Über uns

Kirchdorf an der Krems, Oberösterreich, Austria
¡Hola chic@s! Wir haben am 13.06.2009 geheiratet! Unsere Hochzeitsseite findet ihr unter www.hochzeit.plienegger.net (Dies war ursprünglich das Tagebuch unseres Erasmus-Aufenthaltes. Jetzt sind wir wieder zuhause und posten immer wieder Neuigkeiten aus unserer Umgebung.)

Samstag, Dezember 30, 2006

Zwischen Weihnachten und Neujahr

Otra Vez a la Playa Bollullu (Noch einmal zum Strand von Bollullu)
Unser vorgegebenes Programm für den Mittwochvormittag bestand darin unser Auto wieder abzuholen. Dazu fuhren wir mit dem Bus zur dem Strand nächstgelegenen Haltestelle, die immer noch ca. eine Dreiviertelstunde von Bollullu entfernt ist. Das Wetter war aber sehr schön und der Weg nicht anstrengend, sodass wir die Aussicht auf die Bananenplantagen, das Meer und das Orotavatal genießen konnten. Es gab dann auch keine Probleme, dass Auto abzuholen, und wir fuhren dann nach La Matanza, wo Jelca und Daniel ihr Quartier bezogen. Sie bewohnen ein etwas heruntergekommenes Haus, das sie von einem Bekannten von hier zur Verfügung gestellt bekommen hatten. Dessen Großmutter hatte es bis vor 9 Jahren bewohnt, seitdem blieb es weitgehend ungenutzt. In entsprechendem Zustand befand es sich auch: Schimmel an den Wänden, eine dicke Staubschicht auf den Schränken... Außerdem war die Stromversorgung im halben Haus ausgefallen, wovon leider auch der Warmwasserboiler betroffen war. Dafür haben die beiden viel Platz und eine schöne, große Terrasse.
Wir fuhren daraufhin wieder nach La Laguna zurück und nutzten das Mietauto, um bei Alcampo, Alteza und Spar komfortabel einzukaufen.
Am Nachmittag bekamen wir Besuch aus Österreich: Brigitte, eine Sangeskollegin von Hans, und ihr Mann Harald nutzten die Weihnachtsfeiertage für eine Teneriffareise. Wir unternahmen gemeinsam einen Spaziergang durch La Laguna und gingen dann in die Tasca bei uns um die Ecke zum Abendessen. Das Essen und der Wein waren, wie gewohnt, sehr gut.

Nos Sentimos Como Verdaderos Turistas (Wir fühlten uns wie richtige Touristen)
Nach verschiedenen Erledigungen und einem Internetcafé-Besuch fuhren wir am Donnerstag in den Süden nach Las Americas und Los Cristianos. Diese beiden reinen Touristenstädte bestehen fast ausschließlich aus Hotels, Restaurants und Souvenirgeschäften. Wir spazierten die Strandpromenade entlang und waren überrascht, wie angenehm warm es hier war. Es herrschte richtige Urlaubsstimmung mit Touristen aus aller Welt. Eigenartig war nur, dass man fast keine Spanier sah. Die enorm vielen Inder, die hier in den Läden arbeiteten, schienen Deutsch und Englisch besser zu verstehen als Spanisch.

Relajar en la Playa (Entspannen am Strand)
Am Freitag, dem letzten Tag mit dem Mietauto, fuhren wir ins Anaga-Gebirge zum abgeschiedenen Ort Taganana. Die Sonne schien wieder den ganzen Tag und wir lagen lange am feinen, schwarzen Strand, den wir nur mit sehr wenigen anderen Leuten teilten. Als vorbildliche Studenten hatten wir natürlich auch unsere Lernsachen dabei. Nach unserer Rückkehr nach La Laguna füllten wir noch einmal beim Supermarkt unsere Vorräte auf und gaben dann das Auto zurück. Später trafen wir uns in der Tee-Bar mit Johanna, die gerade Besuch von ihrem Freund Roman hat. Wir begannen unsere Planung für Silvester. Wir werden bei Johanna gemeinsam futtern und dann vielleicht zum Mirador hinaufspazieren.

Donnerstag, Dezember 28, 2006

¡Feliz Navidad!

Se Fue El Danés (Der Däne ist weggefahren)
Der Mittwoch verlief auf der Med. Fakultät ähnlich wie der Dienstag mit der Ausnahme, dass am Nachmittag überraschend das Kinderreanimations-Praktikum ausfiel. Auch Maria hatte den Vormittag auf der Uni verbracht. Papa zog am Abend für die restlichen drei Tage in unserer Wohnung in Jesus‘ (sprich: Chesús) Zimmer ein. Er hatte den Tag am Strand in Playa de La Arena verbracht, da in Puerto de la Cruz schlechtes Wetter war. Später gingen wir gemeinsam mit Papa zum Bodegon Viana wo wir uns mit Mareike, Johanna, Jeanne, David, Sophie und Kristian trafen, um Kristian’s Abschied zu feiern. Er hat sein Praktikum im Krankenhaus abgeschlossen und kommt nach Weihnachten nicht wieder zurück nach Teneriffa. Wir werden ihn auf jeden Fall vermissen! Auch Jeanne hat uns am folgenden Morgen für 2 Wochen verlassen, weil sie es mit uns einfach nicht mehr ausgehalten hat. :-)

En Busca de Sol (Auf der Suche nach Sonne)
Auch Donnerstags hatte Hans am Vormittag Gyn-Praktikum, im Unterschied zu den anderen Tagen kam er aber bereits mittags heim. Morgens hatte er vereinbart, Jeanne mit einem Telefonanruf zu wecken. Sie war allerdings schon wach und konnte sich über Hans‘ verschlafenes Grunzen am Telefon amüsieren.
Am Nachmittag fuhren wir mit Papa auf der Suche nach einem sonnigen Strand nach El Médano. Leider war es aber auch dort relativ kühl, bewölkt und windig. Nachdem das Wetter bei St. Cruz etwas besser gewesen war, beschlossen wir, unser Glück am Playa de las Teresitas, unserem “Hausstrand” zu versuchen. Aber auch dort zogen immer wieder Wolken durch und es blies der Wind, so dass wir nach einem Spaziergang weiter nach Igueste fuhren. Das ist der äußerste Ort auf der Südseite des Ostzipfels der Insel. Wir wanderten durch dieses verschlafene Nest mit vielen Tieren (Hähne, Enten, Hunde, Papageien...) das vom Tourismus noch recht unberührt geblieben ist und für unser Empfinden deshalb sehr schön war. Am Abend spazierten wir noch zum Mirador über La Laguna und genossen die Abendstimmung. Auf der Suche nach einem Abendessen hatten wir wieder einmal nicht mit den spanischen Sitten gerechnet und wir mußten ziemlich lange durch die Stadt wandern, bis schließlich der Libanese öffnete, zu dem Hans und Papa gehen wollten. Maria war schon vorher wegen Bauchschmerzen, die sich danach als verkappte Rückenmuskulaturverspannung herausstellten und auch aufgehörten, nachdem sie sich hingelegt hatte, nachhause gegangen. Das libanesische Restaurant wurde von den beiden Testessern für gut befunden. Zitat: gut, nicht ganz billig, irgendwie ungarisch. Später kam noch David vorbei um sich eine Pflanze von uns auszuborgen, damit Jelca einen Grund hatte mit ihrem Freund, der sie gerade besucht, sich in der Wohnung von Emma und David aufhalten zu dürfen. Dort macht nämlich die Hausherrin Probleme (Im Mietvertrag ist festgehalten, dass die Wohnung ausschließlich von den Mietern genutzt werden darf. Auch Davids Schwester dürfte nicht bei ihnen übernachten.). So nebenbei brachte er uns auch noch Weihnachtsgeschenke mit, worüber wir uns sehr gefreut haben, weil wir so mehr Päckchen zum auspacken hatten :-).


Cocina Canaria (kanarische Küche)
Der letzte Tag vor den Weihnachtsferien brachte für Hans einen weiteren Vormittag Gyn-Praktikum, das allerdings aus Patientinnen-Mangel schon relativ früh endete. Papa und Maria fuhren inzwischen Mareike zur Estaión de Guaguas in Sta. Cruz, wo sie in den Bus zum Süd-Flughafen einstieg. Sie hatte sehr viel Gepäck, weil sie Kristians Kitesurf-Ausrüstung mit nach Hamburg nam. Kristian hatte die schwere Tasche beim Herfliegen als vergünstigtes Sportgepäck aufgegeben. Das war aber beim Heimflug nicht mehr möglich, da die andere Fluglinie so eine Sonderregelung nicht zuließ. Jetzt wird Kristian sein Gepäck mit dem Auto in Hamburg abholen, was ja aus Jutland nicht so weit ist.
Am Nachmittag fuhren wir wieder in den Süden, der diesmal eindeutig sonniger war. Wir konnten tatsächlich im Meer baden, und das zwei Tage vor Weihnachten!
Am Rückweg machten wir in Garachico Halt, wo wir von einer guten Tasca gehört hatten, von der sowohl Mareike als auch Kristian geschwärmt hatten. Dieses Lokal hätte aber erst eine Stunde später geöffnet, sodass wir uns für ein unscheinbares Restaurant in der Nähe entschieden. Diese Entscheidung bereuten wir dann auch nicht: Der Wirt war sehr freundlich, das Essen war ausgezeichnet, und der Preis unglaublich! Papa und Hans hatten Suppe, danach gegrillten Thunfisch, Maria hatte Kaninchen, und als Beilage aßen wir Papas Arrugadas mit Mojo. Hans aß dann noch Mousse au Chocolat als Nachspeise und wir bekamen ein Verdauungsschnapserl hinterher. Alles zusammen für drei Leute inkl. Getränke kostete dann 22 Euro!!!

Sobrepeso (Übergwicht)
Der Samstagmorgen begann eigentlich in der Nacht, da wir mit Papa um 04.30 Uhr in Richtung Flughafen Süd aufbrachen. Wir bezahlten schließlich 7 kg Übergepäck, wobei die Dame am Schalter noch 2 kg nachließ und das Handgepäck gar nicht gewogen worden war.
Danach fuhren wir nach El Médano, wo wir erst einmal im Auto zwei Stunden Schlaf nachholten. Nachdem uns die Sonne geweckt hatte, gingen wir in ein gemütliches Café frühstücken und wanderten danach auf einen nahegelegenen Hügel mit wunderschönem Blick auf die Umgebung. Man konnte von dort oben auch sehr schön die Flugzeuge starten und landen sehen.
An diesem Tag hatten wir dann keine großen Pläne mehr. Wir schauten nur noch einen Film und gingen früh schlafen. (Dass Hans schon während des Films eingeschlafen hatte, ist nur ein unbewiesenes Gerücht, das von ihm entschieden dementiert wird!) Vorher hatte uns Dani noch eingeladen, den heiligen Abend mit ihm und seiner Familie in Icod zu verbringen.

Nochebuena (Heiliger Abend)


Am Sonntag waren wir erstmals seit einiger Zeit wieder so richtig ausgeschlafen. Der Tag begann ruhig und in bester Weihnachtsstimmung. Wir bereiteten unser Zimmer auf die Bescherung vor, schmückten unseren Christbaum, futterten Kekse und freuten uns auf den Abend. Am Nachmittag besuchte uns Jelca mit ihrem Freund Daniel, der gerade zu Besuch hier ist. Er studiert Komposition und kommt ursprünglich aus der Schweiz. Wir tranken Kaffee und tratschten, bis wir schließlich nach Icod aufbrachen, voller Neugier und Erwartung.
Fürs Protokoll: Natürlich haben wir auch “unser” Weihnachten zuhause vermisst! Aber nun waren wir eben gespannt, wie die Kanaren den Heiligen Abend gestalten. Zunächst sagte uns Dani, dass wir, wenn jemand fragen sollte, sagen sollten, Maria wohne nicht im selben Zimmer wie Hans. Spanische Schein- und Doppelmoral! Es kam aber nicht zu irgendwelchen dahingehenden Problemen. Dani’s Eltern waren sehr nett und seine Mutter hatte phantastisch gekocht. Es gab zu Beginn eine klare Suppe mit Hühnerfleisch, Ei und Suppengemüse, danach Fisch mit Süßkartoffeln, kanarischen Kartoffeln und Letschogemüse (alles aus dem hauseigenen Garten, wie Dani’s Vater stolz berichtete) und als Nachspeise Joghurt mit Waldfrüchten. Danach kamen zwei Sorten typisch kanarischen Weihnachtsgebäcks und ein Teller voller spanischer Weihnachts-Süßigkeiten (Turron, Polvoron, ...) Dazu bekamen wir sehr guten Rotwein. Vor dem Essen hatten wir einen selbstgemachten Likör probiert, der ähnlich wie Maiwipferlsaft schmeckte. (Für unser internationales Publikum: Maiwipferlsaft wird aus den kleinen Trieben hergestellt, die die Fichten im Mai ansetzen. Diese “Mai-Wipferl” werden in Zucker eingelegt und der entstehende Sirup ist ein sehr wirksames Hausmittel bei Erkältungen.)
Nach dem Essen gingen wir in die Kirche, in der eine wunderschöne, riesige Krippe aufgebaut war. Da gab es bewegliche Figuren, Wasserläufe, ein Meldeamt, Kinder, die spielten, Händler, Handwerker, und irgendwo am Rand kamen schon die Heiligen Drei Könige daher. Es war eine richtige Landschaft, in der man immer wieder etwas neues entdecken konnte. Die Messe dauerte ungefähr eineinhalb Stunden und hatte einige Besonderheiten: Am Beginn lasen Pfarrer und Gemeinde nach Art einer Litanei Psalmen, die mit der Geburt Christi zutun hatten. Vor der Eucharistie wurde eine Jesuskind-Statue vom Pfarrer durch die Kirche getragen, die nach der Messe von den Messteilnehmern geküsst werden konnte.
Im Anschluss wurden wir noch einmal zu Dani nachhause eingeladen, um einen kleinen Schlummertrunk einzunehmen. Dann ging es aber erst so richtig los! Auf einmal begannen Dani’s Geschwister Gitarren anzuschleppen, sein Bruder hatte eine kanarische Minigitarrenvariante, und am Ende wurden auch wir mit Schlaginstrumenten, einer Blockflöte und einer Mundharmonika bestückt und dann wurden spanische Weihnachtslieder gesungen und gespielt. Wir sangen ihnen dann auch “Stille Nacht” auf deutsch vor. Wir hatten wirklich sehr viel Spaß dabei und als wir uns endgültig auf den Weg machten, war es bereits nach 3 Uhr früh. Dennoch war dann auch bei uns zuhause noch Bescherung und wir gingen dann müde, aber froh und in bester Weihnachtsstimmung schlafen.

Concierto de Navidad (Weihnachtskonzert)
Am Montag fuhren wir mit Jelca und Daniel nach Güímar, wo sich Guanchen-Pyramiden befinden. Diese konnten wir dann nur aus der Ferne sehen, weil der Eingang geschlossen war, obwohl sich daran ein Schild mit der Aufschrift ”abierto todos los días” (jeden Tag geöffnet) befand. So beschlossen wir, das Auto weiter auszunutzen und nach Vilaflor weiterzufahren. Vilaflor ist ein höhergelegener Ort, der eine unglaublich große Kiefer beheimatet. Dieser Baum ist mit Grund ein Fixpunkt fast jeder Teneriffa-Reise, aber auch Vilaflor selbst ist sehenswert.
Am Abend stand eine weitere kanarische Weihnachtstradition auf dem Programm, das Weihnachtskonzert an der Hafenmole mit dem tinerfenischen Sinfonieorchester. Gespielt wurde gefällige klassische und romantische Musik, zwischendurch sang eine Opernsopranistin. Bis auf den Wienerwalzer spielten sie auch alles sehr schön und wir genossen die einzigartige Athmosphäre der Freilichtbühne mit dem Meer auf der einen und der Stadt Sta. Cruz auf der anderen Seite. Das Konzert endete mit einem kanarischen Weihnachtslied, zu dem die Zuschauer Wunderkerzen anzündeten. Sehr stimmungsvoll! Jelca und Daniel, die während Daniel’s Aufenthalt hier in La Mantaza in der Nähe von Sta. Ursula wohnen, verbrachten die Nacht in Jesus‘ Zimmer, da es schon sehr spät war, als wir vom Konzert heimkamen.

Playa de Maravilla, Aparcamiento de Puta Madre (wunderbarer Strand, beschissener Parkplatz)
Am Dienstag wollten wir ursprünglich mit Jelca und Daniel eine ausgedehntere Wanderung durch die Cañadas unternehmen. Da es aber dank der Calima sehr schön und warm war, beschlossen wir, in den Cañadas nur einen Spaziergang zu unternehmen und dann weiter zum Strand Bollullu zu fahren. Wir hielten uns dann doch relativ lange im Teide-Nationalpark auf und kamen erst abends an den Strand, der einen unvergesslichen Anblick bot: Meterhohe Wellen schlugen gegen die Klippen, der schwarze Sand war sehr fein und glitzerte, wenn man ihn aus der Nähe betrachtete. Das ganze Ambiente war so schön, dass es sinnlos ist, zu versuchen, es in Worte zu zwängen. Wir haben viele Bilder und einige Videos gemacht, die viel mehr sagen. Bei Einbruch der Dunkelheit verließen wir den Strand und stellten fest, dass das Tor zu dem Parkplatz, an dem wir unser Auto abgestellt hatten, verschlossen war. Außerdem kamen zwei wilde, kalbsgroße Hunde angestürmt und bellten und knurrten furchterregend. Das Restaurant, auf dessen Gelände sich der Parkplatz befand, war inziwschen stockdunkel und kein Mensch war in Sicht. Auf Nachfrage bei anderen Strandbesuchern erfuhren wir, dass die Besitzer gerade kurz vor unserer Ankunft alles abgeschlossen hatten und davongefahren waren. So standen wir also fern von La Laguna ohne Auto da, und wussten zuerst nicht, was wir nun tun sollten.
Wir entschieden uns, den Weg weiter bis zur einige hundert Meter weiter oben gelegenen Hauptstraße zu gehen und unterwegs jeden nach den Restaurantbesitzern zu fragen, der uns über den Weg lief. Anfangs hatten wir kein Glück: Am Nachbarhaus reagierte niemand aufs Klingeln und die Autofahrer, die vorbeikamen, wußten auch keinen Rat. Dann konnte uns aber der Fahrer eines weiteren Autos, das wir unterwegs angehalten hatten, einen ersten Hinweis geben, wo wir die Restaurantbesitzerin antreffen könnten. Beim entsprechenden Haus angelangt, klingelten wir, und wurden von einem Spanier informiert, dass der Restaurantparkplatz immer um 18.00 Uhr zusperre, wobei es inzwischen ungefähr 19.30 Uhr war. Wir bekamen auch eine Telefonnummer, unter der Hans dann die Haushälterin der Besitzerin erreichte. Sie sagte, wir sollen eine halbe Stunde später noch einmal anrufen. So setzten wir uns erst einmal in eine nahegelgene Bar und tranken einen Kaffee. Eine halbe Stunde später rief Hans dann wieder bei der Besitzerin an und das Gespräch lief folgendermaßen ab:
Hans: “¡Hola! ¿Está la Señora Mensa?” (Hallo! Ist Frau Mensa da?)
Sra. Mensa: “De qué parte?” (Wer will das wissen?)
Daraufhin schilderte ihr Hans in möglichst tragischer Weise unser unglückliches Schicksal und fragte, ob es eine Möglichkeit gäbe, an das Auto zu gelangen. Er gab auch nicht schnell auf, aber alles bitten und betteln half nichts. Die unfreundliche und sichtlich schadenfrohe Frau sagte, wir könnten das Auto erst am nächsten Tag ab 10.00 oder 10.30 Uhr wieder abholen, da sie keinen Schlüssel habe und der Angestellte, der über den Schlüssel verfügte, in Sta. Cruz wohne und erst am nächsten Tag wieder im Restaurant sei.
So blieb uns nichts anderes übrig, als uns auf den Weg in Richtung La Orotava oder Puerto de la Cruz zu machen und von dort mit der Guagua nachhause zu fahren. Maria wollte aber, bevor wir den relativ weiten Weg in eine der Städte antraten, noch auf der Autobahn nachsehen, ob nicht eine Haltestelle in der Nähe sei. Und tatsächlich kam in diesem Augenblick ein Bus daher, der auch noch die richtige Nummer hatte, und so kamen wir dann bald in La Laguna an. Glücklicherweise hatten wir unseren Wohnungsschlüssel nicht im Auto gelassen! Für Jelca und Daniel bedeutete unsere Geschichte eine weitere Nacht in Jesus‘ Zimmer, weil ihr Wohnungsschlüssel sehr wohl im Auto geblieben war.

Mittwoch, Dezember 20, 2006

Weihnachten naht

Agujitas de Hielo (Eisnadeln)
Am Freitag fuhr Maria mit den Geographen in die Cañadas. Dort war es so kalt, dass der Boden von Eisnadeln bedeckt war. Besonders im Schatten hatte das Eis die Lavasteinchen vom Boden abgehoben, sodass es sich beim gehen anfühlte, als würde man auf Schnee gehen. Hans nutzte den Vormittag fürs Einkaufen und Zusammenräumen, um für die vielen schönen Sachen Platz zu machen, die Hans‘ Papa am Samstag mitbringen würde. Später ging er zur Uni und abends trafen wir uns beim Hapkido-Training. Dort erhielten wir die gute Nachricht, dass Maria’s Uhr, die sie am Montag im Turnsaal vergessen hatte und die am nächsten Tag nicht mehr da war, doch aufgetaucht war. Der Taekwondo-Trainer hatte sie mitgenommen und sie würde sie am Montag wiederbekommen. Danach ging Hans mit Jeanne zu einem Chorkonzert (Gregorianischer Choral, alte Musik...) in einer Kirche in unserer Nähe. Maria war nach ihrer Exkursion zu müde und ging schon früher schlafen.

Llega Papá (Papa kommt an)
Am Samstag hieß es früh aufstehen, da wir schon um 7.00 Uhr das Mietauto am Flughafen abholten und dann in den Süden fuhren um Hans‘ Papa abzuholen. Mit dem Auto ging alles glatt, wir bekamen sogar statt eines Citroen Saxo einen Seat Ibiza zum gleichen Preis, weil sie keinen Citroen mehr hatten. Auf der Fahrt zum Flughafen Süd sahen wir über Gran Canaria die Sonne aufgehen. Papa kam pünktlich an und wir fuhren nach La Laguna, weil wir von 12.00 bis 13.30 Sprachkurs hatten. Zuvor drehten wir aber noch eine kleine Willkommensrunde durch La Laguna und packten die tollen Sachen aus, die Papa mitgebracht hatte. (Keine Angst, die Weihnachtsgeschenke haben wir noch nicht ausgewickelt!) Besonders freuten wir uns über die Kekse und das Kletzenbrot von unseren Mamas und über die Mini-Fichte, die Papa in einer Papprolle transportiert hatte. Papa legte sich in unserer Wohnung ein bißchen hin während wir Spanischkurs hatten. Danach gingen wir in unsere Stamm-Zumería auf einen Zumo und eine Kleinigkeit zum Essen. Schließlich fuhren wir nach Puerto, wo Papa sein Zimmer bezog. Wir unternahmen einen Spaziergang und gingen in ein Restaurant Abendessen, das unmittelbar an, eigentlich in die Kaimauer gebaut ist.

Senderismo (Wandern)

Am Sonntag um 07.30 Uhr holten wir Papa mit dem Mietauto in Puerto ab, um mit ihm, Kristian und Jeanne eine Wandertour ins Anagagebirge zu unternehmen. Wir fuhren mit dem Auto bis Chamorga und machten uns von dort auf den langen, aber wunderschönen Weg durch den östlichsten Teil der Insel. Es ging auf und ab, anfangs durch einen bewaldeten Barranco, dann am Küstengebirge entlang. Wir kamen an wunderschönen, fast verlassenen einsamen Dörfchen vorbei, überquerten steile Schutthänge und machten eine ausgiebige Pause an einem Strand in einem kleinen Fischerdörfchen. Zeitweise kämpften wir gegen den Sturm an, hatten aber ansonsten perfektes Wanderwetter. Auf dem Rückweg stoppten wir noch am Strand von Las Teresitas auf ein Eis und einen kurzen Spaziergang.

Gine y Una Excursión al Norte (Gyn und ein Ausflug in den Norden)
Für Hans begann am Montag das Gynäkologie-Praktikum, danach hatte er Vorlesungen und schließlich das Praktikum der Lehrveranstaltung „Reanimación Cardiopulmonar Pediátrica“, sodass er um 07.00 Uhr morgens aus dem Haus ging und um 19.30 wieder zurückkam. Entschädigt wurde er dadurch, dass sowohl das Gyn-Praktikum als auch die Kinderreanimation sehr interessant waren.
Maria und Papa fuhren nach El Rosario, dem malerischen Dorf an der Nordküste, das mit dem Auto nicht erreichbar ist. Später besuchten sie noch Icod de los Vinos und fuhren über die Cañadas wieder zurück nach La Laguna. Nach dem Hapkido-Training, und nachdem Maria überglücklich ihre Uhr wieder in Empfang genommen hatte, gingen wir mit Papa in „unsere“ Tasca Abendessen.

¡Que rico! (Frei übersetzt: mmmmhh!!)

Am Dienstag hatte Hans wieder das gleiche Programm wie am Montag. Diese Woche ist er in der Gebärmutterhals-Ambulanz eingeteilt. Er macht dort auch gynäkologische Untersuchungen und Zervix-Abstriche. Im Kinderreanimationspraktikum übten sie den venösen Zugang über die Nabelvene an einer echten Nabelschnur, die ganz frisch, vom selbem Tag, war :-). Maria fuhr nach ihrer Vorlesung mit Papa nach Sta. Cruz, wo sie die Stadt und den großen, schönen Park besichtigten. Abends mussten die beiden dann sehr lange auf den Bus warten und erwischten schließlich den selben, mit dem auch Hans von der Uni nachhause fuhr. Wenig später bekamen wir Besuch von Jeanne und aßen gemeinsam in unserer Wohnung zu Abend. Danach, als Hans sich vergewissert hatte, dass alle schon einigermaßen satt waren, holte er unsere Kekse, das Kletztenbrot und den Lebkuchen aus unserem Zimmer.

Entschuldigung

Mit diesem kurzen Eintrag wollen wir uns nur dafuer entschuldigen, dass wir momentan einfach nicht dazukommen, das Tagebuch regelmaessig zu aktualisieren. Wir versprechen, dass es nach Weihnachten wieder besser wird und hoffen bis dahin auf die Geduld unserer treuen Leser!

Freitag, Dezember 15, 2006

neue Bilder

Auch ohne Tannen, Fichten etc. kann man einen Adventkranz basteln!


Unser Ausflug nach Masca


Wir hatten perfektes Wetter...



So wie auch bei unserer Wanderung zu den Órganos!


Das gemeinsame Backen war erfolgreich.




Ein Rundblick über La Laguna

Día de la Constitución (Tag der Verfassung)
Der Mittwoch (6. Dezember) war hier ein Feiertag. Gefeiert wurde aber nicht, wie man das als guter katholischer Österreicher vermuten würde, der Hl. Nikolaus, sondern der Tag der spanischen Verfassung. Am Freitag war ein weiterer Feiertag, sodass der Donnerstag als Fenstertag ebenfalls vorlesungsfrei war. Aber jetzt kommen wir erst einmal zu den Details vom Mittwoch. Wegen des schlechten Wetters blieben wir am Vormittag zuhause, am Nachmittag hatten wir Sprachkurs. Wir vereinbarten unser bisher schon zweimal verschobenes gemeinsames Essen mit May für den kommenden Freitag. Danach wollten wir ursprünglich zu einem Aussichtspunkt oberhalb von La Laguna wandern, wir entschlossen uns jedoch, mit Jeanne und Mareike lieber bei uns einen Film zu schauen, da es immer noch regnete.

Los Órganos (Die Organe, in diesem Fall: Die Orgelpfeifen)

Den Fenstertag am Donnerstag nutzten wir für einen Wanderung mit Mareike, Jeanne, Inga, Franka und Kristian in die wahrscheinlich schönste Gegend von Teneriffa. Im Norden der Insel, im höhergelegenen Teil des Orotavatals, befindet sich eine eindrucksvolle Felsformation, die wegen ihrer auffälligen Form „Los Órganos“ genannt wird. Diese geben zwar dem Wanderweg ausgehend von La Caldera seinen Namen, treten aber angesichts des wunderschönen Wanderweges in den Hintergrund. Der Weg führt anfangs über Forststraßen, später über Wanderpfade, die sich durch einen Wald schlängeln, in dem man das Gefühl hat, man befände sich mitten in einem Märchen. Von den Bäumen und Büschen (hauptsächlich Kiefern, aber auch Wacholder, Kastanien etc.) hängen lange Flechtenbärte, die von der hohen Luftfeuchtigkeit profitieren, die das „Mar de Nubes“ hier verursacht. „Mar de Nubes“ bedeutet „Wolkenmeer“ und beschreibt eine im Winter fast konstant vorhandene Inversionswetterlage im Norden der Insel, die man an einer dichten Nebelschicht erkennt. Wir hatten Glück, da wir am Anfang unserer Wanderung im strahlenden Sonnenschein die Aussicht auf das Orotavatal genießen konnten. Später kroch dann der Nebel das Tal hinauf und kreirte die oben beschriebene märchenhafte Athmosphäre.

Día de la Concepcíon (Mariä Empfängnis)
Am Freitagnachmittag gingen wir Kirche und kamen gerade noch rechtzeitig, um eine große Prozession zu sehen, die einen Wagen mit einer Marienstatue in die Kirche begleitete. Zwei Musikkapellen, eine Gruppe von bunt bekleideten Männern mit Schwertern und eine große Menschenmenge nahmen an dem Umzug teil.
Danach waren wir mit Mareike und Kristian im Café Pan Paris verabredet. Jeanne musste leider lernen und sich auf ihre Präsentation am Mittwoch vorbereiten. Am Abend gingen wir mit Jeanne und May in eine spanisches Lokal essen. Wir hatten dieses Abendessen schon lange geplant und mehrfach verschoben, weil May´s und unsere Terminkalender ständig voll waren. Es war lustig, einmal außerhalb des Kurses mit ihr zu quatschen. Danach machten wir noch zwei Lokale im Bar-Viertel unsicher, hielten aber nicht allzu lange durch, sodass wir schon um zwei wieder zuhause waren.

¡Cumpleaños Feliz, Johanna! (Alles Gute zum Geburtstag, Johanna!)
Am Samstag gingen wir mit Mareike, Jeanne und Jelca zu einem schönen Aussichtspunkt oberhalb der Stadt, von dem aus man ganz La Laguna und Santa Cruz überblicken kann. Das Wetter war wechselhaft, es begann dann aber doch nicht richtig zu regnen, und so verbrachten wir einige Zeit wichtige Dinge besprechend :-) an diesem schönen Platz. Am Nachmittag gingen wir Zutaten fürs Backen einkaufen und abends waren wir bei Johanna zum Geburtstag feiern eingeladen. Isabel, eine Spanierin vom Festland, machte Tortilla und Alioli (eine köstliche Sauce aus Milch, Knoblauch und Öl) und wir sahen aufmerksam zu. Es tat einmal gut, richtig schönes und klar ausgesprochenes Spanisch zu hören!

Galletas de Navidad (Weihnachtskekse)
Am Sonntag kamen Jeanne und Mareike zu uns um Weihnachtskekse zu backen. Maria bekam zu ihrem Geburtstag von den beiden eine Einladung zum Essen und eine leckere Marmorkuchen-Schokotorte. Alles in Allem waren wir sehr erfolgreich. Insgesamt sind es 4 Sorten geworden, eine davon eine Eigenkreation. Wir hatten nämlich ein Rezept für dunkles Shortbread aus einem Brigitte-Heft. Leider war die Kakao-Angabe um das 10fache zu hoch, sodass wir nach 20 Minuten backen immer noch nur ein Blech voller tiefbrauner Brösel hatten. So beschloss Hans eine Keksteig-Rettungsaktion. Zu den gebackenen Shortbreadbröseln mischten wir noch Schokolade, Butter, Zucker und Milch und formten aus der entstandenen Masse kleine Kugeln, die wir teilweise in (von anderen Keksen übriggebliebene) geriebene Mandeln, braunen Zucker oder bunte Zuckerkügelchen wälzten. Bis jetzt waren alle, die diese neue Erfindung probiert haben, begeistert, und keiner wäre auf die Idee gekommen, dass es sich nur um Resteverwertung handelte.
Am Abend hatten wir uns mit Jelca, Johanna, Miriam, Kristian, Sophie, David und Emma beim Chinesen verabredet, weil wir schon unseren Salz-Hunger vorausgeahnt hatten. Dort bekam Maria als weiteres Geburtstagsgeschenk ein riesiges Satellitenbild von Teneriffa. Von Jelca und Sophie hatte sie jeweils CDs mit spanischer Musik bekommen, und später, als wir uns noch bei uns zusammensetzten, von David und Emma ein spanisches Reise-Trivial-Pursuit. Dani schmeckten unsere Kekse auch sehr gut. Er war besonders begeistert von Jeanne’s Schoko-Kuchen. Wir sind wirklich sehr froh über unsere unproblematischen Mitbewohner!

Día Largo – Pocas Palabras (Langer Tag, wenige Worte)
Hans verbrachte den ganzen Montag auf der Uni und Maria begleitete ihn wieder mit dem Computer, um die vielen Internet-Aufgaben abzuarbeiten, die sich angesammelt hatten. Abends gingen wir zum Hapkido-Training.

¡Mmmmh! ¡Joder! (Zitat: Jesús: Mmmmh! ---zensiert--- [etwa: verdammt!])

Am Dienstag waren wir beide auf der Uni. Maria musste außerdem einigen Papierkram für ihre Versicherung erledigen und schrieb dann weiter an ihrem letzten Exkursionsbericht. Abends kam Jeanne bei uns vorbei, um uns ihre Präsentation vorzutragen, die sie für eine Lehrveranstaltung am Mittwoch vorbereitet hatte. Wir mussten sie ein wenig beruhigen, was uns auch leicht viel, weil die Arbeit sehr interessant und gut ausgearbeitet war. Jedenfalls macht man sich üblicherweise zu viele Sorgen, wenn man vor spanischem Publikum reden soll. May hat es richtig gesagt: Macht euch keine Sorgen! Allein dadurch, dass ihr in einer Fremdsprache reden könnt, könnt ihr euch schon gut vorkommen!
Ach... und übrigens: Die Überschrift beschreibt die Reaktion unseres Mitbewohners Jesús auf das Probieren unserer Kekse. Er war hin und weg.

Matar Dos Pájaros de un Tiro (Zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen, wörtl.: Zwei Vögel mit einem Schuss töten)

Maria schrieb am Vormittag weiter an ihrer Arbeit und besuchte dann Emma, die ein wenig kränkelte und sich zuhause langweilte. Emma kam dann mit Maria zu uns herauf und blieb bis zum Abend. Hans hatte seinen üblichen Unitag. Am Montag hat auch sein neues Freifach „reanimación cardiopulmonar pediátrica“ begonnen (Kinderwiederbelebung), dessen letzter Teorie-Tag eben der Mittwoch war. Zugleich hatte er jedoch auch seinen letzten Tag vom Augen-Praktikum, was etwas kompliziert zu managen war, dann aber mit der spanischen Tranquilidad, die wir uns inzwischen angeeignet haben, und ein wenig halblegaler Unterschriftenlisten-Handhabung gut zu bewältigen war. Mató dos pájaros de un tiro.
Abends war wieder Hapkido und danach gingen wir zu einem Chorkonzert (eine Mozartmesse), bei dem Franka mitsang. Es hat uns sehr gut gefallen!

G’lumpert! (Heute einmal ein Steirischkurs für unser internationales Publikum: schlecht verarbeitetes Produkt)

Am Donnerstagvormittag klebte Hans das hundertfünfzigste Loch in unserem Bett. Danach ging er auf die Uni, wo er wieder einmal die meiste Zeit des Tages verbrachte. Maria hatte eine Verabredung mit Enrique, dem Geographiestudenten, der ihr das digitale Teneriffa-Höhenmodell versprochen hatte, und sie bekam es auch wirklich. Damit steht den konkreteren Arbeiten an ihrer Diss nichts mehr im Wege. Am Nachmittag ging Maria mit Emma und Yem (Jeanne, tinerfenisch ausgesprochen) zum Alcampo und zum Ikea einkaufen.

Mittwoch, Dezember 06, 2006

News-Update zum Wochenbeginn

Regalos (Geschenke)

Nach der Uni am Montag besuchte uns Bea, um uns unsere Geburtstagsgeschenke zu geben. Hans bekam das Buch “El médico” (Der Medicus) von Noah Gordon und ein vergrößertes Foto von einem wunderschönen Küstenabschnitt in der Nähe von Beas Elternhaus auf La Palma. Maria bekam eine Kette aus Muscheln und Kokosnuss und einen bunten Schal. Wir verbrachten den Nachmittag mit Bea tratschend und Kaffee trinkend in unserem Wohnzimmer. Abends nach dem Hapkido gingen wir gemeinsam mit Mareike, Jeanne, Inga und Kristian in eine Zumería und begannen, die nächsten Tage zu planen, an denen wieder einmal die Feiertage und Fenstertage so günstig fallen, dass wir einige Tage frei haben.

Más Regalos (Noch mehr Geschenke)

An dieser Stelle wollen wir nun auch einmal alle anderen Geschenke aufzählen, die wir zu unseren Geburtstagen bis jetzt bekommen haben. Jeanne hatte für uns und für Doro’s Abschied am Strand eine Marmorkuchen-Schokotorte gebacken und noch eine Apfeltorte, die wir aßen, als Doro und Jeanne uns unsere Geschenke übergaben. Von Doro bekamen wir und Jeanne spanische Bücher (einen Garfield und zwei literarisch höher stehende Werke, wenn man auch den philosophischen Inhalt von Garfield nicht unterschätzen sollte!), die sie per Zufall auf uns verteilte, und die wir durchtauschen werden. (Den Garfield haben wir schon ausgelesen!) Von Jeanne bekam Hans das Buch “Veronika quiere morir” (Veronika möchte sterben) von Paulo Coelho, ein wirklich sehr empfehlenswertes Buch über Normalität und Verrücktheit, das er inzwischen auch schon fertig gelesen hat. Von Johanna bekam Hans ein kanarisches Kochbuch (jetzt können wir endlich selber Mojo machen!) und von Rachel und Fab einen einen drehbaren Bilderrahmen aus dunklem Holz, in dessen Innerem sich ein Mini-Fotoalbum befindet. Sehr praktisch und dekorativ!

Música Española (Spanische Musik)

Der Unialltag verlief am Dienstag wieder wie gewohnt. Maria hatte wieder einmal eine ausführliche Unterhaltung mit Dani geführt, den wir inzwischen schon einigermaßen gut verstehen. Er ist mit seinem Sprechtempo und Akzent ein aussagekräftiger Maßstab für unsere Spanischkenntnisse. Später begannen wir mit den Vorbereitungen für das geplante Pizza-Futtern am Abend mit Mareike und Jeanne, sprich, Hans machte den Teig und die Tomatensauce. Kurz, bevor Mareike amkam, bot Dani Hans an, die Musik durchzuschauen und zu kopieren, die Dani auf seinem Computer hat. Er hat über 60GB (!) Musik, darunter eine Menge spanischer und südamerikanischer Sänger. Natürlich konnten wir nicht sein ganzes Archiv kopieren, aber inzwischen haben wir auch eine ganz passable Auswahl spanischer Musik auf dem Laptop. Schließlich kam auch Jeanne, die bis abends in der Uni gewesen war. Nach dem Pizza-Essen gingen wir vier zusammen mit Dani, den wir überreden konnten, mitzukommen, in ein Café, in dem wieder Ana-Mayra mit ihrer Band sang. Diesmal waren wesentlich weniger Zuhörer gekommen, und so war die Stimmung nicht ganz so gut wie vor einigen Wochen in der Blues-Bar. Außerdem vergriff sich ein inkompetenter Tontechniker ständig am Mischpult und verursachte eine basslastige, intransparente Wischiwaschi-Akustik. Trotz dieser Hindernisse schafften es die Musiker, die Zuschauer zu motivieren, die zugegebenermaßen hauptsächlich aus eingefleischten Fans der Band zu bestehen schienen.

Montag, Dezember 04, 2006

Bilder

Jeanne betrachtet liebevoll das Gofio in der Bodegon Viana



Hans und Dani (unser Mitbewohner) mit der Tabla, auf der sie sich wenige Minuten später die Strasse hinunte"arrastrarse"n wollten


Im Restaurant Maquila am Geburtstag von Hans


Ein letztes gemeinsames Frühstück mit Doro - schnief...


Wir mussten sie schließlich fahren lassen - noch viel größerer SCHNIEF!!!

Wandern

Volvió Mareike (Mareike ist zurückgekommen)

Nach unseren Einkäufen am Samstagvormittag gingen wir zu Jeanne, da wir am Vortag die Schautafeln einer Ausstellung abphotographiert hatten und die Bilder auf Emilio’s Computer übertragen mussten. Zum Mittagessen gab es Lasagne und, weil Dani und seine Freundin auch gerade am Kochen waren, bekamen wir Arepas zum Kosten. Arepas sind etwa Hamburger-große Laibchen aus Maismehl, Wasser und Salz, die gebraten, aufgeschnitten und beliebig gefüllt werden. Wirklich sehr gut! Der Geschmack erinnert etwas an Polenta. Am Nachmittag gingen wir dann wieder zu Jeanne. Mareike war nämlich wieder zurück aus Deutschland und wir hatten uns auf Tee und Kekse verabredet. Wir erfuhren, dass bis jetzt alle Nachuntersuchungen ihrer Mutter negativ, also gut, verlaufen waren, dass die Operation aber natürlich eine enorme Belastung war. Außerdem hörten wir wieder unglaubliche Geschichten von kommunikationsunfähigen Ärzten.
Wir verbrachten also den Nachmittag und Abend tratschend auf Jeanne’s Sofa und gingen dann relativ früh ins Bett, weil am nächsten Tag ja ein Ausflug nach Masca geplant war.
Übrigens: Alles Gute zum Geburtstag, Doro!

El Barranco de Masca (Die Masca-Schlucht)

Am Sonntagmorgen gingen wir zur Estación de Guaguas, wo unser Ausflug in die Schlucht von Masca begann. Wir hatten eine lange Fahrt vor uns, da Masca praktisch am anderen Ende der Insel liegt. Zusammen mit Emma, David, Mareike, Jelca und Jeanne fuhren wir zu der Bushaltestelle, die am nächsten an Masca liegt, da am Sonntag kein Bus direkt in den Ort fährt. Von dort aus wollten wir mit dem Taxi das restliche Stück zurücklegen, fanden dort aber keines und erfuhren vom Busfahrer, dass es eigentlich einfacher sei, nach Masca zu gehen. Er beschrieb uns einen Wanderweg dorthin, sodass wir nicht der Straße nachgehen mussten. Im Endeffekt war dieser Weg dann sehr schön, und nach etwa einer Stunde kamen wir auch schon am Einstieg in die Schlucht, im kleinen Dorf Masca an. Masca selbst ist ein malerischer kleiner Ort, der an den steilen Hängen des oberen Endes der Schlucht klebt. Das Dorf besteht aus einigen Wohnhäusern, kleinen Geschäften und ein paar guten Restaurants, die hauptsächlich typisch kanarische Küche bieten. Wir hielten uns dort aber nicht lange auf, weil wir um 16.30 Uhr das Schiff erreichen mussten, dass uns vom Strand am unteren Ende des Barranco nach Los Gigantes bringen sollte. Das Wetter war perfekt für die Wanderung, und wir genossen den beeindruckenden Anblick der senkrechten und überhängenden Wände der Schlucht, die sogleich von Maria geologisch-geomorphologisch analysiert wurden. Einigermaßen geschafft, aber noch recht früh, kamen wir dann am Strand an, sodass noch Zeit blieb, ein bißchen baden zu gehen. Schließlich entschieden sich aber nur David und Hans, ganz ins Wasser zu gehen. Die Wellen waren ziemlich unberechenbar und teilweise sehr hoch, außerdem war der Meeresboden in Strandnähe sehr steinig, sodass besonders das Hinein- und Hinausgehen recht gefährlich war. Wenn man sich in dem Bereich aufhielt, wo die Wellen brachen, hieß es Luft anhalten und warten, bis einen die Welle wieder los ließ. Andererseits konnte man sich, auch ohne Surfbrett, von der Welle weit mittragen lassen, wenn man den richtigen Augenblick und Ort erwischte. Schließlich kam unser Schiff und wir fuhren nach Los Gigantes. Von dort ging es mit der Guagua über Puerto de la Cruz wieder heim nach La Laguna. Am Abend setzten wir uns noch mit Jelca und Jeanne in einer sehr gemütlichen Teebar zusammen und bewunderten dann auf dem Heimweg die, mit Ausnahme einer Straße, sehr stimmungsvolle Weihnachtsbeleuchtung in unserer Stadt.

Samstag, Dezember 02, 2006

Der große Abschied

Una Tarde Culinaria (Ein kulinarischer Abend)

Hans hatte am Dienstag einen stinknormalen Unitag mit Augen- und Gyn-Vorlesung. Bei Maria war es insofern außergewöhnlicher, als sie in ihrer Vorlesung lernte, einige der gängigeren Gesteine der Insel zu bestimmen. Am späteren Nachmittag widmete sie sich dann der äußerst verantwortungsvollen und hochentwickelten Kunst des Apfelnockerl-Kochens. (Dreimal dürft ihr raten, wer diesen Blog-Eintrag schreibt!!) Im Sinne der internationalen kulturellen Kommunikation kamen dann Jeanne und Doro zum Abendessen. Eigentlich waren die Apfelnockerln ja nur die Vorspeise, da wir danach in ein sehr gutes, typisch spanisches Restaurant gingen. Im Bodegon Viana genossen wir verschiedene Tapas (gegrillten Käse, Gofio, Champignons mit Knoblauchsauce, Papas arrugadas mit Mojo...) und freuten uns, dass wir vor Doro’s Abreise doch noch einen Tisch in diesem immer sehr vollen Lokal bekommen hatten. Im Laufe des Abends gesellten sich noch Emilio und seine Freundin Gemma zu uns, die zufälligerweise das gleiche Lokal ausgesucht hatten, um ihren Hunger zu stillen.
Anmerkung für unsere internationale Leserschaft (Jeanne’s Mama u.a.): Apfelnockerln bestehen aus Spätzle und weichgekochten Äpfeln mit Zimt und Zucker.

Tirarse en Tabla, Arrastrarse (Sich auf einem Brett [die Straße] hinunterstürzen)

Der Mittwoch stand ganz im Zeichen der Fiesta de San Andrés in Icod de los Vinos. Nichtsdestotrotz ließen wir uns nicht davon abhalten, vorher noch auf die Uni zu gehen. Am Nachmittag fuhren wir dann mit Doro, Jeanne und Emilio mit der Guagua nach Icod. Besagte Fiesta ist auf der ganzen Insel bekannt und ist eigentlich ein Weinfest, es spielt sich aber noch ein anderes Spektakel ab, doch dazu später mehr.
Zunächst besuchten wir Emilio’s Eltern und natürlich unsere Sorgenkatze, der es sehr gut zu gehen schien. Sie fühlte sich sichtlich schon zu Hause und hatte mit dem Haushund bereits ein distanziertes, aber respektvolles Verhältnis etabliert. Ein weiterer Zweck unseres Besuches bestand darin, dass Emilio seine “Tabla” abholen musste. Eine Tabla (Tabla heißt eigentlich einfach “Brett”) ist in diesem Falle allerdings ein Sportgerät, auf dem mutige Kanaren die kerzengeraden, steilen Straßen von Icod – na – eben hinunterbrettern. Man sitzt auf dem Brett, steuert mit den behandschuhten Händen und bremst mit den Füßen, beziehungsweise läßt sich von dem Reifenhaufen bremsen, der sich am Ende der Straße befindet. Links und rechts auf der Straße bejubeln unzählige Zuschauer die Verrückten, sodass nur eine schmale Bahn frei bleibt. Es ist unglaublich, was man auf diesen Brettern für eine Geschwindigkeit erreicht!
Ein Erasmus-Bus, in dem wir leider keinen Platz mehr ergattern hatten können, hatte auch noch viele weitere Studenten nach Icod gebracht und wir trafen auf viele bekannte Gesichter. Später sprach uns von hinten ein Kanare an, der sich als unser Mitbewohner Dani herausstellte. Er ist auch aus Icod, und hatte natürlich auch seine Tabla dabei. So kam es, dass Hans schließlich mit ihm hinauf an den Startpunkt ging und gemeinsam mit Dani die Straße hinunterraste. Ein unglaubliches Erlebnis! Ein zweites Mal wagte es Hans dann noch, bevor auch Inga auf den Geschmack kam. Jeanne, die schon am Vortag mit dem Gedanken gespielt hatte, mit Emilio mitzufahren, mussten wir noch etwas überreden, aber am Ende traute sie sich doch! Schließlich sahen wir noch Johanna auf einer Riesen-Tabla mit 5 Leuten mitfahren.
In den Querstraßen zu den Rennbahnen wurde Wein ausgeschenkt und gegrillt. Wir kamen bei gebratenen Kastanien und gebrannten Mandeln direkt in Adventstimmung. Für die Heimfahrt bekamen wir dann doch einen Platz im Erasmus-Bus, was uns viel Zeit sparte. Darüber waren wir sehr froh, weil wir, wie ihr Euch sicher vorstellen könnt, schon sehr müde waren.

Otra Comilona (Ein weiteres Fressgelage)

Um noch möglichst viel Zeit mit Doro verbringen zu können, gingen wir am Donnerstagvormittag zum Frühstücken in die Zumería.
Davor haben wir noch ein ominöses Paket von der Post abgeholt, das gerade rechtzeitig zu Hans’ Geburtstag angekommen war. Darin befand sich neben Grüßen von Nikolaus und Krampus eine Uhr, an der Hans jetzt erst einmal üben kann, die Zeit abzulesen. „Angeblich“ soll dieses edle Stück dann durch eine banale Binäruhr ersetzt werden, wenn Papa uns besuchen kommt :-)!
Doro’s Mitbewohner hatten sie noch am Vortag zum Mittagessen eingeladen, als sie aber zu Hause ankam, erlebte sie eine Überraschung: Ihre Mitbewohnerin saß vor dem Fernseher, ihr Mitbewohner war gar nicht in der Wohnung. Dann kam auch der Mitbewohner nach Hause und als die Mitbewohnerin ihn fragte, sagte er, er habe ohnehin sein Fleisch und seine Pommes und Doro könne ja noch ihre restlichen Spaghetti essen. Es war längst keine Rede mehr von einer Einladung irgendwelcher Art! Am Ende kochte Doro dann ihre Spaghetti, während ihr Mitbewohner sein Fleisch zubereitete.
Wir beide gingen nach der Uni in die Stadt, wo wir Doro trafen und sie uns die Geschichte mit ihren Wohnungskollegen erzählte.
Glücklicherweise hatten wir am Abend noch ein Abschiedsessen in einem Restaurant geplant, dass uns May, unsere Sprachlehrerin empfohlen hatte. Es war wieder ein ausgezeichnetes Tapas-Lokal. Außerdem wurde bei diesem Essen auch noch einmal Hans‘ Geburtstag gefeiert. So verbrachten wir einen wunderschönen Abend mit Doro, Jeanne, Emma und David, Rachel und Fabien und Johanna.

¡Pasalo bien, Doro! (Alles Gute, Doro!)

Der Freitag stand ganz im Zeichen von Doro’s Abflug. Nach einem ausgiebigen Frühstück in unserer Wohnung begleiteten wir, gemeinsam mit Jeanne, Doro nach Santa Cruz, da von dort die Guagua zum Flughafen Süd abfuhr. Wir trösteten uns damit, dass Doro, wenn sie einen einigermaßen günstigen Flug findet, im Februar wiederkommt, aber sie fehlt uns jetzt schon sehr. An dieser Stelle ein Appell an alle, die ab und zu ins Internet schauen: Wer auch immer Wind von einer Billig-Aktion irgendeiner Fluglinie bekommt, möge sich bei uns melden! Wir wollen unsere Doro möglichst bald wiedersehen!
Dir, Doro, wünschen wir noch einmal alles Gute in der Heimat! Wir werden auf jeden Fall dafür sorgen, dass du uns nicht vergisst, und dich regelmäßig mit Skype-Anrufen etc. nerven.

Dienstag, November 28, 2006

Fotos

Hay que volar (Man muss fliegen) - Leider auch in der Hinsicht, dass Doro bald heimfliegen muss!
Die Geburtstagskinder wurden von Jeanne mit einer Torte bedacht (mmmmmhhhhhh!)





Johanna in Pose mit dem Adventkalender

Hans, Bea und Ana-Mayra

"Partypeople"

Strandparty Ende November!

Olas muy grandes (sehr große Wellen)

Am Samstag begannen wir den Tag recht früh, da noch einiges zu erledigen war. Gleich als erstes passten wir Dani ab, um ihm den Adventkalender zum Geburtstag zu überreichen. Er hatte wohl überhaupt nicht damit gerechnet und schien sich recht zu freuen. Traurig war nur, dass das Wetter sehr schlecht war – es goß wie aus Kübeln. So fiel seine Geburtstagsfeier, die eine Grillfeier im Freien hätte sein sollen, ziemlich ins Wasser. Dann ging Maria schnell fürs Mittagessen einkaufen, wobei sie am Weg Doro traf. Die wollte zum Surfen nach Puerto fahren. Nachdem wir uns noch die Pension für Hans‘ Papa anschauen wollten, beschloss Maria, dass sie einfach mitfahren. Nun wurde es doch ein wenig stressig. Es musste noch der Adventkalender für Johanna fertiggemacht werden. Dann wollten wir schnell etwas kochen und dann war noch, dass wir am Abend das letzte Mal gemeinsam mit Doro Sprachkurs bei May hatten. Wir wollten May zur Erinnerung ein Bild mit ihr und uns auf A4 ausdrucken und unterschreiben. Für Doro hatten wir das auch geplant, aber mit anderen Bildern. Schließlich wurde es für sie ein Gruppenfoto vom Strand, ein Gruppenfoto vom Ausflug nach Icod, in der Mitte Doro mit dem Kätzchen und als Hintergrund musste der Teide herhalten. Das ganze musste noch ausgedruckt werden. Und dann hatten wir noch eine Hausübung für den Sprachkurs. Irgendwie hatten wir es geschafft, das meiste zu erledigen. Das Essen wurde eingepackt, ebenso die Hausübung und wir erreichten sogar noch den Bus mit dem auch die anderen (Kristian und Johann wollten auch surfen) fahren wollten. Johanna wusste, dass in Bajamar die Wellen 4m hoch sein sollen. Bereits auf dem Weg nach Puerto sahen wir, dass die Wellen wirklich imposant waren. Wir suchten in Puerto dann zuerst das Hotel auf (das im übrigen ganz ok ist) und machten uns dann auf den Weg zu den anderen zum Strand. Auf dem Weg erhielt Maria einen Anruf von ihrer Mama, der sie sehr gefreut hat, vor allem weil dabei versprochen wurde, Weihnachtskekse mit Papa mitzuschicken! Am Strand aßen wir schließlich, machten unsere Hausübung und bewunderten vor allem die traumhaften Wellen. Wieder daheim gingen wir zum Sprachkurs und eigentlich wollte May mit uns danach in eine Tasca gehen. Leider musste sie jedoch absagen, da der Vater einer Freundin verstorben war. So wollten wir uns wieder einmal auf den Weg zur Bodegon Viana machen, nachdem das Wetter aber derartig unfreundlich war, schafften wir es nur zu unserer Zumeria, wo es aber auch sehr gemütlich und auch gut zu essen ist.

¡Fiesta! (Party)

Am Sonntag fand endlich unsere Geburtstags-Abschieds-und-überhaupt-Strandparty statt. Das Wetter war Gottseidank nach dem Regentag davor wieder traumhaft, das Wasser war noch ziemlich warm, nur im Schatten war es anfangs recht kühl. Jeanne, Doro und wir kamen ungefähr 20 Minuten früher an, als die anderen, konnten uns aber mit dem Futtern nicht mehr zurückhalten und waren schon das erste Mal bei der guuuuuten Torte, die Jeanne für uns gemacht hatte, angelangt, als die nächsten Leute kamen. Das machte aber gar nichts, wir hatten ja leicht genug zu essen vorbereitet. Doro bekam von uns als Geschenk ein Shirt, das Maria mit Stoff-Malstiften beschriftet hatte. Vorne steht darauf: “hay que volar” (man muss fliegen), als Reminiszenz an unseren philosophischen Hapkido-Trainer Miguel. Er hatte uns so nämlich die richtige Falltechnik erklärt: “No tienes que caer, ¡hay que volar!” (“Du darfst nicht fallen, du musst fliegen!). Seitlich unten hatte Maria noch “era’mu‘ 06” geschrieben, also Erasmus 06 mit kanarischem Akzent. Doro und Johanna freuten sich sehr über ihre Geschenke, und auch das Essen kam sehr gut an. Außerdem kam eine Menge Leute: Kristian und seine Freundin Marie, die gerade zu Besuch ist (studiert auch Geographie), Melanie (deutsche Psychologie-Studentin), Jonas (Deutscher Politikwissenschaft-Student), Inga und ihr Freund, der auch gerade zu Besuch ist, Jelca, Emma und David, und, was Hans besonders freute, Es kamen auch Bea (die kanarische Pharmaziestudentin) und Ana-Mayra (die Sängerin). Wir verbrachten also einen wunderschönen Novembernachmittag am Strand und setzten uns nach unserer Rückkehr noch auf einen Tee und ein ausführliches Tratscherl mit Doro zusammen.

Muchas Tareas Conseguidas (Viele erledigte Aufgaben)

Maria kam Hans am Montag nach auf die Uni, weil sich schon wieder einige Internet-Aufgaben angesammelt hatten, die man am besten mit dem Laptop im Drahtlosnetzwerk der Uni erledigen kann. So konnten wir viele angestaute Aufgaben erledigen und ein paar billige Anrufe über skype tätigen. Es fühlte sich danach wie ein richtiges Erfolgserlebnis an! Die HNO-Professorin hatte sich in der Vorlesung darüber beklagt, dass so wenige Leute in die Vorlesungen gehen, und hat sich dabei richtig aufgeregt. Diese Predigt vor denen, die ohnehin im Hörsaal sitzen, hätte sie sich allerdings auch sparen können. Außerdem führt sie jetzt immer eine Anwesenheitsliste, wobei niemand weiß, was sie damit vorhat. Immerhin herrscht in den Vorlesungen keine Anwesenheitspflicht.
Am Abend hatten wir wieder Hapkido-Training. Miguel, unser Trainer, war wieder aus Madrid zurück, wo er einen Psychologie-Kurs für Auslandseinsätze beim Militär absolviert hatte. Er war in den vergangenen zwei Wochen immer von mehr oder weniger guten Ersatztrainern vertreten worden. Jedenfalls freute er sich, dass immer noch so viele von uns Erasmus-Leuten da waren. Außerdem trug Doro das “Hay-que-volar”-Shirt.
Nach dem Training setzten wir uns mit Jeanne, Doro, Inga, Emma und Emilio bei uns zusammen und schauten noch einen Film.
Vor dem Hapkido hatten wir Jesús getroffen, der uns mitgeteilt hatte, dass Hans‘ Papa ab dem 20. Dezember in seinem Zimmer schlafen kann. Wirklich ein guter Tag!

Montag, November 27, 2006

Auf der Suche

Alojamiento (Unterkunft)

Am Montagvormittag besichtigten wir noch zwei Hotels in La Laguna und suchten vergeblich eine Pension. Mit den Pensionen ist das hier so eine Sache: Entweder sie sind gar nicht mehr da, wo sie laut Internet sein sollten, oder sie sind so schäbig, dass man sie auch gleich vergessen kann. Die nächste Kategorie sind dann schon die sehr guten, aber viel teureren Stadthotels.
Zu Mittag fuhr Hans, wie üblich, zur Uni und Maria versuchte weiter (erfolglos) eine günstige Pension für Papa in La Laguna zu finden.
Am Abend hat sich Maria das Hapkido-Training gespart, weil ihr Knie noch nicht wieder ganz in Ordnung war. Danach trafen wir uns mit Doro, Jeanne, Jelca, Emma, David und Kristian in Jeanne’s Wohnung um einen schwedischen Film mit deutschen Untertiteln anzuschauen. Lustigerweise hat David, der auch deutsch spricht, einige Übersetzungsfehler aufgedeckt. Der Film (Wie im Himmel) hat uns allen sehr gefallen.

GIS

Für Hans war der Dienstag ein ganz normaler Uni-Tag, aber für Maria war er richtig erfolgreich. Erstens fand ihre Vorlesung tatsächlich einmal statt, und zweitens traf sie sich endlich mit Enrique, dem spanischen Studenten, von dem sie später die Daten für ihre Diss bekommen wird. Er wird ihr (wenn alles klappt) ein digitales Höhenmodell mit 10m-Linienabständen zukommen lassen. Danach hat Maria für Hans‘ Mama das Plakat fürs Adventkonzert entworfen. Ausnahmsweise gab’s am Dienstag einmal kein Abendprogramm (soll aber nicht wieder vorkommen!).

Coche de Alquiler (Mietauto)

Am Mittwochvormittag komplettierten wir unsere Mietauto-Recherche durch einen Besuch am Flughafen Tenerife Norte. Dieser Ausflug erwies sich als gänzlich überflüssig, da wir nicht nur kein billigeres Auto als im Internet fanden, sondern auch erfuhren, dass man in den Flughafen-Büros keine Reservierungen vornehmen kann. Aber immerhin war nun die Entscheidung für den Citroën Saxo von Autoreisen gefallen. Am Nachmittag hatte Hans wieder Vorlesungen bis 19.00 Uhr und Maria kam auf die Med-Uni nach um im Internet zu surfen und endlich längst fällige emails zu schicken. Hans hatte schon vorher das Mietauto reserviert.
Abends gingen wir nach dem Hapkido mit Jeanne, Doro und Kristian in die Blues-Bar. Diesmal war das Programm aber nicht so begeisternd. Prinzipiell war die Gruppe gut und kreativ zusammengestellt (Cello, Gitarre, Percussion, Gesang), es fehlte aber die Abwechslung. Außerdem waren auch weniger Leute da als in der Vorwoche, und daher war natürlich auch die Stimmung nicht so gut. Wir hatten trotzdem unseren Spaß und tratschten halt umso mehr.

Era solo una broma (Es war nur ein Witz)

Am Donnerstag ging Maria wieder einmal umsonst auf die Uni. Die Professorin hatte nämlich angeboten, die ausgefallenen Stunden nachzuholen, wann immer die Studenten könnten. Einer der Studenten meinte, dass Donnerstag irgendeine andere Vorlesung ausfallen würde, und dass es dann eben ginge. Die anderen Studenten waren aber nicht da, um diesen Termin zu bestätigen. Also musste Maria "zur Sicherheit" zur Uni latschen, wo dann natürlich keine Vorlesung stattfand. Danach traf sie sich mit Jeanne, um uns für einen Ausflug der Erasmus-Organisation anzumelden. Der Bus war aber schon besetzt und wir stehen jetzt auf der Warteliste.
Schließlich gingen die beiden noch nach La Cuesta um eine weitere Pension anzuschauen. Vom Campus geht man da ungefähr eine halbe Stunde noch bergab, zurückheim also eine Stunde recht steil bergauf. Es war also ein ausgiebiger Spaziergang. So nebenbei entdeckten sie noch einen Barranco, mit grünen Wiesen und kleinen Wasserfällen am Grund, gar nicht weit von uns entfernt.
Hans hatte am Abend seine letzte Vorlesungseinheit von „Sexualidad Humana“.
Jeanne und Doro hatten sich für später noch auf ein Tratscherl angekündigt und Maria wollte sich vorher nur ein bißchen hinlegen. Dann gefiel es ihr aber im Bett so gut, dass sie gleich liegen blieb. Hans setzte sich mit Doro und Jeanne ins Wohnzimmer und wir tauschten wieder einmal Fotos aus. Außerdem erzählte Doro von einer ziemlich blöden Begebenheit in ihrer Wohnung. Sie weiß schon lange, dass sich ihre Mitbewohnerin ständig an ihren Sachen bedient, ohne zu fragen. Die Mitbewohnerin hat auch jedes Mal die Frechheit, alles abzustreiten, obwohl Doro schon mit einer Markierung an der Waschmittelschachtel bewiesen hatte, dass es auch ohne ihr Zutun weniger wird. Das gleiche gilt für Lebensmittel, Shampoo und so weiter. Nun hatte sie, als sie gerade die Wohnung betrat, folgende Gesprächsfetzen gehört: "Doro ist so blöd, dass..." Als ihr Mitbewohner, ihre Mitbewohnerin und deren Freund sie bemerkten, endete das Gespräch abrupt. Als Doro ihre Mitbewohnerin direkt ansprach, behauptete die, es habe sich bloß um einen Witz gehandelt. Jetzt herrscht natürlich keine gute Atmosphäre mehr in ihrer Wohnung und sie muss auf ihre Wertsachen besonders gut achtgeben.

Preparaciones (Vorbereitungen)

Am Freitag Vormittag gingen wir mit Jeanne ins Zentrum von La Laguna einkaufen. Am Sonntag findet nämlich am Strand von Las Teresitas unsere Geburtstagsparty statt, und zwar nicht nur unsere: Doro hat am 2. Dezember Geburtstag und Johanna am 9. Weil Doro aber schon am 1. wegfliegt (schnüff!), feiern wir eben schon diesen Sonntag alle zusammen.
In der Stadt trafen wir dann auch Jelca, die gerade auf dem Weg zur Post war, um ihren verschollenen Briefen nachzuspüren. Sie wartet schon 3 Wochen auf Schmuck und eine Bankkarte bzw. eine Überraschung von ihrem Freund. Hans musste schließlich auf die Uni (brav, oder!?) und die chicas setzten sich auf einen Kaffee in der Stadt zusammen, bevor sie die Einkäufe fortsetzten.
Hans ging nach der Uni noch zum Alcampo und besorgte das restliche Zeugs, das wir noch brauchten. Dani, der dieses Wochenende Geburtstag hat, bekommt von uns einen selbstgemachten Adventkalender, und Jeanne hat auch einen für ihre Mitbewohner Nuria und Emilio vorbereitet. Doro und Johanna bekommen --aber halt! :-) – das wird erst am Sonntag verraten! Die zwei kennen schließlich auch die Webadresse von unserem Blog.
Wir unterbrachen unsere Vorbereitungen für das Hapkido-Training und bastelten danach noch ein wenig.

Dienstag, November 21, 2006

Nuevos Imágenes

Gatito feliz (glückliches Katzerl)

Aufgefädelt


Bei Emilio's Eltern auf der Terasse


Gemütlich, oder!?


Eine neue Folge von Baywatch (diesmal an der Playa de San Marco in Icod)

Montag, November 20, 2006

Kurznachrichten


¡Vete por alli, hijo de puta! (+++zensiert+++)

Am Sonntag besuchten wir ein Fußballspiel von Teneriffa gegen Xerez (sprich Cheres). Kristian, unser fussballbegeisterter Däne, hat das organisiert. Mit dabei waren Jeanne, Doro und ihr Freund Thomas, der gerade zu Besuch war, und wir zwei. Nachdem Doros Freund nicht spanisch spricht, haben wir uns in einem Kauderwelsch aus Deutsch, Englisch und Spanisch unterhalten, was gar nicht so einfach ist! Mareike sagte kurzfristig ab, weil ihr Bauch aus Sorge um ihre Angehörigen Probleme machte. Wir waren schon um 2 Uhr dort, obwohl das Spiel erst um 4 begann. So bekamen wir zum einen sehr gute Plätze und zum anderen hatten wir noch Zeit für einen kleinen Stadtspaziergang und einen Kaffee. Das Spiel war recht spannend, nachdem bereits in der 5. Minute das erste Tor fiel – leider gegen Teneriffa. Die Mannschaft erjagte sich dann einige gute Chancen, aber leider wollte es nicht sein und schließlich gelang Xerez sogar noch ein zweites Tor (5 Minuten vor Ende). Obwohl Teneriffa also 0:2 verloren hat, war es ein gutes Spiel (zumindest, wenn man österreichische Maßstäbe anlegt). Außerdem war es lustig, die kanarischen Mamas und Omas fluchen zu hören (siehe Überschrift). Danach gingen Doro, Thomas und wir zwei noch zu Mareike um sie ein wenig aufzumuntern.

Fuga de San Diego (San-Diego-Schwänztag)

Die Woche begann mit einem Uni-freien Tag. Ganz erklären konnte uns das zwar keiner, aber irgendwie wird hier der Heilige Diego von Studenten und Schülern mit gemeinschaftlichem Schwänzen gefeiert. Klarerweise hieß das für Hans , dass er trotzdem auf Uni musste, weil an diesem Tag sein Hals-Nasen-Ohren-Praktikum begann. Und das begann auch wirklich und war noch dazu am ersten Tag recht fad. So hatte Hans eine gewaltig anstrengende Woche, weil er jeden Tag um 8 Uhr schon auf der Uni sein musste. Das heißt um 7.15 Uhr mit dem Bus bei uns weg, weil in der Früh immer ziemlich viel Stau ist. Danach hatte er Vorlesungen und abends bis 19.00 Uhr wie üblich die Lehrveranstaltung "Sexualidad humana", was auch nicht wenig anstrengend ist. Dazu noch 3x pro Woche im Anschluss HAPKIDO, wo Hans eh meist zu spät gekommen ist, und danach auch noch das eine oder andere, was noch beschrieben wird. Maria hätte die Möglichkeit gehabt, zu einer Chuletada zu gehen, das ist eine Grillparty. Glücklicherweise hat sie sich dagegen entschieden, weil, nach dem was ihr danach erzählt wurde, das ganze in ein Massenbesäufnis ausgeartet war. So hat sie sich lieber mit Arbeiten am Computer beschäftigt, was um einiges produktiver war.
Doro war mit ihrem Freund nach Gomera gefahren, was uns schon einen Vorgeschmack auf Dezember gab, wenn Doro dann endgültig nicht mehr da ist. Wir fanden es gar nicht schön!!!


Malas noticias (Schlechte Nachrichten)

Am Dienstag war das Praktikum von Hans schon interessanter, weil er bei einer OP zuschauen konnte, wo eine Ankyloglossie (Zunge am Mundboden festgewachsen) korrigiert wurde. Gemeinerweise meinte Hans dann, dass das für einen Kanaren eh nicht so schlimm sei, weil der die Zunge ja nur sehr selten einsetzt. Die Anästhesistin, die über dem OP-Gewand eine gelb-braun-bunte Bluse trug und statt einer OP-Mütze ein Kopftuch aufhatte, nähte während der Operation farbenfrohe OP-Mützen. Maria war auf der Uni und erlebte das seltene Ereignis, dass ihre Vorlesung tatsächlich stattfand. Danach traf sie sich mit Jeanne beim Sportinstitut um für Kristian, der ja vormittags in der Klinik ist, die Einschreibung für HAPKIDO zu machen. Dann gingen sie gemeinsam gleich einzahlen (bei der einen Bank in der Stadt, wo man das machen kann), um danach wieder am Computer zu werkeln. Am Abend wollten wir mit Jeanne gemeinsam eine Kleinigkeit kochen (Nudelsalat, als Nachspeise Obstsalat) und danach einen Film anschauen. Noch während des Kochens rief Mareike an, dass ihre Mutter schlechte Nachrichten erhalten hatte und so machten wir uns auf den Weg um ihr ein wenig beizustehen. Ihre Mutter hatte vor 2 Jahren ein Melanom (Hautkrebs), seither war jedoch immer alles in Ordnung gewesen. Die Eltern haben Mareike dann hier auf Teneriffa vor einigen Wochen besucht und ihre Mutter hat dann bemerkt, dass ein Lymphknoten in der Leiste zu spüren war. Wieder daheim beim Arzt, wurde ihr gesagt, dass der vorsichtshalber entfernt werden muss. Die Warterei nach der Entfernung war klarerweise nervenaufreibend. Und dann erhielten sie jetzt auch noch die Nachricht, dass der Lymphknoten tatsächlich bösartig verändert war. Jetzt muss der Leistenbereich großräumig ausgeräumt werden, was schon Donnerstag passieren soll. Danach kommt Chemo, Strahlen,... Mareike wusste natürlich nicht, was sie machen soll, ob sie nachhause fliegt, bzw. wann,... Wir wünschen jedenfalls auf diesem Wege der Mutter von Mareike gute Besserung!!!

Concierto en el Blues-Bar (Konzert in der Blues-Bar)

Maria war wieder einmal umsonst auf der Uni, weil die Vorlesung wieder entfiel. Angeblich schreibt die Professorin gerade an einem Buch und ist deshalb so im Streß. Die Vorlesungen sollen auch irgendwann nachgeholt werden. Hans sah in seinem HNO-Praktikum viele interessante Fälle, unter anderem eine Nasenseptum-Perforation. So etwas bekommen normalerweise Leute, die Kokain schnupfen. In diesem Fall war es aber ein älterer Mann mit Diabetes, der einen Cortison-hältigen Nasenspray nimmt. Hans meinte, dass das möglicherweise zusammenhängen könnte und fragte Bea, die ja Pharmazie studiert, ob das sein könnte. Am Abend bestätigte sie ihm das auch, woraufhin Hans mindestens 3cm gewachsen ist. Am Abend trafen wir Bea nämlich in der Blues-Bar, wo eben Ana-Mayra, die Freundin von Bea, mit einer brasilianische Gruppe auftrat. Mareike, Kristian und Jeanne waren auch noch mit von der Partie. Die Gruppe war wirklich sehr gut. Zum einen klingt portugiesisch sehr schön, zum anderen hatten sie ein geniales Rhythmusgefühl. Mareike teilte uns mit, dass sie am Freitag nachhause fliegen wird, zumindest einmal für die Zeit, wo ihre Mutter jetzt im Spital ist.

Lluvia y Paella (Regen und Paella)

Am Donnerstag schüttete es den ganzen Vormittag wie aus Kübeln. Nachdem die Tage davor "Tiempo del Sur" mit "Calima" vorgeherrscht hatte, wechselte das Wetter damit wieder auf kühl und feucht. "Tiempo del Sur" heißt "Wetter des Südens" und gemeint ist damit das Anströmen von heißer Luft aus der Sahara. "Calima" ist der Wüstenstaub, der im Wind mittransportiert wird, und der regelrechten Nebel verursachen kann. Von La Laguna aus war Santa Cruz nicht mehr zu sehen und in Santa Cruz, meinte ein Studienkollege, konnte man nur ein paar Meter weit sehen. Viele Leute bekamen auch Probleme mit Asthma oder mit trockener Haut, gleichzeitig wurde natürlich auch die Wäsche ganz schnell trocken!. Jedenfalls war am Donnerstag dieses Wetter vorbei und Hans kam waschelnass an der Uni an. Zum Empfang drehte die HNO-Professorin dann auch gleich die Klimaanlage an, weil es doch so eine Hitze habe. Gott sei Dank wurde Hans danach nicht krank. Im Laufe des Vormittages trocknete er doch auf. Maria schriftelte währenddessen wieder eifrig an ihrem Exkursionsbericht, den sie am nächsten Tag abgeben wollte.
Am Abend wollten wir alle bei uns kochen und essen um Mareikes letzten Abend gemeinsam zu verbringen. Wir hatten uns für Paella entschieden, weil das recht einfach geht. Mareike konnte gar nicht glauben, dass sich auch Kristian an den Herd stellte. Dann tauchte schließlich noch unser Mitbewohner Dani auf und wir überredeten ihn, sich zu uns zu setzen und mit uns zu essen. Er steuerte dann auch noch selbstgemachte Mojo-Sauce von seiner Mutter bei (mmmmmmmhhh!!!!) und es wurde ein sehr netter Abend. Etwas später kamen auch noch Doro und ihr Freund dazu, die gerade von Gomera zurückgekommen waren.


Tapas (Heißt eigentlich Deckel, gemeint ist hier natürlich das Essen!)

Am Freitag gings für Maria wieder in die Cañadas, diesmal zu den Roques de Garcia. Es war wie immer sehr interessant. Die Landschaft hier ist einfach gewaltig. Die Gruppendynamik war aber diesmal etwas weniger gut, es waren zuviele Ausländer (4) im Verhältnis zu Inländern (6). Es wurde über alte Vulkanformen gesprochen, die von neuen Lavaströmen umflossen werden, über vulkanische Gesteine, über die Vegetation, die sich das neue Land dann erobert,... Einfach toll. Hans war am Freitag schon ziemlich müde und so war es ganz gut, dass es beim Praktikum etwas aufregender zuging. Dort wurde nämlich ein Patient, der an der Nase operiert worden war, beim Aufwachen unruhig. Er hat furchtbar geschimpft und geschrien. Dann begann er auch um sich zu schlagen und zu treten, sodass er festgehalten werden musste. Hans hielt ihn an den Füßen und war leider genau in der Bahn, als der Patient Blut ausspuckte. Schließlich schafften sie es aber doch, ihm (dem Patienten, nicht Hans!) ein Beruhigungsmittel zu geben bevor er sich die Kanüle herausreißen konnte.
Nach der Hapkido-Stunde gingen wir gemeinsam mit Doro, ihrem Freund und Jeanne in eine Tasca bei uns um die Ecke. Wir mußten auch gar nicht lange auf einen Tisch warten (was hier sonst durchaus üblich ist) und aßen dann Tortilla, Chorizo, Gebratene Paprika, Hühnchen, Tomaten... und tranken dazu einen sehr guten kanarischen Wein.


Gatito (Kätzchen)

Am Samstag haben wir in Santa Cruz insgesamt ca. 20 Hotels und Pensionen abgeklappert, um passende Quartiere für Papa, Mama und Tante Grete zu finden. Abends hatten wir wieder Sprachkurs, und danach machte Hans den schweren Fehler, eine Katze auf der Straße zu streicheln. Diese war sofort sehr zutraulich und legte sich schließlich schnurrend auf Jeanne’s Schoß. Daraufhin kam ein Spanier daher, der uns erklärte, dass diese Katze ursprünglich Studenten gehört hatte, die sie auf die Straße gesetzt hatten, als sie ausgezogen waren. Jetzt hatten wir natürlich gar keine Chance mehr. Wir mussten die Katze einpacken und einen passenden Platz für sie finden. Die erste Station war Doro’s Wohnung. Dorthin mussten wir die Katze nicht einmal tragen, sie lief uns von selbst nach, nachdem wir sie ein bisschen gerufen hatten. In Doro’s Wohnung bekam sie dann Thunfisch, Milch und Wasser, wobei sie vor allem großen Durst zu haben schien. Nach langer Beratung und einem Telefongespräch hatten wir schließlich einen neuen Wohnort für unser Sorgenkind gefunden: Bei Emilio’s Eltern in Icod de los Vinos. (Emilio ist Jeanne’s Mitbewohner.) Die Nacht verbrachte die Katze in Doro’s Wohnung ruhig schlafend auf dem Sofa, nachdem wir noch ein Katzenklo aus einer Schachtel und Lavaschotter von der Straßenbahnbaustelle improvisiert hatten.

Icod de los Vinos (Icod de los Vinos)

Am Sonntag waren wir mit Emma, David, Doro, Jeanne und Jelca bei Emilio’s Eltern in Icod eingeladen. Jelca kommt aus Deutschland und arbeitet hier als Au-Pair bei einer spanischen Familie. Die Hinfahrt bedeutete für Hans eineinhalb Stunden Horror, weil er die ehrenvolle Aufgabe hatte, die Schachtel mit der Katze darin zu tragen und dafür zu sorgen, dass das Tier nicht aus der Schachtel herauskommt. Die Katze unternahm auch immer wieder Fluchtversuche, die wir jedoch erfolgreich abwehren konnten, und schließlich behielt Hans einfach eine Hand in der Schachtel, um die Katze zu streicheln und weitere Ausbruchsversuche schon vorher zu verhindern. Schließlich übergab sie sich noch auf Hans‘ Hand und in die Schachtel, war danach aber ziemlich ruhig. Das letzte Stück legten wir mit dem Taxi zurück und erfuhren von Emilio, dass dessen Eltern noch gar nichts von ihrem Glück wussten! Mit einem flauen Gefühl im Magen öffneten wir dann auf der Terasse die Schachtel und die Katze konnte heraus. Sie war sofort wieder zutraulich und begann, ihr neues Zuhause zu inspizieren. Auch Emilio’s Eltern hatten kein Problem mit einem weiteren Mitbewohner, hatten sie doch schon einige Vögel, Fische und einen Hund, der sich auch schnell mit der Katze anfreundete. Nun konnte auch Hans den Ausflug genießen. Vor dem Essen unternahmen wir einen Spaziergang über eine Wasserleitung, die den Hang entlang vom Haus weg in die Natur führt. Es war unglaublich schön dort. Alles war grün, die Luft war sauber und wir genossen die Ruhe. Als Vorspeise aßen wir Mandeln direkt vom Baum. Auf dem Rückweg rutschte Maria auf dem nassen Wasserleitungsrohr aus und verletzte sich am Knie. Glücklicherweise war aber nichts schlimmes passiert und Jeanne, die ohnehin schon etwas Angst vor dem engen Weg hatte, hatte nichts mitbekommen. Wieder beim Haus angelangt, lag die Katze schon ganz entspannt auf der Gartenmauer, als ob sie nie woanders gelebt hätte. Bald war auch das Essen fertig. Es gab gegrillte Würstchen, gegrillten Fisch, frittierten Fisch, Kartoffeln, Mojo und Weißbrot. Das Essen war wirklich fantastisch und Emilio’s Eltern, seine Freundin und er selbst waren sehr, sehr nett. Später gingen wir noch an den Strand. Das Wasser war relativ frisch und die Wellen ziemlich hoch, aber das machte das Schwimmen erst so richtig lustig! Nach einem Eis und einem Kaffee traten wir die Heimfahrt an.

Freitag, November 10, 2006

Fotos unserer jüngsten Eskapaden

Unser Bett ist wirklich bequem!


Die Billard-Profis


Das Crepe-Futtern bei Rachel


mmmh! Jeanne und Hans probieren den Kuchen im Café Pan Paris nach der Ausstellung über Oskar Dominguez.

Im Jospital (sprich: Chospital)

gleiches Lokal, andere Leute


Wieder einmal ein Bild vom unglaublichen Nachtleben von La Laguna

Rachmaninow, Puccini und wir

Vida Cotidiana (Alltag)

Am Montag holte Hans endlich die Analog-Fotos vom Welcome-Day und von unserer Wanderung nach Chinamada ab. Wir haben auch eine Foto-CD dazubestellt, damit unsere fleissigen Blogleser auch etwas davon haben! Nach der Uni hatten wir abends wieder Hapkido. Arno fragte Hans, ob er vielleicht Opernkarten für den Dienstag haben möchte, da Arno’s Gastvater ihn eingeladen hatte, und er gefragt hatte, ob noch einige Leute mitkommen könnten. Natürlich hat Hans ja gesagt, und was daraus wurde, seht ihr ein paar Zeilen weiter. Sonst können wir uns an nichts aufregendes erinnern, was am Montag passiert ist. Das ist aber auch gar nicht so einfach, selbst, wenn erst einige Tage vergangen sind. Vielleicht ergänzen wir den Eintrag noch ein wenig, falls uns noch etwas einfällt.

El Auditorio (Der Konzert-, Theater-, und Opernsaal von Santa Cruz)

Am Dienstag hat Hans tatsächlich 5 Freikarten von Arno bekommen mit dem Hinweis, dass er auch noch wesentlich mehr besorgen könne. Sein Gastvater habe einfach in einen Sack voll Freikarten gegriffen. Arno hat dann noch etwas herumgefragt und im Endeffekt eine ganz schön große Gruppe zusammengebracht, die um 20.30 Uhr die Vorstellung in Santa Cruz besuchen wollte.
Natürlich musste Hans dann abends nach „Sexualidad Humana“ besonders lange auf den Guagua warten, sodass er erst um kurz nach 19.30 Uhr in La Laguna ankam. Dort bemerkte er, dass sein Handy-Akku inzwischen leer war. Das war ein goßes Problem, da wir nur einen Schlüssel haben, den tagsüber normalerweise Maria hat, weil Hans länger auf der Uni zutun hat. Außerdem funktioniert unsere Klingel nicht. Hans ruft Maria normalerweise an, lässt zweimal läuten, und Maria macht ihm die Tür auf. Das ist aber schwierig ohne Strom, und da auch sonst vom Haus niemand die Tür öffnete, beschloss Hans, schnell zu Doro zu gehen, um Maria von ihr aus anzurufen. Inzwischen war es schon 19.45 Uhr. Glücklicherweise war Doro aber schon unterwegs zu uns, weil sie mit Maria ausgemacht hat, dass wir uns in unserer Wohnung treffen. So konnte Hans dann doch einigermaßen rechtzeitig in die Wohnung und machte sich im Eilzugstempo opernfertig. So schafften wir es tatsächlich noch rechtzeitig zum Auditorio. Am Programm standen Ausschnitte aus zwei Opern, erstens Rachmaninow’s „The Miserly Knight“ und zweitens „Gianni Schicchi“ von Puccini. Das Auditorio ist ein beeindruckendes Bauwerk, bei dessen Konstruktion besonders auf die Akustik Wert gelegt wurde. Unserer Meinung nach ist sie auch wirklich nicht schlecht, aber auch nichts besonderes. Die Akustik ist sehr transparent, besonders tiefe Töne kommen gut durch, aber man hat doch immer wieder den Eindruck, in einer Halle zu sitzen mit etwas zu viel, na, Hall eben. Die Sänger auf der Bühne kommen auch nur wirklich gut durch, wenn sie ganz vorne stehen. Das Bühnenbild war sehr schön, einfach und klassisch, und das Orchester spielte sehr gut. Die Sänger ließen bei Rachmaninow etwas zu wünschen übrig, aber die Mannschaft bei „Gianni Schicchi“ war dann umso besser. Die Sänger waren sehr charismatisch und hatten sichtlich Spaß an dem lustigen Stück. Das übertrug sich auch auf das Publikum, sodass wir einen wirklich schönen Abend verbrachten. Danke an Arno und besonders an seinen Gastvater, der zuerst nicht einmal die Weinflasche annehmen wollte, die wir als Dankeschön mitgebracht hatten!

Otorrinolaringología (HNO)

Am Mittwoch passierte tagsüber nichts aufregendes. In Hans’ HNO-Vorlesung hatten sie begonnen, eine Anwesenheitsliste zu führen, weil inzwischen so wenig Leute teilnehmen. Zu Gyn gehen mehr Studenten, weil die Vorlesung auch einfach viel klinischer und praktischer aufgebaut ist. Außerdem sind die Gyn-Professoren auch meistens sehr gute Vortragende.
Am Mittwochabend gingen wir dann wieder ins Café7. Zuvor kamen aber noch Emma und Kristian mit in unsere Wohnung. Emma besuchte uns, weil sie erst kurzfristig beim Hapkido beschlossen hatte, auch ins Café mitzukommen und nichts zum umziehen dabei hatte. Sie ging bei uns duschen und borgte sich von Maria etwas zum Anziehen aus. Kristian wollte ein paar Fotos verkleinert haben, damit man sie besser per email schicken kann.
Im Café7 blieben wir dann aber gar nicht so lang, weil es ziemlich laut und verraucht war. So gingen wir dann mit Jeanne und Mareike weiter zum „Natural Burger“, der neben normalem und vegetarischem Fastfood auch sehr gute Säfte und Batidos hat.

Operación (Operation)

In Sexualidad Humana war das Thema am Donnerstag die Reasignación Sexual, also die Geschlechtsumwandlung. Hans sah auch ein Video einer solchen Operation vom Mann zur Frau. Aber, wenn man ehrlich ist, ist das Ergebnis doch eher ernüchternd. Es ist zwar auf den ersten Blick optisch sehr gut, aber es bilden sich mit der Zeit sehr viele Komplikationen wie Engstellen von Harnröhre oder Vagina, Fisteln zwischen Harnröhre und Haut, usw. Transsexuelle haben wirklich ein hartes Los, denn auch die Phase vor der Operation ist sehr schwierig. Man muss vielfältige psychologische, psychiatrische und physische Untersuchungen über sich ergehen lassen, um einerseits krankhafte Ursachen des OP-Wunsches auszuschließen (z.B. Schizophrenie) und andererseits das Operationsrisiko zu minimieren. Außerdem muss man sich mindestens ein Jahr unter Hormontherapie in der „vida real“ (im wirklichen Leben) in der künftigen Geschlechterrolle bewähren, und da werden hohe Ansprüche gestellt, so werden etwa ein stabiler Arbeitsplatz und die Teilnahme an irgendeiner gemeinnützigen freiwilligen Aktivität zwingend gefordert. Es war eine sehr interessante Vorlesung, die aber auch sehr nachdenklich macht und die alle auf den Boden der Realität zurückholt, die zu sehr an die Wunder der modernen Chirurgie glauben.
Nach der Vorlesung konnten Bea (die kanarische Pharmaziestudentin) und Hans mit einer von Bea’s Freundinnen von der Uni nachhause mitfahren. Diese Freundin singt nächste Woche auch in der „Blues-Bar“. Wenn es sich irgendwie einrichten lässt, möchten wie da sehr gerne hingehen.
Maria hatte den Tag vor dem Computer verbracht, weil sie ihren Exkursionsbericht von letzter Woche noch fertig machen musste. Der ist wieder sehr schön geworden, besonders die selbstgemachten Skizzen und die Panorama-Fotos.
Eigentlich wollten wir am Abend eines der vielen von May vorgeschlagenen typisch kanarischen Lokale besuchen, aber Doro und Jeanne gingen zu einem Salsa-Tanzkurs vom Sportinstitut, der erst relativ spät anfängt. Wir beide beschlossen, daran nicht teilzunehmen, weil wir schon jetzt so viele Fixtermine haben. So gingen wir nur noch ins Internetcafé, um einerseits den Exkursionsbericht ausdrucken zu lassen und andererseits mögliche Unterkünfte für Papa, Mama und Tante Grete auszukundschaften. Hoffentlich finden wir bald genug Zeit, die in Frage kommenden Hotels zu besuchen!
Wir ließen den Tag gemütlich im Bett liegend mit einem Film ausklingen, den wir von Emilio kopiert haben („Mi Gran Boda Griega“, im Original: „My Big Fat Greek Wedding“).

Montag, November 06, 2006

Ein typisches Wochenende

Cien Flexiones (Hundert Liegestützen)

Am Freitag hatte Maria wieder eine Exkursion, diesmal in die Cañadas. Sie begann, wie vor zwei Wochen, am Campus Guajara mit einem groooooßen Bus für wenige Leute. Maria hat natürlich auch, gemäß ihrer Genetik, einige Steine eingepackt. (Der letzte Satz wird hiermit offiziell geleugnet und der Inhalt energisch bestritten! :-) )
Hans baute endlich das aufblasbare Bett wieder auf. Bis jetzt hält es! Am Nachmittag fand wieder die Lehrveranstaltung “Sexualidad Humana” statt und abends kämpften wir wieder brav. Naja. Das stimmt eigentlich so nicht. Hans kam nämlich wegen der Vorlesung zu spät und musste dann als beschleunigtes Aufwärmen 100 Liegestützen machen und Maria kam überhaupt so spät und fertig von der Exkursion zurück, dass sie nur mehr zuschaute.

Puerto de la Cruz (Puerto de la Cruz)

Am Samstag begleiteten wir Johanna und Doro nach Puerto de la Cruz, weil die beiden surfen gehen wollten. Jeanne, Mareike und wir beide gingen in der Stadt spazieren. Eigentlich wollten wir ja dem schlechten Wetter entfliehen, doch kam schließlich auch nach Puerto der Regen. Wir trafen auch Emma und David, die gerade mit David’s Eltern unterwegs waren.
Puerto ist, zumindest in Strandnähe, eine ziemlich extreme Touristenstadt, man hört sehr viel deutsch und sieht die typischen Geschäfte und Lokale, die auch den Südwesten prägen. Die Preise sind natürlich auch höher als in der Studentenstadt La Laguna. Die Verkäufer und Kellner sind richtig froh, wenn einmal jemand spanisch kann, und aus diesem Grund bekam Mareike auch einen kleinen Rabatt in einem Süßigkeitengeschäft. Später setzten wir uns noch mit Doro und Johanna, die inzwischen genug gesurft hatten, in ein Café mit überdachtem Gastgarten. Nach unserer Rückkehr nach La Laguna machten wir noch bis in die frühen Morgenstunden die Innenstadt unsicher. Natürlich wollten wir eigentlich, wie sich das gehört, spätestens um 20.00 schlafen gehen, aber Kristian hatte einen Freund zu Besuch, dem wir die Stadt zeigen mussten. Er hatte nur nachts Zeit, und so blieb uns nichts anderes übrig, als... Nein. Genug gelogen.

Domingo (Sonntag)

Nach einem langen Tratscherl in der Früh (Naja, eigentlich am frühen Nachmittag, aber das wollen wir nicht so eng sehen!) mit Dani und seiner Freundin wollten wir in die Kirche gehen. Wir kamen aber gerade zu einer blöden Zeit an und so überbrückten wir das Warten auf die nächste Messe mit einem Cortado in einem urigen Café. (Wer noch nicht weiß, was ein Cortado ist, hat nicht aufmerksam mitgelesen!) Nach der Messe gingen wir mit Doro, Jeanne, Mareike und Johanna Billard spielen. Das erwies sich aber als schwierig, da es keine schwarze Kugel gab und der Tisch die weiße Kugel nicht wieder ausspuckte. Da wir aber alle schon so professionell spielen, konnten wir natürlich wunderbar improvisieren, und es war trotzdem lustig. Und hier endet auch schon der Bericht vom Sonntag. Nach so einem langen Samstag kann der Sonntag ja auch nicht so lang dauern. Das müsst ihr schon verstehen! :-)

Freitag, November 03, 2006

(nicht mehr ganz) neue Bilder

En la Playa del Socorro




Emilio, Jeanne's Mitbewohner






Jeanne ist verliebt!




Im Museum konnte man auch ein Auto hochheben!






Manchen fiel es leicht...


...andere hatten etwas mehr Mühe dabei.






ohne Worte