hapkido-Stunde. Hapkido ist eine Koreanische Kampfsportart mit Ausrichtung auf Selbstverteidigung, die sowohl Schläge und Tritte als auch Entfesselungstechniken verwendet. Der größte Teil des Trainings besteht aber aus Konditionstraining und Kraftübungen. Entsprechend fertig waren wir danach. Doro und Maria beschlossen, den Kurs nicht weiter zu machen, doch Hans hatte es gefallen, er würde auf jeden Fall das Training fortsetzen. Jeanne, deren Idee dieser Kurs gewesen war, hatte am Montag so viel auf der Uni zu tun, dass sie weder Zeit für den Sprachkurs noch für Hapkido gehabt hatte. Wir trafen uns aber später noch alle bei Doro auf einen Zumo (Saft) und ein Tratscherl. Der Beginn des Studienjahres hatte für Jeanne einige Schwierigkeiten gebracht, da sie kein kommentiertes Lehrveranstaltungsverzeichnis für Pädagogik gefunden hatte und so einen extrem vollen provisorischen Stundenplan zusammengestellt hatte, der alles enthielt, was irgendwie interessant klang. Sie wollte erst einmal aussieben und sich dann erst endgültig entscheiden. Entsprechend anstrengend und unbefriedigend war ihr erster Tag auf der Uni, besonders deshalb, weil am Montag noch fast keine Lehrveranstaltungen tatsächlich begannen. Der Erfahrungsaustausch tat aber gut und wir waren alle schon gespannt auf den nächsten Tag.

Más Éxito (Mehr Erfolg)

Der Dienstag erwies sich für alle von uns als erfolgreicher als der Montag, wenn auch Jeanne mit einigen zusätzlichen Hürden in Form von weiteren Terminkollisionen konfrontiert wurde. Hans hatte das Glück, Justo in seinem Büro anzutreffen. Er sagte: "¡Sientate, espera und poco! Solo tengo que contestar mis mensajes." ("Setz dich und warte kurz, ich muss nur noch schnell meine Mails beantworten.") Dann begann er, Emails zu schreiben und Telefonanrufe zu tätigen und schaute immer wieder etwas nervös in Hans‘ Richtung. Nach etwa 20 min. wurde er dann doch fertig und machte sich mit Hans zusammen auf den Weg in sein Erasmus-Büro. Irgendwie hatte Justo übrigens erfahren, dass Hans Trompete spielt und irgendetwas hat er da wohl noch geplant. Naja, man wird sehen... Auf dem Weg ins Erasmus-Büro musste Justo noch in dieses und jenes Büro und mit allen möglichen Leuten reden. Daher verging wieder einige Zeit, bis er und Hans wirklich im Büro ankamen. Dort endlich, nach einer guten Dreiviertelstunde trug er Hans‘ Namen in seine Listen ein. Zwei weitere Studenten betraten Justo’s Büro und Hans betätigte sich wieder kurz als Übersetzer. Danach sagte Justo: "Komm, magst du ein Bier?" Dann fing er alle Erasmus-Studenten zusammen, die er in der Nähe fand und lud uns in die Cafetería ein. Später hatte Hans dann endlich seine ersten Augenheilkunde- und Gyn-Vorlesungen. Die Vorlesungen waren interessant und ziemlich gut zu verstehen, und so beendete Hans um 15.15 einen erfolgreicheren Uni-Tag.
Auch Maria hatte ihre erste Vorlesung am Dienstag. Vulkanische Geomorphologie. Die Professorin war nett und auch gut zu verstehen, es war aber hauptsächlich organisatorisches und eine Inhaltsübersicht. Nach der Vorlesung begab sie sich noch in die Bibliothek und stürzte sich auf ein Lexikon für geographisches Fachvokabular. Mit Wörterbuch kam sie innerhalb von ca. 3 Stunden von A bis Al...!
Am Abend gingen Doro, Jeanne und wir beide zu einem Vortrag über die Entwicklung der Medizintechnik ins Museo de la Scientia y del Cosmos. Justo hatte Hans dazu eingeladen und er war froh, dass wir gekommen waren, weil sonst nicht viele Leute da waren. Wir wurden persönlich begrüßt und Justo und ein zweiter Vortragender redeten eine Stunde hauptsächlich über die Entwicklung der Radiologie. Danach hatte Mareike ins Café 7 eingeladen, da sie Geburtstag hatte und ihr Freund auch gerade zu Besuch war. Wir unterhielten uns lange über alles mögliche mit Kristian, Mareike und ihrem Freund, Jonas, Rachel und Fabien, Johanna und Sofía, einer Peruanischen Medizinstudentin.

Papelería (Papierkram)

Am Mittwoch hatte Hans einigen Papierkram zu erledigen. Für seine Praktikumsanmeldung musste er noch eigene Praktikums-Karten für jedes einzelne Praktikum ausfüllen und sich zusätzlich bei der HNO-Professorin einfinden, die die Plätze einteilt.
Maria hatte ihre Vorlesung zum zweiten Mal. Interessanterweise hatte sie statt um 13.00 um 12.30 begonnen obwohl die Professorin am Tag zuvor gesagt hatte: Bis morgen um 13.00 Uhr. Naja, nachdem Maria die Prüfung nicht braucht ist das alles nicht so tragisch. Die Vorlesung ist jedenfalls sehr interessant.
Auf dem Heimweg, den sie möglichst schnell antreten wollte weil daheim noch so viel zu tun war, traf sie Emma (die Schwedin) und vertratschte rund eine Stunde - war aber sehr lustig!
Nach den Vorlesungen hatten wir Sprachkurs und Jeanne, Doro und Maria beschlossen, am Abend laufen zu gehen, während Hans wieder Hapkido hatte. Nach dem Hapkido-Kurs hatten die drei überlegt, vielleicht doch auch den Hapkido-Kurs weiter zu machen und nach einigen Diskussionen beschlossen wir, den Kurs wirklich alle gemeinsam am Freitag fortzusetzen. Dann schauten wir noch einen Film auf DVD (Die fabelhafte Welt der Amelie), diesmal in unserer Wohnung.